Alle Artikel mit dem Schlagwort: Manufaktur

Dampfmaschine in einer Nussschale von 1893. Foto: Ralph Köhler für die SKD

Vom Berggeschrey zum Chip: 500 Jahre sächsische Industrietradition

Landesausstellung zeigt an sieben authentischen Schauorten die Boomphasen und Talfahrten der Wirtschaft in Sachsen Zwickau, 10. Juli 2020. Eine Dampfmaschine in der Nussschale, eine Maschinengewehr-Kamera und ein vibrierender, unermüdlich webender Textilmanufaktur-Saal sind nur einige der vielen technischen und künstlerischen Attraktionen, mit denen die heute in Zwickau eröffnete 4. Sächsische Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“ aufwartet. Bis zum 31. Dezember 2020 können die Besucher an sieben authentischen Schauorten den industriellen Weg Sachsens vom „Berggeschrey“ bis zur Gegenwart erleben und sehen.

Jungholz-Gründer Philipp Strobel mit seinem selbstentworfenen Coronavisier aus Holz. Foto: Heiko Weckbrodt

Jungholz Dresden spendet Anti-Corona-Visiere

Gesichtsschutz in Edelholz-Optik beliebt: Manufaktur hat schon 4000 Stück gefertigt Dresden, 30. Mai 2020. Seit „Jungholz“ einen Teil seiner Produktion auf Holzvisiere gegen Corona umgestellt hat, hat die Dresdner Manufaktur rund 4000 Bestellungen für diesen holzgerahmten Gesichtsschutz bekommen. 30 Stück hat „Jungholz“-Chef Philipp Strobel bereits an die Lebenshilfe und die Armenspeisung gespendet, weitere Visiere will er Anfang Juni spenden. Das hat das Unternehmen nun angekündigt.

Philipp Strobel hat aus Holz, Folie und Nieten aus dem 3D-Drucker ein Schutzvisier für Ärzte und Krankenschwestern entworfen. Gleich darauf bekam er den ersten Serien-Auftrag.Foto: Heiko Weckbrodt

Corona-Schutz aus der Holz-Manufaktur

Eigentlich wollte „Jungholz“-Erfinder Strobel nur seiner Mutter helfen – jetzt möchten auch andere seine Gesichtsvisiere haben. Dresden, 31. März 2020. Weil Ärzte und Krankenschwestern derzeit vielerorts auf dem Lande nicht genug Schutzausrüstungen gegen das Corona-Virus finden, hat der Dresdner Jungunternehmer Philipp Strobel im Eilverfahren ein Gesichtsvisier aus Holz und Folie entwickelt. „Meine Mutter ist Ärztin in der Gegend von Döbeln“, erzählt der Tüftler und „Jungholz“-Gründer , wie es dazu kam. „Sie hat mir gesagt, dass es jetzt wochenlange Wartezeiten für die normalen Gesichtsvisiere aus China gibt. Da habe ich mich übers Wochenende drangesetzt und für sie ein einfach montierbares Visier gebaut.“ Das Konzept kam an: Schon am Montag folgten die ersten Anfragen von weiteren Interessenten.

Studie eines elektrischen Buggys in der VW-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Volkswagen wertet Manufaktur Dresden auf

