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Navirechner absolvieren Weltraum-Härteprobe in Coswig

Navigationsempfänger von RUAG Space bestimmen die Position von Sentinel-Satelliten (hier in der Visualisierung der Sentinel 3) des europäischen Erdbeobachtungprogramms. Visualisierung: ESA, Pierre Carril.
Navigationsempfänger von RUAG Space bestimmen die Position von Sentinel-Satelliten (hier in der Visualisierung der Sentinel 3) des europäischen Erdbeobachtungprogramms. Visualisierung: ESA, Pierre Carril.

Schweizer Konzern Ruag baut seinen Standort in Sachsen aus

Coswig, 19. September 2019. Der Schweizer Technologiekonzern Ruag stärkt seinen Standort in Sachsen: In Coswig testet das Staatsunternehmen derzeit Navigationscomputer für die Raumfahrt, zum Beispiel für den Umweltsatelliten „Sentinel“ der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Die sächsischen Ingenieure simulieren dabei in Vakuumkammern die Bedingungen, unter denen die Bordelektronik im All weiter funktionieren muss.

Bordcomputer für Umweltsatelliten

Die Navigationsrechner bestimmen die Position der Satelliten zentimetergenau, damit deren Messdaten präzise ausgewertet werden können. Die Ruag-Ingenieure in Wien haben diese Systeme entwickelt, die Sachsen testen sie nun „im Thermalvakuum unter Weltraumbedingungen“.

Peter Guggenbach leitet die Raumfahrttechnik-Sparte von Ruag. Foto: Ruag Space
Peter Guggenbach leitet die Raumfahrttechnik-Sparte von Ruag. Foto: Ruag Space

Schweizer etablieren Elektronikzentrum in Sachsen

„Wir sehen eine sehr große Nachfrage nach unseren Navigationsrechnern“, erklärte Peter Guggenbach, der Chef der Ruag-Raumfahrtsparte. „Daher nutzen wir nun auch unseren deutschen Standort für die Fertigstellung von Weltraumelektronik und wollen unsere Kompetenzen in Sachsen mit einem Elektronik-Zentrum ausbauen.“ Zudem sei die Region Dresden eines der europäischen Kompetenzzentren im Bereich Mikroelektronik. „Für uns ist es daher sehr attraktiv in Sachsen unsere Aktivitäten im Bereich Elektronik auszuweiten.“ Auch biete Sachsen mit „Silicon Saxony“, der ansässigen Automotive-Industrie und dem akademischen Umfeld ideale Voraussetzungen für weiteres Wachstum.

Die Ruag-Fabrik in Coswig wurde 1996 als „Hoch Technologie Systeme GmbH“ gegründet und beschäftigt inzwischen 37 Mitarbeiter.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger