Alle Artikel mit dem Schlagwort: Elektrolyse

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Chlorfabrik soll mit Ökostrom-Spitzen Wasserstoff liefern

Im „H2 Flex“-Projekt im Bitterfeld erproben Ingenieure, wie sich die Netzprobleme der Energiewende durch Chemiewerke abfangen lassen Bitterfeld/Dresden, 10. November 2019. Nicht nur Großbatterien oder Pumpspeicherwerke, sondern auch ganze Chemiewerke könnten künftig als Energiespeicher dienen. Sie sollen die Energiespitzen und -täler abfangen, die durch Solar- und Windkraftanlagen entstehen, wenn zum Beispiel der Wind auffrischt oder abflaut beziehungsweise die Sonne mal hinter Wolken verschwindet und dann wieder auf die Solarpaneele strahlt. Im Projekt „H2 Flex“ wollen nun mitteldeutsche Ingenieure diese Speichertechnik mit einem 30-Megawatt-Chlor-Elektrolysewerk des „Nouryon“-Konzern in Bitterfeld erproben.

An der TU Dresden mitentwickelt: Wasserstoff-Tank für BMWs. Foto: Heiko Weckbrodt

Mehr Schub für Wasserstoff-Technik gefordert

200 Experten debattieren in Dresden über eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende Dresden, 4. November 2019. Deutschland droht den internationalen Anschluss in der Wasserstofftechnologie zu verlieren. Davor haben Vertreter des mitteldeutschen Wasserstoff-Forschungsverbundes „Hypos“ im Vorfeld ihrer Fachkonferenz in Dresden gewarnt. Nachbarländer wie die Niederlande und Tschechien seien da schon deutlich weiter.

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Investoren stecken 25 Millionen Euro in Sunfire Dresden

Anlagenbauer Wurth aus Luxemburg will sich Öko-Wasserstoff sichern Dresden/Luxemburg, 7. Januar 2018. Das Technologie-Unternehmen „Sunfire“aus Dresden hat mit dem Anlagenbauer „Paul Wurth“ aus Luxemburg einen weiteren Investor gefunden. In dieser neuen Runde haben die Dresdner insgesamt 25 Millionen Euro Risikokapital von den Luxemburgern und ihren bisherigen Finanziers eingenommen. Das geht aus einer Sunfire-Mitteilung hervor.

Die Stack-Produktion bei Sunfire Dresden erfolgt bisher weitgehend manuell: Aus den Zellen stapelt die Mitarbeiter die Kerne für Brennstoffzellen und Elektrolyse-Anlagen. Foto: Frank Grätz für Sunfire

Sunfire Dresden plant neue Fabrik für Ökosprit-Anlagen

Unternehmen will zur Finanzierung neues Risikokapital einsammeln Dresden, 1. November 2018. Sunfire Dresden plant eine neue Fabrik für Elektrolyse-Anlagen, die aus Ökostrom, Wasser und Kohlendioxid künstliche Treibstoffe erzeugen. Entstehen sollen dadurch mehrere Hundert neue Arbeitsplätze. Da das Unternehmen selbst immer noch Verluste schreibt, will die Geschäftsführung das fünf bis zehn Millionen Euro teure Werk durch Risikokapitalisten finanzieren lassen. Das hat der kaufmännische Geschäftsführer Nils Aldag angekündigt. Nachtrag: Im Nachhinein hat das Unternehmen die Pläne stark relativiert und von zahlreichen bedingungen abhängig gemacht. So will Unternehmen nur bauen, wenn es genug Aufträge bekommt, das Risikokapital dafür erhält, sich der Markt für synthetischen Treibstoff verbessert und Gesetze so geändert werden, dass dieser Treibstoff ähnliche Privilegien wie Wasserstoff- oder batteriebetriebene Autos bekommt.

Mechatroniker Eric Howschke kontrolliert die Messwerte an einem Elektrolyse-Container von Sunfire Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

E-Kraftstoff für die Energiewende

Sunfire Dresden: Elektromobilität speist sich nicht nur Batterien – sondern auch aus Ökostrom-Sprit Dresden, 11. Oktober 2017. Wenn sich die Deutschen über Elektromobilität die Köpfe heiß reden, dann freut sich Sunfire-Geschäftsführer Nils Philipp Aldag sehr – obwohl das Dresdner Unternehmen keinen Cent an Elektroautos verdient. Aber: „Wir sind überzeugt, dass Elektromobilität nicht nur aus Elektroautos und Batterien besteht, sondern auch aus E-Kraftstoffen. Ohne die werden wir die Ziele unserer Energiewende nicht erreichen“, prophezeit er.