Konzern will künftig Hunderttausende Besucher, Autoabholer und Händler ins sächsische „E-Valley“ locken Dresden, 17. Dezember 2019. Die VW-Konzernspitze will ihre gläserne Manufaktur in Dresden in den nächsten Jahren deutlich aufwerten. Dadurch wird die Fabrik auch als wirtschaftlicher Faktor für die Stadt noch an Bedeutung gewinnen. Das geht aus den jüngsten Ankündigungen von Volkswagen hervor. Dresden wird ähnlich wie Autostadt Wolfsburg als Erlebnis-Übergabeort für Autos profiliert „Dresden und Zwickau werden zusammen ein e-Valley sein“, umriss VW-Sachsen-Sprecher Carsten Krebs die ehrgeizigen Pläne. Ähnlich wie das „Silicon Valley“ in Kalifornien die Crème de la Crème der US-Mikroelektronik und Softwareindustrie verbindet, will die Volkswagenspitze aus den beiden sächsischen Standorten ein Tal elektrischer Automobil-Technologien formen. Über die Produktion von Elektroautos hinaus sollen sie sich zu starken Entwicklungs- und Präsentationszentren sowie Inkubatoren für die elektromobile Zukunft profilieren. „Wir wollen in Dresden unsere Auslieferungszahlen verdoppeln“, kündigte Krebs an. „Tausende Händler werden in die Stadt kommen. Wir sehen Dresden als Magneten für Kunden, Besucher und Händler.“ 150.000 Besucher für 2020 erwartet In den vergangenen drei Jahren waren bereits mehr und mehr Besucher in …

Der Volkswagen -Prototyp "Sedric" fährt autonom, also fahrerlos. Foto: Volkswagen

Ein Drittel mehr Besucher in VW-Manufaktur

Fabrik-Chef sieht wachsendes Interesse an Elektromobilität Dresden, 3. Januar 2019. Die gläserne Volkswagen-Manufaktur in Dresden hat im vergangenen Jahr fast ein Drittel mehr Besucher angelockt als im Vorjahr. Das hat Manufaktur-Sprecher Carsten Krebs mitgeteilt. Auch immer mehr internationale Gäste seien darunter, zum Beispiel viele Chinesen und Russen.

Wirtschaftsingenieur uind Manufaktur-Ko-Chef Ulrich Mühlisch zeigt in der Leinenmanufaktur von Kleist in Neukirch eine Leinentasche, die Ilka von Kleist designt hat. Foto: Heiko Weckbrodt

Weg von der Kunstfaser

Die Manufaktur von Kleist hält in der Lausitz die Leinenfahne hoch Neukirch, 29. August 2017. 1989 bis 1991 war eine Endzeit für viele Textilbetriebe in der Lausitz, im Vogtland und im Eichsfeld: Für die einst so riesige DDR-Bekleidungsindustrie fielen über Nacht die Devisen-Aufträge der westdeutschen Versandhäuser weg. Asiatische Lohnarbeiter waren für den (west-)deutschen Handel plötzlich billiger als die ostdeutschen Näher. Und weil alle für ihr Westgeld nur noch Westklamotten haben wollten, brachen gleichzeitig die Binnennachfrage und die Bestellungen aus dem Ostblock ein. Die Folge: Die Spinnereien, Webereien und Nähereien der DDR fielen wie Kartenhäuser. Rund 300 000 Menschen verloren binnen drei Jahren ihre Jobs. Doch nicht alle gingen unter: Einige spezialisierte textile Wertschöpfungsketten überlebten, wie das Beispiel Neukirch in der Lausitz zeigt.

Der neue Manufaktur-Chef Lars Dittert. Foto: Heiko Weckbrodt

Lars Dittert ist neuer Chef der VW-Manufaktur Dresden

Dresden, 3. April 2017. Der Dresdner Wirtschaftsingenieur Lars Dittert ist der neue Standortleiter für die Gläserne Volkswagen-Manufaktur in Dresden. Der 43-Jährige sieht vor allem zwei Fokus-Themen für seine Arbeit: Die Serien-Produktion des neuen e-Golfs soll rasch in die Gänge kommen. Außerdem will er gemeinsam mit der Stadt Dresden und dem Freistaat Sachsen Volkswagen als Vorreiter für Elektromobilität und autonomes Fahren profilieren.

Der neue e-Golf. Foto: Volkswagen

Neuer e-Golf aus Dresden kostet 36.000 Euro

Gläserne Manufaktur baut nach dem Phaeton nun ein Elektroauto Dresden/Wolfsburg, 20. Februar 2017. Der neue Elektro-Golf aus Dresden wird mindestens 36.000 Euro kosten (abzüglich 4000 Euro staatliche Förderung). Und er wird mit einer Batterie-Ladung im Schnitt 200 bis 300 Kilometer weit kommen – etwa 50 Prozent weiter als das Vorgängermodell. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die der Volkswagen-Konzern heute in Wolfsburg publiziert hat.

