Alle Artikel mit dem Schlagwort: Elektrolyse

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Energy Saxony unterstützt wachsende Wasserstoffwirtschaft

Neuer Arbeitskreis soll sich um Vernetzung, Konzeptstudien und Prototypen kümmern Dresden, 5. Juni 2021. Da sich Sachsen mehr und mehr als Pionierregion der Wasserstoff-Technologien profiliert, hat der sächsische Energiebranchenverband „Energy Saxony“ in Dresden einen neuen Arbeitskreis für „Wasserstoff in Industrie und Gewerbe“ installiert. Wasserstoff (H2) biete viel Potenzial, um die De-Karbonisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft voranzutreiben, betonte Stephan Anger von der „DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH“, der den neuen Arbeitskreis mitinitiiert hat.

Das Maskottchen von Xenon ist eine Roboterin. Zwar arbeitet das Dresdner Unternehmen nicht wirklich mit humanoiden Robotern, rechnet aber damit, das solche künstlichen Arbeitskollegen in vielen Fabriken Einzug halten werden. Visualisierung: Xenon

Schub für Automatisierungstechnik „Made in Saxony“ erwartet

Xenon Dresden setzt auf Maschinen-Nachfrage für Maskenproduktion, Chip-Endmontage und Wasserstofftechnologien Dresden, 21. Mai 2021. Xenon Dresden rechnet nach dem wirtschaftlich schwierigen Pandemie-Jahr 2020 nun mit einem Aufschwung für sächsische Automatisierungstechnik. Der Sondermaschinenbauer baut auch deshalb seinen Fabrikstandort im Dresdner Süden um und aus. Das haben Xenon-Chef Tobias Reissmann und Geschäftsbereich-Entwickler Hartmut Freitag im Oiger-Gespräch mitgeteilt. War die Xenon-Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um ein Viertel wegen ausbleibender Aufträge eingebrochen, kalkuliert die Geschäftsführung für 2021 wieder mit einem Plus von zehn bis 15 Prozent. „Womöglich erreichen wir in diesem Jahr sogar wieder das 2019er Niveau“, sagt Freitag.

Der klassische Weg, Wasserstoff zu erzeugen, ist die Zerlegung von Wasser in Wasser- und Sauertoff. Hier zu sehen ist eine vom Fraunhofer-Institut ISE nachgebaute Wasserelektrolyse-Messzelle (Nachbau) aus transparentem Kunststoff. In Görlitz soll nun ein Labor für Wasserstofftechnologien auf dem Siemens-Campus entstehen. Foto: Fraunhofer ISE

IDTechEx: Elektrolyseure wachsen zum Multi-Milliarden-Markt

Analysten rechnet mit 48 Prozent Umsatzplus pro Jahr Cambridge, 5. April 2021. Der Weltmarkt für Elektrolyseure wird in dieser Dekade stark wachsen und dann mehrere Milliarden Euro Umsatz pro Jahr generieren. Das hat das Marktforschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge prognostiziert. Demnach ist damit zu rechnen, dass die Umsätze mit solchen Anlagen, die aus Wasser und Strom Wasserstoff und Sauerstoff erzeugen, jährlich um durchschnittlich 48 Prozent zulegen.

Die Archivaufnahme von 1980 zeigt DDR-Bergleute in der Zinngrube Ehrenfriedersdorf. Foto: Eugen Nosko, Deutsche Fotothek, Slub, Wikipedia, CC3-Lizenz, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en

Fraunhofer Dresden säubert Grubenwasser im Erzgebirge

Projekt „Terzinn“: In Ehrenfriedersdorf wollen IKTS-Forscher mit modernen Technologien Wertstoffe aus belastetem Wasser gewinnen Dresden/Ehrenfriedersdorf, 30. März 2021. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Dresden testet mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft in Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge neue Umwelttechnologien. Das Projekt „Technologieentwicklung und Erprobung für nachhaltiges Wassermanagement und additive Rohstoffgewinnung am Modellstandort Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf“ (Terzinn) setzt sich mit den ökologischen Folgeschäden alter Bergwerke auseinander. Es zielt darauf, wertvolle Rohstoffe zurückgewinnen und letztlich die Lebensqualität in Bergbau-Gemeinden verbessern. Dafür hat sich das Institut nun die Nutzungsrechte an einer stillgelegten Zinngrube in Ehrenfriedersdorf gesichert, teilte das IKTS heute mit.

