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Dresdner Sinfoniker reisen zu Wurzeln der Roma-Kultur

Roma-Musiker. Foto: Markus Rindt

Roma-Musiker. Foto: Markus Rindt

Musikalisches Werk über Rajasthan hat Ende März in Dresden Premiere

Dresden/Jaipur, 18. Februar 2017. Zu den Ursprüngen der Roma führt ab März eine neue multimediale Reise der Dresdner Sinfoniker. Nachdem sie musikalisch-interkulturell schon den Spuren der Maya und Armenier gefolgt waren, brechen sie diesmal gemeinsam mit der „Marc Sinan Company/YMUSIC“ ins legendenumrankte indische Rajasthan auf. Der Musiker Marc Sinan spürt in der Gemeinschaftsproduktion „I EXIST – nach Rajasthan“ den eigenen Wurzeln in der Roma-Kultur nach, mischt „ein Amalgam aus „dokumentarischem Video- und Tonmaterial eigener zeitgenössischer Musik“, wie er selbst erklärt.

Werbevideo (Dresdner Sinfoniker):

Künstler wollen Traumteppich aus Wissenschaft, Musik und Tanz weben

„Rajasthan, der sagenumwobene Ursprungsort des Volks der Sinti & Roma, ist der Ausgangspunkt für eine vielfältige Geschichte über Zugehörigkeit“, erklären Sinfoniker-Intendant Markus Rindt und Marc Sinan ihr Projekt. „Die auf die Bühne und darüber hinaus transportierte Reise webt einen Traumteppich aus Wissenschaft, Musik, Tanz, Bildender, Darstellender und Videokunst, um herauszufinden, wer die wahren Nomaden des 21. Jahrhunderts sind – wer wir sind.“ Sie wollen sich multimedial auch mit der Wahrnehmung der wandernden Sinti und Roma auseinandersetzen, die in Europa als Zigeuner mal misstrauisch betrachtet, mal wegen ihrer Musik geliebt und dann wieder aus rassistischen Motiven getötet wurden.

Markus Rindt ist der Intendant der Dresdner Sinfoniker. Foto: privat

Markus Rindt ist der Intendant der Dresdner Sinfoniker. Foto: privat

Die Premiere ist für den 31. März 2017 im Festspielhaus Hellerau geplant. Danach ist das Werk am 2. April im „Radialsystem V“ in Berlin zu hören und sehen, am 3. April in München in der „whiteBox“ – Beginn ist jeweils 20 Uhr.

-> Weitere Informationen und Kartenbestellungen sind hier im Internet verfügbar.

Von der Maya-Apokalypse bis zu Atomschlag gegen Hiroshima

In der Vergangenheit hatten die Dresdner Sinfoniker bereits mehrfach durch ungewöhnliche Projekte auf sich aufmerksam gemacht. Dabei setzten sie meist auf das Zusammenspiel mehrere Sinne und Genres, beschäftigten sich mal mit der erwarteten Maya-Apokalypse Ende 2012, mal mit dem Völkermord an den Armeniern, ein andermal inszenierten sie einen Manga über die atomare Zerstörung Hiroshimas als visuell-musikalisches Gesamtkunstwerk.

Autor: Heiko Weckbrodt

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