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„Enders Game“: Militär stiftet Kinder zu tödlichem Spiel an

Ender (Asa Butterfield), der zerstörerische Weltenretter. Foto: Constantin

Ender (Asa Butterfield), der zerstörerische Weltenretter. Foto: Constantin

Nach Alien-Invasion haben Admirale auf der Erde das Sagen

In ferner Zukunft wird die Menschheit beinahe von einer außerirdischen Invasionsflotte überrollt, die nur durch einen „In letzter Minute“-Einsatz des mysteriösen Kampfpiloten Mazer Rackham (Ben Kingsley, „Iron Man 3“) aufgehalten wird. Seitdem herrscht das Militär diktatorisch auf der Erde, schürt die Angst vor einer neuen Invasion, bildet Kinder aus aller Welt als Kämpfer aus, immer nach der Suche nach einem neuen Mazer Rackham. Ender Wiggin (Asa Butterfield, „Hugo Cabret“) ist einer von ihnen – und nach Meinung von Colonel Hyrum Graff (Harrison Ford, „Stunde der Patrioten“, „Cowboy & Aliens“) der geborene Anführer der Menschenflotte. Der junge Ender trainiert auch wie ein Wilder – bis er die wahren Ziele des Colonels erkennt…

Werbevideo (Constantin):

Wie weit darf man gehen für einen Sieg?

Lustig tätowiert: Ben Kinsley trainiert die Kinder für den Genozid. Foto: Constantin

Lustig tätowiert: Ben Kinsley trainiert die Kinder für den Genozid. Foto: Constantin

Das nun fürs Heimkino erschienene Science-Fiction-Film „Enders Game“, der auf einem Roman von Orson Scott Card beruht, ist zweifellos spektakulär anzusehen, hat mit dem Nachwuchstalent Asa Butterfield und den Hollywood-Größen Ford und Kingsley auch ein Star-Aufgebot zu bieten. Regisseur Gavin Hood („X-Men Origins: Wolverine“ handelt die darin aufgeworfene zentrale Frage, wie weit man gehen darf, um einen Feind zu besiegen, allerdings etwas oberflächlich auf, gibt sich allzu sehr schicker Techno-Optik und Militaria-Begeisterung hin, da kann auch Butterfield sichtliches Bemühen um eine differenzierte Darstellung nicht viel retten.

Fazit: Chic, aber oberflächlich

Foto: Constantin

Foto: Constantin

Mehr Reflexion in der filmischen Verarbeitung des Plots hätte „Enders Game“ durchaus zu einem besonderen Werk machen können. Statt dessen ist daraus primär ein Film mit militaristischem Grundton und Begeisterung für Sci-Fi-Show ohne rechte Tiefe geworden. Angesichts mancher Parallelen zu „Starship Troopers“ mag man sich aber auch fragen, wie wohl ein Paul Verhoeven das Thema angegangen wäre. Autor: Heiko Weckbrodt

Enders Game – Das große Spiel“ (Constantin), Science-Fiction-Kriegsfilm, USA 2013, Regie: Gavin Hood, mit Asa Butterfield, Ben Kingsley, Harrison Ford, ca. 110 Minuten, FSK 12, DVD 13 Euro. Bluray 15 Euro

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