Links ist ein Hochtemperatur-Stapel von Sunfire Dresden zu sehen, der für die Elektrolyse und den Brennstoffzellen-Betrieb genutzt werden kann. In der Flasche rechts ist eCrude zu sehen - künstlich erzeugter Kraftstoff. Foto: Heiko Weckbrodt

Sunfire Dresden tritt „eFuel Alliance“ bei

Verbund will Massenproduktion und Steuerentlastung für elektrisch erzeugte Kraftstoffe Dresden, 27. Februar 2021. Das Elektrolyseur-Unternehmen „Sunfire“ aus Dresden ist der „eFuel Alliance“ beigetreten, die sich für die Massenproduktion von umweltfreundlich erzeugten Synthese-Kraftstoffen („eFuels“) einsetzt. Das haben Sunfire und die Allianz nun mitgeteilt. „eFuels werden in den nächsten Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors leisten“, ist Sunfire-Chef Nils Aldag überzeugt. „Unsere Technologie ist reif für den Markteintritt.“

Montage eines Elektrolyse-Stapels. Foto: Jürgen Lösel für das Fraunhofer-IKTS

Siemens und Air Liquide entwickeln gemeinsam Wasserstoff-Erzeuger

Deutsche und Franzosen bewerben sich gemeinsam für IPCEI-Millionen für Elektrolyseure München/Paris, 8. Februar 2021. Siemens und Air Liquide wollen gemeinsam in Europa eine Serienproduktion von Groß-Elektrolyseuren aufbauen. Das geht aus Mitteilungen von Siemens  und Air Liquide hervor. Ziel sei es, eine leistungsstarke europäische Infrastruktur für die umweltfreundliche Erzeugung und Verwertung von Wasserstoff zu schaffen.

Anja Karliczek ist Bundesministerin für Bildung und Forschung. Foto: Laurence Chaperon für das BMBF

700 Millionen Euro für 3 Wasserstoff-Leitprojekte

Auch Sunfire Dresden bei „H2Giga“ an Bord Berlin, 13. Januar 2021. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) verteilt rund 700 Millionen Euro an drei Leitprojekte für die umweltfreundliche Produktion von Wasserstoff (H2) in Deutschland. Das geht aus einer Mitteilung ihres Ministeriums hervor. Das Teilprojekt „H2Giga“ soll die Serienproduktion von Elektrolyseuren ankurbeln, die Wasser mit Ökostrom in „grünen“ Wasserstoff und Sauerstoff zerlegen. Beteiligt ist auch das Dresdner Unternehmen „Sunfire“, das eben erst den Schweizer Anlagenhersteller IHT übernommen hatte.

Die Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick hat mit der Dieselproduktion aus Luft, Wasser und Ökostrom begonnen. Foto: Sunfire/ Cleantech Media

Sunfire Dresden übernimmt Elektrolyseur-Unternehmen IHT

Neben Hochtemperatur-Elektrolyse können Sachsen dank Schweizer Technik nun auch alkalische Wasserstoff-Erzeugung anbieten Dresden, 12. Januar 2021. Um das eigene Produktportefeuille zu erweitern und ihren Kunden mehr technologische Lösungen für die Wasserstoff-Produktion anzubieten, hat Sunfire Dresden den Elektrolyseur-Anlagenbauer „IHT Industrie Haute Technology SA“ aus dem schweizerischen Monthey gekauft. Das hat Sunfire heute mitgeteilt.

Prototyp einer neuartigen Schwefelbatterie mit hoher Energiedichte im Batterie-Technikum von Fraunhofer Dresden. Foto: Fraunhofer IWS

„Energy Saxony“ will H2-Leuchttürme für Sachsen

Verband: Freistaat kann Hochburg für Akku-Recycling, Elektrolyseur-Bau und Wasserstoffwirtschaft werden Dresden, 27. November 2020. Sachsen könnte in den nächsten Jahren zu einem deutschlandweit führenden Standort für Batterie-Recycling, ökologische Wasserstoff-Erzeugung und den Elektrolyse-Anlagenbau aufsteigen. Das hat „Energy Saxony“-Chef Lukas Rohleder in Dresden eingeschätzt – der Branchenverband vernetzt rund 70 Unternehmen, Institute und Organisationen der sächsischen Energietechnikbranche. „Ich sehe auch gute Chancen, dass hier eine Fabrik für Batterien der nächsten Generation entsteht“, sagte er. Dies könne für viele neue Jobs im Freistaat sorgen.

Aleksandr Bashkatov vom Institut für Fluiddynamik des HZDR forscht an der Frage, warum in heutigen Elektrolyseuren die Wasserstoffbläschen so lange an den Elektroden kleben bleiben. Foto: HZDR/ Stephan Floss

Wasserstoffernte in der Schwerelosigkeit

Sächsische Forscher arbeiten an neuen Designs für Wasser-Spalter Dresden, 9. November 2020. Mit Wasser-Spaltversuchen in der Schwerelosigkeit wollen Forscherinnen und Forscher aus Sachsen neue Designs für Elektrolyseure finden, die Wasserstoff billiger und effektiver erzeugen als bisher übliche Anlagen. Für ihre Experimente haben sie nun den „Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2020“ in der Kategorie „Forschung und Entwicklung“ gewonnen. Das haben die TU Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mitgeteilt, die diese Versuche koordiniert hatte.

