Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schutz

Schloss, schlösser, schlüssel, kryptografie. Themenfoto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Eco: Verschlüsselungsverbot verstößt gegen Grundrechte

Kritik an Europol-Vorstoß gegen End-zu-End-Verschlüsselung Berlin/Den Haag, 26. April 2024. Gegen polizeiliche Hintertüren in der verschlüsselten Internet-Kommunikation hat sich „Eco“ in Berlin ausgesprochen. Der Internetwirtschaftsverband wendet sich damit Forderungen von Europol, Ermittlern einen Zugang zu illegal verschlüsselten Inhalten einzuräumen und eine „Ende zu Ende“-Verschlüsselung zu unterbinden.

In "3D-PAKtex" wollen Fraunhoferforscher und Industriepartner Feuerwehrleute durch neuartige Schutzanzüge vor PAK-Giften schützen. Foto: Veritas Medien GmbH, Blaulichtkanal via IWS

Neuer Schutzanzug soll Feuerwehrleute gegen PAK-Gifte feien

Fraunhofer-Strahlinstitut IWS aus Dresden entwickelt mit Industriepartnern intelligente Filter Dresden, 22. September 2023. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gelten als gesundheitsschädlich, insbesondere auch als potenzielle Krebserreger. Entstehen können die molekularen Verbindungen aus Kohlen- und Wasserstoffatomen beispielsweise bei Hausbränden, wenn etwa Matratzen, Vorhänge, Holzbalken, Kunststoff oder andere Gegenstände aus organischen Materialien brennen. Um die Feuerwehr vor diesen Risiken besser zu schützen, hilft das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden Partnern aus der Wirtschaft, neuartige Anti-PAK-Schutzanzüge zu entwickeln. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ bis Dezember 2023 mit 1,24 Millionen Euro.

Smartphone-Spiele sind besonders beliebt. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Auswirkungen des Smartphone-Trends auf die Handyhüllenindustrie

Der Aufstieg der Smartphones hat die Art und Weise, wie wir kommunizieren, arbeiten und unseren Alltag gestalten, revolutioniert. Mit der wachsenden Verbreitung von Smartphones hat sich auch die Nachfrage nach Zubehörprodukten wie Handyhüllen dramatisch erhöht. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die Auswirkungen des Smartphone-Trends auf die Handyhüllenindustrie und wie diese Branche von den Entwicklungen im Smartphone-Markt profitiert.

So sehen die "Guardians" aus, die in Regenwäldern mit Sensoren auf verdächtige Geräusche und Gerüche achten. Foto: Rainforest Connection

Künstliche Regenwald-Wächter erlauschen Kettensägen

Infineon und RFCx bauen autonome Sensorblumen für den Waldschutz München, 30. Dezember 2022. Um die großen erhaltenen Wälder weltweit besser gegen menschliche Zerstörer zu schützen, haben „Infineon“ und die Naturschutzorganisation „Rainforest Connection“ (RFCx) künstliche Wächter („Guardians“) entwickelt. Die bekommen neben hochempfindlichen Mikros nun auch Gassensoren. Darauf haben der deutsche  Chiphersteller in München und die RFCx hingewiesen.

Datenbrillen, Ohrschützer und andere digital unterstützte Assistenzsysteme sollen Autisten gegen Reizüberflutung schützen und ihnen ein strukturiertes Arbeiten ermöglichen. Foto: Heiko Weckbrodt

Digitaler Schutzschild für Autisten

„Autark“-System der TU Dresden soll empfindsamen Menschen helfen, mit Arbeitsalltag klarzukommen Dresden, 27. November 2022. Datenbrillen und Ohrschützern sollen Autisten künftig helfen, im Arbeitsalltag zurechtzukommen. Das tragbare Assistenzsystem soll Außengeräusche mindern, um eine Reizüberflutung zu verhindern, aber automatisch den Ton wieder hochregeln, wenn diese Menschen angesprochen werden. Daran arbeiten derzeit Informatiker an der Technischen Universität Dresden (TUD). Parallel dazu entwickeln sie einen intelligenten Modell-Arbeitsplatz, der autistischen Menschen dabei hilft, ihre Aufgaben zu planen und zu erledigen. Der Bund fördert dieses „Autark“-Projekt mit 1,276 Millionen Euro. Das hat der sächsische Bundestagsabgeordnete Markus Reichel (CDU) mitgeteilt.

