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Bericht: Samsung-Tochter will Dresdner Novaled kaufen

OLED-Leuchtkacheln aus Dresden. Abb.: Novaled

OLED-Leuchtkacheln aus Dresden. Abb.: Novaled

Seoul/Dresden, 2. April 2013: Die Samsung-Tochter Cheil Industries erwägt die Übernahme der Dresdner Organikelektronik-Firma „Novaled“. Das teilte die Nachrichtenagenteur Reuters unter Berufung auf eine Börsenmitteilung von Cheil und einen Bericht des südkoreanischen Portals „Money Today“ mit. Demnach würde Cheil über 200 Millionen Euro für das Dresdner Unternehmen bieten. Novaled-Sprecherin Anke Lemke erklärte auf DNN-Anfrage allerdings, man werde dazu „keinerlei Kommentar“ abgeben.

Zuvor hatte laut Reuters der südkoreanische Mischkonzern „Doosan“ Interesse an Novaled bekundet. Cheil Industries gehört zum südkoreanischen Technologiekonzern Samsung und ist in der Chemiebranche tätig. Novaled wiederum ist auf Schlüsselzutaten und Technologien für „Organische Leuchtdioden“ (OLEDs) spezialisiert und beliefert auch die Bildschirmsparte von Samsung.

Das Unternehmen wurde 2001 von der TU Dresden und dem Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) gegründet. Anteilseigner sind zahlreiche Investoren, darunter die „Samsung Venture Investment Corporation“. Durch den weltweiten OLED-Boom war Novaled in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Inzwischen beschäftigt die Firma rund 140 Mitarbeiter. 2011 realisierte sie einen Umsatz von 17,4 Millionen Euro und – erstmals – einen Gewinn in Höhe von 3,6 Millionen Euro. 2012 habe Novaled seinen Umsatz erneut gesteigert, sagte Lemke. Der neue Abschlussbericht liege aber noch nicht vor. Heiko Weckbrodt

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