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HTW Dresden eröffnet neue Teststrecke für Roboterautos

Die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange hat in der HTW Dresden eine Datenbrille aufgesetzt, um die erweiterte Realität in einem von den HTW-Ingenieuren aufgerüsteten BMW i3 zu genießen. Zusätzlich zur realen Umgebung sieht man mit solchen "Augmented Reality"-Lösungen (AR) Gefahrenstellen voraus - selbst Unfallgefahren, die noch unsichtbar hinter der nächsten Ecke lauern. Foto: Heiko Weckbrodt

Die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange hat in der HTW Dresden eine Datenbrille aufgesetzt, um die erweiterte Realität in einem von den HTW-Ingenieuren aufgerüsteten BMW i3 zu genießen. Zusätzlich zur realen Umgebung sieht man mit solchen „Augmented Reality“-Lösungen (AR) Gefahrenstellen voraus – selbst Unfallgefahren, die noch unsichtbar hinter der nächsten Ecke lauern. Foto: Heiko Weckbrodt

Autonomes Fahren und AR-Konzepte im Fokus

Dresden, 20. Juni 2017. Eine neue Teststrecke für autonomes Fahren hat die „Hochschule für Technik und Wirtschaft“ (HTW) Dresden nun in Betrieb genommen. „Wir möchten dort das vernetzte und automatische Fahren testen“, erklärte Projektleiter Prof. Toralf Trautmann. „Wir konzentrieren uns dabei auf den innerstädtischen Verkehr und nicht auf das autonome Fahren auf der Autobahn wie andere Kollegen.“

Ingenieure testen mit elektrischen und hybriden Autos

Die HTW-Ingenieure haben für ihre Testfahrten bereits einen Renault Twizy, elektrische i3s von BMW, den hybriden Sportwagen i8 und weiteren moderne Autos zur Verfügung. Die Teststrecke selbst ist 50 mal 70 Meter groß und enthält auch natürliche Sichthindernisse, wie in einer Innenstadt üblich. Vorher befanden sich hier alte HTW-Baracken, die Bagger ab dem Januar 2017 abgerissen hatten, um dann das testfeld anzulegen. Das hat – inklusive Abriss – insgesamt rund 1,3 Millionen Euro gekostet, wie Prof. Trautmann von der HTW- Fakultät Maschinenbau mitteilte.

Unsichtbare Gefahren für den Fahrer sichtbar machen

Ein weiterer Test-Schwerpunkt sind Konzepte, um Fahrern per Datenbrille wichtige Verkehrs-Zusatzinformationen mit Computerhilfe in dessen Sichtfeld einzublenden („Erweitere Realität“ beziehungsweise Augmented Reality = AR). So kann der Bordrechner beispielsweise für den Fahrer Hindernisse und Gefahrenstellen anzeigen, die – für das menschliche Auge unsichtbar – hinter der nächsten Ecke lauern. Auch vollautomatisierte Testverfahren für Fahrerassistenzsysteme – als Zwischenstufe zum autonomen Fahren – werden im benachbarten Kfz-Technikum der HTW entwickelt.

Holperpiste wird in Schnorrstraße gemessen

Dort befinden sich auch Prüfstände, die mittels Hydraulik üble Holperpisten wie die Dresdner Schnorrstraße für Fahrtests simulieren. Und mit einem speziellen Crashtest-Dummy können die Ingenieure nun genauer ermitteln, welche Verletzungen ein Autoinsasse bei Unfällen erfährt.

Selbst die Crashtest-Dummies waren mit Feuereifer dabei und ließen während der Wissenschaftsnacht 2017 sich in der HTW Dresden immer wieder gegen die Wand schleudern. Foto. Heiko WeckbrodtSelbst die Crashtest-Dummies waren mit Feuereifer dabei und ließen während der Wissenschaftsnacht 2017 sich in der HTW Dresden immer wieder gegen die Wand schleudern. Foto. Heiko Weckbrodt

Selbst die Crashtest-Dummies waren mit Feuereifer dabei und ließen während der Wissenschaftsnacht 2017 sich in der HTW Dresden immer wieder gegen die Wand schleudern. Foto. Heiko Weckbrodt

Zur Wissenschaftsnacht 2017 konnte die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) das neue Versuchsfeld vorab abfahren: in einem i3 und mit einer Datenbrille auf der Nase. hw

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