Industrieller alkalischer atmosphärischer Testelektrolyseur von Fraunhofer Dresden. Foto: Fraunhofer-IFAM

Mehr Wasserstoff durch Metallschaum-Elektroden

Fraunhofer Dresden arbeiten mit an einer neuen Generation von Gigawatt-Elektrolyseuren Dresden, 13. Oktober 2020. Mit neuartigen Elektroden aus Metallschäumen und Nickelnetzen wollen Dresdner Fraunhofer-Technologen gemeinsam mit Industriepartnern eine neue Generation besonders effizienter und preisgünstiger Alkali-Elektrolyseure für die Wasserstoffproduktion konstruieren. „Unser Ziel ist die Elektroden-Fließbandproduktion mit Robotern bei niedrigen Fertigungskosten“, erklärte Teamleiter Dr. Lars Röntzsch vom „Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung“ (Ifam) Dresden. Denn nur wenn es gelinge, solch eine billige Massenproduktion anzukurbeln, werde auch ein großindustrieller Einsatz von Wasserstoff-Technologien möglich. „Um vom Megawatt- in den Gigawatt-Bereich zu kommen, braucht man eine massive Parallelisierung von Elektrolyseuren“, ist er überzeugt.

Aus Kohle, Wasser und Strom werde Treibstoff: flüssige Fischer-Tropsch-Produkte, die Fraunhofer-Forscher in der IKTS-Testanlage synthetisiert haben. Foto: Jürgen Lösel für das Fraunhofer-IKTS

Wird Wasserstoff zur Job-Maschine?

Politiker und Forscher planen ein Kompetenzzentrum für Wasserstoff-Technologien – als Keimzelle für eine sächsische Brennstoffzellen-Industrie. Dresden, 11. Mai 2020. Ingenieure wie Politiker wollen die sächsischen Forschungsstärken rund um Brennstoffzellen, Hochtemperatur-Wasserzerlegung („Elektrolyse“) und andere Wasserstoff-Technologien ausbauen und in Tausende Industrie-Arbeitsplätze im Freistaat ummünzen. Sie planen daher ein Kompetenzzentrum für Wasserstofftechnologien. Das war bereits im Koalitionsvertrag verankert, nun nehmen die Planungen etwas konkrete Formen an. Das haben Oiger-Anfragen an die Ministerien für Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft und regionale Entwicklung sowie an Fraunhofer-Institute ergeben.

Aleksandr Bashkatov und seine Kollegen vom HZDR-Institut für Fluiddynamik, nutzen neben der Rasterkraft-Mikroskopie und Simulationen auch Laser, um Gasprozesse in Flüssigkeiten zu verstehen. Foto: Stephan Floss für das HZDR

Wasserzerleger für die Lausitz

Dresdner Forscher konstruieren alkalische Elektrolyseure für die Zeit nach dem Kohleausstieg Dresden, 9. Dezember 2019. Damit die Lausitz nach dem Kohleausstieg ein Pilotstandort für moderne Wasserstoff- und Energiespeichertechnologien wird, wollen Dresdner Forscher dort gemeinsam mit regionalen Partnern eine neue Generation von Elektrolyse-Anlagen entwickeln. Geplant ist eine Pilotanlage, die Wasser weit effektiver als heutige Elektrolyseure in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf angekündigt.

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Chlorfabrik soll mit Ökostrom-Spitzen Wasserstoff liefern

Im „H2 Flex“-Projekt im Bitterfeld erproben Ingenieure, wie sich die Netzprobleme der Energiewende durch Chemiewerke abfangen lassen Bitterfeld/Dresden, 10. November 2019. Nicht nur Großbatterien oder Pumpspeicherwerke, sondern auch ganze Chemiewerke könnten künftig als Energiespeicher dienen. Sie sollen die Energiespitzen und -täler abfangen, die durch Solar- und Windkraftanlagen entstehen, wenn zum Beispiel der Wind auffrischt oder abflaut beziehungsweise die Sonne mal hinter Wolken verschwindet und dann wieder auf die Solarpaneele strahlt. Im Projekt „H2 Flex“ wollen nun mitteldeutsche Ingenieure diese Speichertechnik mit einem 30-Megawatt-Chlor-Elektrolysewerk des „Nouryon“-Konzern in Bitterfeld erproben.

An der TU Dresden mitentwickelt: Wasserstoff-Tank für BMWs. Foto: Heiko Weckbrodt

Mehr Schub für Wasserstoff-Technik gefordert

200 Experten debattieren in Dresden über eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende Dresden, 4. November 2019. Deutschland droht den internationalen Anschluss in der Wasserstofftechnologie zu verlieren. Davor haben Vertreter des mitteldeutschen Wasserstoff-Forschungsverbundes „Hypos“ im Vorfeld ihrer Fachkonferenz in Dresden gewarnt. Nachbarländer wie die Niederlande und Tschechien seien da schon deutlich weiter.