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Quantenmagie & Superlaser: Forschungszentrum Rossendorf öffnet Labore

Dr. Wolfgang Seidel überprüft die optische Strahlführung in der Spiegelkammer 1 des Freie-Elektronen-Lasers, Foto: Frank Bierstedt, HZDR

Dr. Wolfgang Seidel überprüft die optische Strahlführung in der Spiegelkammer 1 des Freie-Elektronen-Lasers, Foto: Frank Bierstedt, HZDR

Wissenschaftler erwarten morgen Tausende Besucher zum Labortag

Dresden-Rossendorf, 23. Mai 2014: Dank Quantenmagie Dinge schweben lassen, Bodenschätze erbuddeln, Laser-Rätesel lösen und vieles mehr können Forschungs-Interessierte heute von 10 bis 16 Uhr zum Tag des offenen Labors im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Die Wissenschaftler rechnen mit mehreren Tausend Besuchern – darunter auch vielen Kindern. „Wir haben allerlei Neues im Programm und auch viele Angebote für Kinder ab dem Kita-Alter“, kündigte HZDR-Sprecherin Christine Bohnet an.

Großforschungsanlagen zu besichtigen

Dr. Marc Uhlarz führt ein Supraleit-Möbiusband vor. Foto: Jochen Grebing, HZDR

Dr. Marc Uhlarz führt ein Supraleit-Möbiusband vor. Foto: Jochen Grebing, HZDR

So bekommen die Dresdner und andere Gäste an diesem Tag die seltene Gelegenheit, weltweit einzigartige Großforschungs-Anlagen wie den Elektronenbeschleuniger ELBE oder das europaweit führende Hochfeld-Magnetlabor samt der neuen Kondensatorbank auf dem ausgedehnten Campus an der Bautzner Landstraße 400 zu besichtigen.

In der ebenfalls neuen Helium-Verflüssigungsanlage gibt es einen Ballon-Flugwettbewerb, an einer Bergbau-Station können Kinder Bodenschätze ausgraben und im Rechenzentrum dürfen Jet-Piloten in spe mit Supercomputer-Hilfe Flugsimulatoren ausprobieren.

Buchstaben-Rätsel mit Peneleope und Draco

Zwischen den neuen Super-Lasern „Draco“ und „Penelope“, mit denen die Forscher derzeit in die Petawatt-Klasse vorstoßen, dürfen die Besucher zwar aus Sicherheitsgründen nicht herumscharwenzeln. Aber die Ingenieure haben in den Laserlaboren Web-Kameras aufgebaut, die mit Bildschirmen draußen gekoppelt sind, auf denen Rätsel-Fans dann Buchstaben-Codes suchen sollen. Auch Krebstherapie-Forschung, Kerntechnik, Schülerlabore und viele, viele andere Stationen laden zum Schauen und Mitmachen ein.

Video über das Hochfeld-Magnetlabor (HZDR):

Android-App hilft bei Navigation durchs Programm

Auch für Kinder haben die Forscher viele Angebote vorbereitet. Foto: HZDR

Auch für Kinder haben die Forscher viele Angebote vorbereitet. Foto: HZDR

Im Begleitprogramm gibt es Musik, Clownerien und Zauberei, außerdem Vorträge über „Spinwellen“ (11 Uhr), Bioanalytik-Firmen (13 Uhr) und unseren künftigen Umgang mit den radioaktiven Hinterlassenschaften von Kernkraftwerken (14 Uhr).

Weil die Offerten so umfangreich sind, bieten die Helmholtz-Forscher auch eine App für Android-Telefone mit einer interaktiven Karte und einer Programmübersicht. Zwei gratis nutzbare Busse pendeln im Halbstundentakt zwischen dem Ullersdorfer Platz und dem Forschungszentrum. Denn der Andrang dürfe groß sein: Beim öffentlichen Labortag 2012 hatte das HZDR rund 3500 Besucher gezählt.

Autor: Heiko Weckbrodt

-> Das vollständige Programm gibt es hier

 

Zum Weiterlesen:

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