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VW steigert Elektroauto-Produktion in Zwickau

Wo ist der Platz des Menschen in der hochautomatisierten Elektroauto-Produktion? Hier ein Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Blick in die Montage des neuen ID-Stromers im Werk Zwickau von Volkswagen Sachsen. Foto: Oliver Killig für VW Sachsen

Ab April dritte Schicht in zweiter Fabrikhalle

Zwickau, 25. Februar 2021. Volkswagen will ab Sommer rund 1400 Elektroautos einer neuen Generation in seinem Werk in Zwickau bauen und fährt deshalb nun dort die Produktion weiter hoch. Das geht aus einer Mitteilung von VW Sachsen hervor.

Demnach hat das Unternehmen eine weitere Montagehalle für die ID-Autos umgerüstet. Seit Oktober 2020 fährt in der „Halle 6“ die Fertigung hoch. Ab April 2021 soll eine dritte Schicht folgen.

„Kammlinie in Sicht“

„Wir sind enorm gut ins Jahr gestartet und steigern jede Woche die Stückzahlen“, schätzte der neue Chef von VW Sachsen, Stefan Loth, ein. „Die geplante Kammlinie ist schon in Sichtweite.“

Sachsen bauen bald auch Elektroautos für Audi und Seat-Tochter Cupra

Nach dem ID 3 und dem SUV-Kastenwagen ID4 will das Unternehmen in Zwickau demnächst weitere Elektroauto-Modelle auch jenseits der Marke VW in die Produktion überführen. Dazu gehören in den nächsten Monaten auch E-Autos der VW-Tochter Audi und der Seat-Tochter Cupra.

Zielkapazität: 300.000 E-Autos pro Jahr im Werk Mosel

Volkswagen hatte sein Werk in Zwickau-Mosel als erste Fabrik im Konzern mit einem Aufwand von rund 1,2 Milliarden Euro vollständig auf die Produktion von Elektroautos einer neuen Generation umgerüstet. Dafür wurden etwa 8000 Mitarbeiter umgeschult. Die Umbauten sollen Ende 2021 abgeschlossen sein. Ab 2022 will VW dann auf die neue volle Produktionskapazität von 300.000 E-Autos kommen. „Der Standort wird damit zum größten und leistungsfähigsten E-Auto-Werk Europas und übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Transformation des weltweiten Produktionsnetzwerks von Volkswagen“, hieß es vom Unternehmen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: VW