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Dresdner arbeiten mit an ostdeutschem Wasserstoff-Flugzeug

Die Grafik zeigt, wie der künftige Wasserstoff-Flieger etwa aussehen und wo der H2-Tank platziert werden soll. Visualisierung: SaxonHy: CAD-Modell von APUS, Skizzen von ILK/ TUD

Die Grafik zeigt, wie der künftige Wasserstoff-Flieger etwa aussehen und wo der H2-Tank platziert werden soll. Visualisierung: SaxonHy: CAD-Modell von APUS, Skizzen von ILK/ TUD

Uni und Firmen entwickeln H2-Tank für geplanten Apus-Flieger

Dresden/Strausberg, 1. August 2022. Leichtbau-Experten aus Sachsen arbeiten an einem ostdeutschen Wasserstoff-Flugzeug mit. Konkret entwickelt ein Konsortium aus Dresden einen leichten Wasserstoff-Tank für das Experimental-Flugzeug Apus i-5 „H“, das die Strausberger Firma Apus seit 2019 gemeinsam mit Rolls-Royce konzipiert. Das hat das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden mitgeteilt, das zu den den Forschungspartnern des Projektes „Systemintegrierte H2-Drucktank-Baugruppen für Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt und für Zubringerflugzeuge“ (Saxonhy) gehört.

Hohe Energiedichte und wenig Bauraum im Fokus

Saxonhy fokussiert sich damit auf ein zentrales Problem alternativer Energiequellen für Flugzeuge: Weder Akkus noch Wasserstoff erreichen bisher die Energiedichte von Kerosin. Um Wasserstoff für Brennstoffzellen-Antriebe oder H2-Motoren beziehungsweise-Turbinen in ausreichenden Mengen mitzuführen, sind neue Speicher-Konzepte gefragt. Das Saxonhy-Konsortium will daher einen möglichst leichten und doch sicheren Wasserstoff-Tank entwickeln, der in die Tragfläche des künftigen Apus-Fliegers passt, wenig Bauraum braucht und auf eine möglichst hohe Speicherdichte pro Kilogramm kommt. Auch ein Luftfahrt-Zulassungskonzept für solche Wasserstofftanks gehört zu dem Vorhaben.

Auf sächsischer Seite beteiligen sich daran neben dem ILK das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik (ILR) und das Institut für Energietechnik (IET) der TU Dresden, das Leichtbau-Zentrum Sachsen sowie die Unternehmen „East-4D Carbon Technology“, Cotesa Mittweida und IMA Materialforschung und Anwendungstechnik Dresden.

Autor: hw

Quelle: ILK