Studentin Riya Thomas bemalt einen Impaktor. Die Striche sind wichtige für die spätere Auswertung der Fallexperimente mit Hochgeschwindigkeits-Kameras. Foto: Heiko Weckbrodt

Im Uni-Turm knallen Laster gegen Brücken

Dresdner Impakt-Forscher: Schon ein dünner Carbonbeton-Panzer kann Bauwerke besser gegen Unfälle, Terror und Hagel schützen Dresden, 24. August 2022. Was passiert, wenn ein Laster bei vollem Autobahntempo gegen einen Brückenpfeiler knallt? Oder Terroristen ein Flugzeug auf die Betonhülle eines Atomkraftwerks lenken? Und helfen die im Volksmund auch „Nestler-Legosteine“ genannten Betonklötzer vor dem Dresdner Striezelmarkt wirklich gegen einen heranrasenden Lkw – oder machen sie alles nur schlimmer? Weil niemand das live und in Farbe erleben will, klären Bauingenieure der TU Dresden eben solchen Fragen mit ausgesprochen dynamischen Experimenten lieber vorab: In einen DDR-Plattenbau am Zelleschen Weg haben sie 24, mit dem sie eben solche energiereichen Stöße gegen Betonbauteile nachstellen. Im Zuge dieser „Impaktforschung“ entwickeln nun wegweisende Konzepte für den Unfall-, Katastrophen- und Antiterror-Schutz – und ebnen ganz „nebenbei“ den Weg zu einer sparsameren und umweltschondenderen Bauweise.

Nomos-Chef Uwe Ahrendt. Foto: Nomos

Nomos begrüßt Bundes-Glashütteregel

Manufaktur-Chef: Verordnung bedeutet ein Mehr an Prestige für diesen besonderen Ort Glashütte, 13. Februar 2022. Die Manufaktur „Nomos“ hat die neue Glashütte-Verordnung, die nun auch der Bundesrat bestätigt hat, begrüßt. Laut dieser Verordnung dürfen nur Uhren als aus „Glashütte“ stammend bezeichnet werden, wenn sie zu mindestens 50 Prozent in dieser Stadt oder – bei einigen ausgewählten Fertigungsschritten – auch in Nachbarorten des Müglitztales beziehungsweise in Dresden hergestellt worden sind. Dieser nun zu Bundesrest gewordene Schutz sichere Arbeitsplätze und sei „ein Beispiel für den Erfolg traditioneller, aber stetig weiterentwickelter Handwerkskunst“, kommentierte der Glashütter Uhrenhersteller. Zuvor hatte schon Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) diesen Erfolg für die ostsächsische Uhrenindustrie begrüßt.

Doktorand Max Vater mustert einen Testcontainer im Institut für Wasserstoff- und Kernenergietechnik der TU Dresden, in dem sich erproben lässt, wie dicht verschiedene Werkstoffe und Konstruktionen Wasserstoff halten können. Foto: Heiko Weckbrodt

Mehr Schutz für Wasserstoff-Tanks von Brennstoffzellen-Autos

Die Expertise von Kerntechnik-Spezialisten der TU Dresden ist nun auch in der wachsenden Wasserstoff-Wirtschaft gefragt Dresden, 16. Februar 2021. Sicherheitsexperten der Technischen Universität Dresden (TUD) wollen Brennstoffzellen-Autos sicherer machen. Dafür entwirft der Nachwuchswissenschaftler Max Vater an der Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik von Prof. Antonio Hurtado nun neuartige Schutzhüllen für Wasserstoff-Tanks. Die sollen einerseits sehr leicht sein, andererseits aber auch so dicht und stabil, dass sie Explosionen selbst bei sehr schweren Unfällen verhindern oder zumindest dämmen. Die „Friedrich und Elisabeth Boysen-Stiftung“ fördert dieses Projekt „Sicherheitstechnische Konzeption von Sicherheitscontainern für H2-betriebene Fahrzeuge“ mit insgesamt 142.500 Euro.

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden hat für den Kampf gegen Corona ein Gesichtsschild entwickelt, der mit Lasern rasch und in einem Zuge aus einer Folien herausgeschnitten werden kann. Foto: IWS Dresden

Fraunhofer-Turbo für Corona-Visiere

Dresdner IWS-Forscher entwickeln Laserschnittmuster, um Gesichtsschilde ohne langsamen 3D-Druck in Massen zu produzieren. Dresden, 8. April 2020. Institute, Technologiefirmen und andere Engagierte haben zwar binnen weniger Tage mit 3D-Druckern und Laser-Schneidanlagen eine eigene Dresdner Produktion von Gesichtsvisieren aufgebaut, damit sich Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger in der Corona-Krise besser schützen können. Allerdings ist diese Produktionsmethode recht zähe: Jedes im 3D-Drucker erzeugte Bauteil braucht im Schnitt über eine Stunde, bis es fertig ist. Nun verpasst Fraunhofer Dresden der Gesichtsschild-Produktion einen Profi-Turbo.

