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Leuchtende Fliege aus organischer Elektronik

Die leuchtende "Nachtfliege" aus leuchtender organischer Elektronik vom Fraunhofer-FEP und den Designerinnen Mareike Gast + Kathi Stertzig. Foto: Adrian Nießler / Pixelgarten

Die leuchtende „Nachtfliege“ aus leuchtender organischer Elektronik vom Fraunhofer-FEP und den Designerinnen Mareike Gast + Kathi Stertzig. Foto: Adrian Nießler / Pixelgarten

Fraunhofer-Ingenieure und Designer wollen zeigen, was mit flexiblen Schaltkreisen möglich ist

Dresden/München, 11. März 2016. Mit einer organisch leuchtenden Kunstfliege und anderen Insekten aus biegsamer Elektronik wollen Fraunhofer-Forscher und Designer aus Dresden, Potsdam und Frankfurt am Main zeigen, welches Potenzial organische Schaltkreise und Leuchtdioden (OLEDs) haben. Auf der LOPEC-Messe (6.-7. April 2016) in München werden sie unter anderem eine etwa handflächengroße „Nachtfliege“ vorführen. Deren leuchtender Körper besteht aus geschwungenen OLED-Polymerteilen, die die Fraunhofer-Ingenieure in einer Pilotanlage hergestellt, veredelt und zusammengefügt haben. „Wir wollen damit demonstrieren, welche Kompetenzen es hier in Ostdeutschland gibt und welches Anwendungen durch flexible organische Elektronik möglich werden“, sagte Sprecherin Ines Schedwill vom Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) in Dresden.

"Mondfalter" (Fraunhofer IAP. Konzeption und Design: Mareike Gast + Kathi Stertzig). Foto: Adrian Nießler / Pixelgarten

„Mondfalter“ (Fraunhofer IAP. Konzeption und Design: Mareike Gast + Kathi Stertzig). Foto: Adrian Nießler / Pixelgarten

Mondfalter zeigt leuchtende Äderchen

Leider könne die Fliege noch nicht fliegen, sondern sehe „nur“ schön aus und leuchte, räumte Ines Schedwill auf Oiger-Nachfrage ein. „Aber wer weiß: Das kann ja noch werden“, sagte sie. Ein weiteres Exponat auf der Messe wird ein weißer „Mondfalter“ aus gefalteten Papier sein, durch den ein feines Adermuster hindurch schimmert. „Im Mondfalter werden zwei verschiedene Technologien der flexiblen Elektronik vereint”, betonte Dr. Armin Wedel vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) aus Potsdam. Der Entwurf der organisch-elektronischen Insekten kam von den hessischen Designerinnen Mareike Gast und Kathi Stertzig.

Detail der "Nachtfliege" im ausgeschalteten Zustand. Foto: Adrian Nießler / PixelgartenDetail der "Nachtfliege" im ausgeschalteten Zustand. Foto: Adrian Nießler / Pixelgarten

Detail der „Nachtfliege“ im ausgeschalteten Zustand. Foto: Adrian Nießler / Pixelgarten

Bund fördert Projekt mit 1 Million Euro

Die insektoiden Demonstratoren sind Teil des Projektes „flex+ Open Innovation“. Das Bundesforschungsministerium fördert dieses zweijährige Projekt mit einer Million Euro. Ein wichtiges Ziel dabei sei es, „das enorme Potenzial der flexiblen Elektronik in Anwendungen zu überführen“, teilte das FEP mit. Ob aus der künstlichen Leuchtfliege irgendwann mal eine Designer-Lampe wird, ließ Instituts-Sprecherin Ines Schedwill indes offen. hw

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