VW hat die Phaeton-Produktion in der Gläsernen Manufaktur Dresden gestoppt. Derzeit stellt das Unternehmen dort Visionen für eine elektromobile Zukunft aus. Ab 2017 will der Konzern wieder produzieren. Doch die Frage ist: Was?. Foto: Heiko Weckbrodt

IG Metall: VW soll Dresden zu elektromobiler Hochburg machen

Gewerkschaftler diskutieren auf Konferenz in Dresden Dresden, 20. September 2016. Der Volkswagen-Konzern soll Dresden zu einem Zentrum der Elektromobilität machen. Das hat „IG Metall“- Bezirksleiter Olivier Höbel heute zum Auftakt einer Gewerkschafts-Konferenz „Perspektiven in der Automobilindustrie in Ostdeutschland“ in Dresden gefordert.

VW hat die Phaeton-Produktion in der Gläsernen Manufaktur Dresden gestoppt. Derzeit stellt das Unternehmen dort Visionen für eine elektromobile Zukunft aus. Ab 2017 will der Konzern wieder produzieren. Doch die Frage ist: Was?. Foto: Heiko Weckbrodt

Solarstrom-Tankstelle vor VW-Manufaktur Dresden

Volkswagen will größte öffentliche und solarbetriebene e-Mobility-Station in der Stadt bauen Dresden, 4. September 2016. Die Hinweise verdichten sich, dass Volkswagen nach dem Ende der Phaeton-Produktion in der Gläsernen Manufaktur Dresden dort dauerhaft Projekte rund um Elektro- und Roboterautos etablieren möchte. So beginnt der Automobilkonzern in der kommenden Woche damit, vor der Manufaktur eine Solarstrom-Tankstelle zu bauen.

Die Porzellanmalerin Diana Teichert gestaltet diese Teekanne mit sicherem Pinselstrich. Foto: Peter Weckbrodt

Porzellanmanufaktur Meissen: Kneten, Malen und Staunen

Wochenendtipp für den 22./23. April 2016: Tage der offenen Tür bei den Porzellan-Malern Meißen/Dresden, 22. April 2016. Kneten, Malen und Staunen sind einmal jährlich für die Besucher der Porzellanmanufaktur Meissen (Eigenschreibweise!) angesagt, wenn der Tag der offenen Tür ansteht. Diesmal öffnen sich die sonst für die neugierigen Blicke der Besucher als absolut tabu verschlossen gehaltenen Fachbereiche. In diesem Teil der Manufaktur entstehen die begehrten Kostbarkeiten in einem mehrstufigen Produktionsprozess in Handarbeit. Daran hat sich seit 200 Jahren prinzipiell nichts geändert. Direkt an den Arbeitsplätzen der Gestalter und Maler können die Besucher die handwerkliche Perfektion erleben, in der das weltberühmte Meissener Porzellan entsteht.

Arabica-Rohbohnen und ein fertiger Espresso aus der "Kaffanero"-Röste. Foto: Heiko Weckbrodt

Neue Dresdner Rösterei „Kaffanero“ eröffnet gläserne Röstmanufaktur

Abtrünnige investieren 300.000 Euro an der Rosenstraße Dresden, 2. Januar 2015: Die Kaffee-Sachsen versuchen, ihrem Ruf wieder gerecht zu werden: In der Dresdner Rosenstraße entsteht jetzt eine gläserne Kaffeeröst-Manufaktur. Dafür haben sich vier ehemalige Mitarbeiter der „Dresdner Kaffee- und Kakaorösterei“ selbstständig gemacht – darunter der prämierte Röster Ralf Salomo – und die neue Rösterei „Kaffanero“ gegründet.