Die drei Mikroskopaufnahmen zeigen, wie sich die Zellen im Epithelgewebe um ein Organ herum zu einer kaum noch durchdringbaren Schutzbarriere gegen Krankheitserreger zusammenfügen. Mikroskopaufnahmen: Oliver Beutel, MPI-CBG

Wie sich Organe ihren Schutzpanzer zusammenkleben

Dresdner Biologen finden Klebe-Prozess, der für den Abwehrmanzel von Herz, Niere & Co. Vor keimen zuständig ist Dresden, 6. November 2019. Um sich vor Keimen und Giften zu schützen, ummanteln sich das Herz, die Nieren und andere Organe im menschlichen Körper mit einem festverklebten Panzer aus sogenanntem „Epithelgewebe“. Das ist so dicht, das im besten Falle nicht einmal Moleküle mehr diese Barriere passieren können. Umgekehrt kann „der Verlust dieser Barriere durch das Eindringen von Krankheitserregern in unser internes System zu schweren Krankheiten führen“, betonen Forscher vom Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden. Sie haben nun den selbstorganisierenden Klebe-Mechanismus entziffert, durch den dieser Organpanzer entsteht.

Prof. Stefan Siegmund testet im Windkanal der TU Dresden seine Hurrikan-Schutzplanen am Hausmodell. Foto: heiko Weckbrodt

Mathe-Ass aus Dresden will US-Holzhäuser vor Hurrikanen retten

Prof. Siegmund gründet Firma für Sturm-Schutzplanen aus TU Dresden aus Dresden, 22. August 2018. Ein Dresdner Mathe-Professor hat Anti-Sturmnetze erfunden, die Hurrikans daran hindern können, die Dächer nordamerikanischer Holzhäuser abzureißen. Nachdem sich die biegsamen Druckanker im Windkanal der TU Dresden und in der stürmischen US-Praxis bewährt haben, gründet Prof. Stefan Siegmund nun eine Firma, die seine Erfindung verkaufen soll. „Wenn ich jemand gefunden hätte, der das übernimmt, hätte ich ihm das alles überlassen“, sagt der Forscher, der sich lieber weiter auf seine Mathematik konzentrieren würde. Das sei nicht gelungen. Damit seine zehnjährigen Forschungen an dem innovativen Hurrikan-Schutzsystem nicht für die Katz waren, setzt er nun eben auf eine Uni-Ausgründung.

Neues Kaspersky-Sicherheitspaket mit Internetbank-Schutz

So misslich es auch sein mag, sich überhaupt einen Computervirus einzufangen: Das wohl sensibelste Kettenglied für einen Privatanwender dürften Bankgeschäfte im Internet sein. Wer sich da eine Abhör-Wanze („Key Logger“) oder ähnliche Schädlinge unbemerkt eingehandelt hat, die dann PIN- und andere Eingaben ab Bösewichte weiterleiten, hat ganz schnell ein ganz ernstes Problem. Daher hat die russische Firma „Kaspersky“ in die neueste Version seines Sicherheitspakets „Kaspersky Internet Security 2013“ (im Kern Firewall plus Virenwächter) eine spezielle „Safe Money“-technologie eingebaut: Ruft der Nutzer eine bekannte Bank- oder eHandelsseite im Netz auf (weitere können manuell im Programm eingetragen werden), geht der Browser in einen Sicherheitsmodus, in dem das Online-Banking von anderen Internetaktivitäten abgeschottet wird. Als zusätzlich Sicherheitsvorkehrung kann der Surfer außerdem eine virtuelle Tastatur aufrufen, um Keylogger zu behindern.

Sicherheitsleck in Android-Handys: Avira stellt kostenlose Schutz-App bereit

Tettnang, 1. Oktober 2012: Die Sicherheits-Softwarefirma „Avira“ hat eine kostenlose App „Avira USSD Exploit Blocker“ in Googles Internetladen „Google Play“ eingestellt, die die jüngsten USSD-Angriffe gegen Android-Computertelefone unterbinden soll. Hintergrund: In den vergangenen Tagen war eine gravierende Sicherheitslücke im Android-Betriebssystem bekannt geworden, die anscheinend einen Großteil der Android-Smartphones betrifft. Durch die sogenannte USSD-Lücke können Angreifer durch Spezial-Codes auf die Idenifikationsnummern (IMEI) der Telefone zugreifen und dann per SMC, NFC oder präperierte Netzseiten das Handy lahmlegen beziehungsweise alle Daten löschen. Auch die Umleitung aller Telefonate auf teure Spezialnummern sei darüber möglich, so Avira. hw

Analyse: Die meisten Passwörter sind binnen zehn Minuten zu knacken

Frankfurt/M.: 77 der 100 am häufigsten verwendeten Passwörter sind in weniger als zehn Minuten mit simplen Internet-Programmen zu knacken. Zu diesem Schluss ist die Datensicherheitsfirma „Imperva“ nach der Analyse von knapp 100.000 Datensätzen gelangt. Damit habe sich die Passwortsicherheit in den vergangenen zwei Jahren kein Stücken verbessert.