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„Fonepad 6“ zeigt Vorteile der asiatischen „Phablet“-Klasse

Kann per Fingergesten oder mit dem Digi-Stift bedient werden: Das "Fonepad Note 6" von Asus ist eine Zwischenform aus Smartphone und Tablet. Foto: Heiko Weckbrodt

Kann per Fingergesten oder mit dem Digi-Stift bedient werden: Das „Fonepad Note 6“ von Asus ist eine Zwischenform aus Smartphone und Tablet. Foto: Heiko Weckbrodt

XXL-Smartphone von Asus hat auch einen Digi-Stift an Bord

Tablettrechner und Computertelefone sind beliebt, die Kaufentscheidung oft eine Glaubensfrage: Großer Bildschirm oder kleiner? Markengerät oder nicht? Apple- oder Android-Welt? Fingerwischerei oder Digitalstift? Einen Kompromiss verspricht da das „Fonepad Note 6“ des taiwanesischen Elektronikkonzerns Asus. Das nämlich gehört mit seinem 6-Zoll-Bildschirm zur – vor allem in Asien sehr beliebten – Geräteklasse der „Phablets“, einer Zwischenform zwischen Smartphone und Tablet und weist eine Besonderheit auf: Es kann sowohl mit Fingergesten bedient werden oder mit einem Stift (Stylus), der sich insbesondere für digitale Zeichnungen eignet.

Gut fürs eBuch-Lesen und Video-Glotzen

In Europa sind diese Zwischenformen noch eher selten anzutreffen, insofern erst mal gewöhnungsbedürftig. Aber nach einiger Nutzung zeigen sich rasch die Vorteile: Das Notepad passt in Jackettaschen und ist daher klein genug, um es ständig mit sicher herumzutragen, zumal man damit – anders als mit den meisten Tablets – auch telefonieren kann. Andererseits ist es mit seinem 6-Zollbildschirm sehr nahe an einem „iPad Mini“ oder dem kleinen „Kindle Fire HD“. Was heißt: Man kann darauf eBücher schmökern, Filme ansehen und – mit gewissen Abstrichen – auch Digitalzeitungen lesen, ohne (wie beim Smartphone) Augenkrebs zu bekommen. Mit 210 Gramm ist es zudem gerade noch leicht genug, um anstelle eines Smartphones durchzugehen.

Gute Kamera, kräftiger Akku

Auch Bedienfreundlichkeit und Ausstattung sind okay: Asus hat das schon recht ausgereifte Android-Betriebssystem 4.2 aufgespielt, dem Fonepad auch eine recht gute Kamera und ein angenehmes HD-Display mit 1920 mal 1080 Punkten Auflösung spendiert. Auch GPS, WLAN, Bluetooth 3 und HSDPA-Empfänger sind an Bord. Der 3200-mAh-Akku reicht – je nach Nutzung – durchaus über eine Woche lang.

Video (hw):

Android geht mit Intel-Atom fremd

Für ein Android-Gerät eher ungewöhnlich ist die Ausstattung mit einem Intel-Atom—Chip (2 GHz) statt ARM-Prozessor. Aber der Atom macht seine Sache recht gut: Im plattformübergreifenden „Futuremark“-Test („Icestorm Extreme“) kommt das Fonepad auf 4361 Punkte, was zwar nicht ans iPhone 5s mit seinen knackigen 10.435 Punkten herankommt, für die Smartphone-Tablet-Welt aber schon ein recht ordentlicher Wert ist.

Schließlich sei noch als Schmankerl der – im Fonepad versenkbare – Stylus-Stift erwähnt, wie er einst für frühere Tablet-Generationen üblich war: Mit ihm lassen sich vor allem Zeichnungen und Skizzen viel präziser als mit dem Finger erstellen – das braucht nicht jeder, ist aber als Zusatz-Bedienoption ein schönes Extra. Übrigens merkt das Fonepad, wenn man den Stylus längere Zeit nicht wieder eingesteckt hat und bietet dafür sogar eine Ortungsfunktion per „Google Maps“ an.

Fazit: interessante Alternative

Ich kenne manch junge Dame (Hallo Jana!), der schon der Bildschirm des Samsung Galaxy zu groß ist, insofern sind Phablets sicher nicht jedermanns Sache. Das Konzept hat aber zweifellos seinen Reiz und gerade das Fonepad ist ein runder und interessanter Kompromiss zwischen Tablet-Schlepperei und Smartphone-Piepselbildschirm. Autor: Heiko Weckbrodt

Fonepad Note 6“ (Asus), Phablet (halb Smartphone, halb Tablet), ca. 320 Euro
 

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