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Immer mehr Hochschul-Wissenschaftler durch Drittmittel finanziert

In dieser sogenannten Target-Kammer im Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen des HZDR trifft der Lichtstrahl des Hochleistungslasers auf den Elektronenstrahl des ELBE-Beschleunigers. Ziel ist die Erzeugung brillanter Röntgenstrahlung. Foto: HZDR/Frank Bierstedt
Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Anteil stieg deutschlandweit innerhalb von zehn Jahren von 20 auf 26 %

Wiesbaden, 30. April 2018. Deutschlandweit spielen zusätzlich eingeworbene externe Gelder – die sogenannten Drittmittel – eine wachsende Rolle für den akademischen Betrieb: Etwa ein Viertel (26 %) des wissenschaftlichen Hochschulpersonals finanzierte sich im Jahr 2016 aus solchen Quellen jenseits der öffentlichen Grundfinanzierung. Zehn Jahre zuvor waren es erst 20 %. Das teilte das statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mit.

In Sachsen finanziert sich ein Drittel des wissenschaftlichen Hochschulpersonals durch externe Quellen

Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern: „In Bremen wurden 2016 mit 40 % der höchste Anteil des Personals im wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich über Drittmittel finanziert, gefolgt von Sachsen mit 36 %“, teilten die Bundesstatistiker mit. „Den geringsten Anteil an drittmittelfinanziertem Personal wies Sachsen-Anhalt mit 16 % auf.“ Generell seien diese Drittmittelquoten aber in allen Bundesländern gestiegen.

Mehr Spielraum – aber oft nur befristete Arbeitsverträge

Als Drittmittel verstehen die Statistiker „Gelder, die die Hochschulen zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt von öffentlichen oder privaten Stellen einwerben“. Das können Entwicklungs-Auftrage aus der Wirtschaft sein, aber beispielsweise auch Stipedien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder Sonderprojekte des Bundes sein. Unterm Strich ergeben sich daraus mehr Forschungs-Spielräume und Personal für die Unis. Zugleich aber sind diese Stellen zumeist befristet, weil auch die finanzierten Forschungs-Projekte eine begrenzte Dauer haben.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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