NewsWirtschaftzAufi

Deutsche Digitalwirtschaft wächst nach Corona-Schock

Bosch bündelt seine Software-Entwicklung für Autos. Foto: Bosch
Software-Entwicker bei Bosch. Foto: Bosch

Bitkom erwartet 2,7 % Umsatzwachstum, Jobmotor dreht sich aber langsamer

Berlin, 13. Januar 2021. Die informationstechnologische Wirtschaft in Deutschland hat den ersten Corona-Schock mit seinen Ausgangssperren und unterbrochenen Liefersträngen überwunden und wird im Jahr 2021 voraussichtlich 2,7 Prozent mehr Umsatz machen als im Coronajahr 2020. Das hat der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ aus Berlin eingeschätzt. Allerdings entstehen in den deutschen Elektronikunternehmen und Softwareschmieden weniger neue Jobs als früher: „nur“ rund 20.000 statt 58.000 im Vor-Corona-Jahr 2019.

Geschäftsklima in der deutschen Digitalwirtschaft laut Bitkom (blau) und das Geschäftsklima in der gesamten deutschen Wirtschaft laut Ifo (schwarz) im Vergleich. Grafik: Bitkom
Geschäftsklima in der deutschen Digitalwirtschaft laut Bitkom (blau) und das Geschäftsklima in der gesamten deutschen Wirtschaft laut Ifo (schwarz) im Vergleich. Grafik: Bitkom

Digitalisierung in der Pandemie beschleunigt

„Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in vielen Bereichen beschleunigt“, schätzte Bitkom-Präsident Achim Berg ein. „Wirtschaft, Staat und Verbraucher investieren in digitale Technologien, auch zwischenzeitlich aufgeschobene Investitionen werden jetzt nachgeholt. Die Bitkom-Branche ist bislang gut durch die Krise gekommen. Für 2021 stehen die Zeichen wieder auf Wachstum.“

Umsatz- und Jobprognosen in der deutschen Digitalwirtschaft für das Jahr 2021. Grafik: Bitkom
Umsatz- und Jobprognosen in der deutschen Digitalwirtschaft für das Jahr 2021. Grafik: Bitkom

Unterhaltungselektronik-Branche auf Talfahrt

Wachstumstreiber sind laut Verbandsprognose die Hardware-Hersteller (+ 4,2 Prozent) und die Softwarebranche (+ 4,1 Prozent). Die Telekommunikations-Unternehmen wachsen dagegen nur leicht (+ 1 %), die Unterhaltungselektronik-Branche bleibt weiter auf Talfahrt (- 2%).

Nur noch 3,9 % Weltmarktanteil erwartet

Weltweit spielt die deutsche Digitalwirtschaft freilich eine immer geringere Rolle und steht nur noch für 3,9 Prozent der globalen Umsätze. „Die Tendenz ist rückläufig, weil die Investitionen und Ausgaben in anderen Ländern schneller wachsen, besonders im asiatischen Raum“, hieß es vom Bitkom. „Wachstumsspitzenreiter sind Indien (+13,5 Prozent) und China (+7,1 Prozent).“

Autor: hw

Quelle: Bitkom

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger