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Unis schmieden sächsische Wasserstoffunion

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger – zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Allianz von Chemnitz, Dresden und Freiberg soll Forschung an kompletter Wertschöpfungskette stärken

Chemnitz, 3. August 2022. Um die Wasserstofftechnologien in Sachsen voranzubringen, wollen die Unis Chemnitz, Dresden und Freiberg in der kommenden Woche eine „Sächsische Wasserstoffunion“ gründen. Das hat die TU Chemnitz angekündigt. Eine entsprechende Absichtserklärung (neudeutsch: „Memorandum of Understanding“) werden Vertreter der drei Universitäten am 10. August 2022 gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) in Chemnitz unterschreiben.

Schneller Transfer in die Wirtschaft erwünscht

„Damit vertiefen und institutionalisieren die drei Partneruniversitäten ihre äußerst wertvolle Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der Forschung entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette“, skizziert die Chemnitzer Uni die Pläne der Partner. „So sollen künftig Synergien noch besser genutzt werden, um den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen zu stärken, gemeinsame Forschungsergebnisse zu bedeutenden Zukunftsthemen zu erzielen, diese schneller in Wirtschaft und Gesellschaft zu transferieren und die künftigen Fachkräfte für die Wasserstoff-Wirtschaft hervorzubringen.“

Ihre besonderen Kompetenzen rund um Wasserstoff (H2) in diese Allianz einbringen wollen insbesondere Thomas von Unwerth, Professor für alternative Fahrzeugantriebe an der TU Chemnitz, Prof. Antonio Hurtado, Professor für Wasserstoff- und Kernenergietechnik an der TU Dresden, und Hartmut Krause, Professor für Gas- und Wärmetechnische Anlagen der TU Bergakademie Freiberg.

Die TU Dresden forscht beispielsweise an Wasserstoff-Tanks für Autos und Flugzeuge, während die TU Chemnitz und die Bergakademie Freiberg unter anderem an mobilen und stationären Brennstoffzellen arbeiten. Daneben beschäftigen sich mehrere Fraunhofer-Institute wie das IWU Chemnitz sowie das IWS und das IKTS in Dresden und weitere außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen im Freistaat an H2-Technologien.

Sachsen will H2-Vorreiter werden

Erklärtes Ziel der Landesregierung in Dresden wiederum ist es, in Sachsen komplette Wasserstoff-Wertschöpfungsketten aufzubauen – von der Ökostrom-Produktion für Elektrolyseure über H2-Leitungen, hochautomatisierte Reaktionsstapel-Produktionsstätten und Elektrolyeur- sowie Brennstoffzellen-Fabriken bis hin zu schadstofffreien Fahrzeugantrieben, Rückverstromern und Syntheseanlagen für elektrische Kraftstoffe.

Autor: hw

Quelle: TUC