Sunfire Dresden stellt in einer Pilotanlage aus Ökostrom, Wasser und Luft tankbare Kraftstoffe her. Foto: Sunfire

Sunfire Dresden ausgezeichnet

„Energy Award“ für Ökosprit-Erzeuger Dresden/Berlin, 9. Oktober 2015. Die Dresdner Brennstoffzellen-Firma „Sunfire“ hat am Donnerstagabend den „Energy Award“ von General Electric und Handelsblatt in der Kategorie „Industrie“ gewonnen. Die Jury zeichnete damit die Sunfire-Pilotanlage aus, die in einem Hochtemperatur-Prozess aus Luft und Sonnenstrom Kraftstoff erzeugen und diesen Prozess auch umkehren kann.

Prof. Christian Oliver Paschereit an einem Versuchsstand zur „Nassen Verbrennung“ im Energielabor der TU Berlin. Foto: TU Berlin/PR/Ulrich Dahl

Berliner Forscher setzen auf „nasse Verbrennung“ für Ökostrom-Dilemma

TU-Strömungsmechaniker wollen Knallgas-Explosionen mit Wasserdampf verdünnen Berlin/Dresden. Berliner Strömungsmechaniker wollen eine Kombination aus Elektrolyse und „nasser Verbrennung“ einsetzen, um die Ökoenergie-Spitzen in den deutschen Stromnetzen anzufangen. Die Forscher der TU Berlin versprechen mit ihrer „BlueStep“-Methode vor allem zwei große Vorteile: Auf diese Art kann Energie auch in großen Mengen zwischengespeichert werden und die Technologie kann auch in existierenden Kraftwerken mit ein paar Umrüstungen eingesetzt werden. „So kann kurzfristig die Leistung einzelner Kraftwerke erhöht werden“, schätzten die Uni-Wissenschaftler ein.

Ingenieur Eric Brettschneider justiert das Herzstück der Strom-zu-Sprit-Anlage, den Elektrolyse-Reaktor Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner brauen Benzin aus Ökostrom und Luft

Innovative Pilotanlage von „Sunfire“ startet ab Freitag Sprit-Produktion Dresden, 11. November 2014: Spätestens seit der Industriellen Revolution verfeuert die Menschheit Kohle, Erdöl und andere natürliche Ressourcen schneller zu Kohlendioxid, als neue fossile Brennstoffe entstehen. Das Dresdner Unternehmen „Sunfire“ hat nun eine Pilotanlage gebaut, die diesen Prozess gewissermaßen umdreht: Sie erzeugt sie aus Wasser, Ökostrom und Kohlendioxid, wie es in der Atmosphäre massenhaft zu finden ist, in einem keramikbasierten Hochtemperatur-Prozess Benzin, Diesel und andere Treibstoffe.

Christian von Olshausen ist Technikchef bvei "Sunfire" in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sunfire-Technikchef: Öko-Sprit gehört steuerlich belohnt

CTO Christian von Olshausen im Oiger-Interview Dresden, 9. November 2014: Die Firma „Sunfire“ startet in wenigen Tagen in Dresden-Reick eine neue Pilotanlage, die Benzin, Diesel und andere Brennstoffe künstlich aus Ökostrom, Wasser und Kohlendioxid (CO2) erzeugt. In der Herstellung kostet dieser Kunst-Sprit allerdings 1 bis 1,20 Euro po Liter, Rohbenzin auf Erdölbasis dagegen nur 40 Cent. Oiger-Redakteur Heiko Weckbrodt hat mit Sunfire-Technikchef (CTO) Christian von Olshausen über die wirtschaftlichen Chancen dieses Sonnensprits, über Energiesteuern und den großen Lottogewinn der Menschheit gesprochen. Oiger: Ökologisch mag das Konzept, Treibstoffe aus Sonnenstrom, Luft und Wasser herzustellen, reizvoll sein. Aber wer soll Ihr Kunst-Benzin kaufen, wenn die Herstellung zwei- bis dreimal soviel kostet wie Erdölprodukte? Christian von Olshausen: Zum Einen handelt es sich hier noch um eine Pilotanlage – größere Anlagen dürften da schon wirtschaftlicher arbeiten. Zum Anderen muss man sich anschauen, wie sich die rechtliche Lage entwickelt.