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VW baut in Dresden und Zwickau Lila-Stromer „Fire+Ice“

Finaler Check des "ID3 GTX Fire+Ice" im Lichttunnel. Der lila Sonderstromer wird in Dresden und Zwickau gebaut. Foto: Volkswagen
Finaler Check des „ID3 GTX Fire+Ice“ im Lichttunnel. Der lila Sonderstromer wird in Dresden und Zwickau gebaut. Foto: Volkswagen

Kurz vor dem Aus für Manufaktur-Produktion kommt noch eine Sonderedition auf die Schuppe

Dresden, 1. September 2025. Kurz vor dem Ende der Autoproduktion in Dresden legen die VW-Manufaktur in der sächsischen Landeshauptstadt und die VW-Werke Zwickau noch eine Sport-Version des ID3-Stromers auf: Sie stellen in den nächsten Monaten 1990 Elektroautos der lila Sonderausführung „Fire+Ice“ her, die farblich und in ihrer starken Motorisierung an die einstigen „Fire+Ice“-Golfs der 1990er Jahre erinnern. Das geht aus einer Mitteilung von Volkswagen hervor.

Lila-Edition schürt Hoffnungen in Sachsen: Sind bereit, jedes Jahr ein Sondermodell zu bauen

Ein bisschen nährt das neue Sondermodell auch die Hoffnung im Freistaat, dass der nahende Kahlschlag in den sächsischen VW-Fabriken vielleicht doch nicht ganz so heftig ausfällt wie von der Konzernleitung angekündigt. „Nach fast sechs Jahren ist der ID.3 untrennbar mit unserem Freistaat Sachsen verbunden“, betont Gesamtbetriebsratsvorsitzender Uwe Kunstmann von VW Sachsen. „Unsere Mannschaft ist bereit, jedes Jahr ein Sondermodell zu bauen.“

„Solche Sondermodelle stehen symbolisch für Innovationskraft und Verlässlichkeit ‚made in Saxony‘.“
Dirk Panter, sächsischer Wirtschaftsminister 

„Gerade die Produktion besonderer Fahrzeugeditionen beweist, wie vielfältig und flexibel die Standorte Zwickau und Dresden arbeiten“, argumentiert der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD). „Solche Sondermodelle sind nicht allein industrielle Spitzenleistungen – sie tragen auch ein Stück vom Freistaat nach außen und stehen damit symbolisch für Innovationskraft und Verlässlichkeit ‚made in Saxony‘.“

Feuer und Eis werden am Kahlschlag aber kaum etwas ändern

Am Schicksal der sächsischen Automobilindustrie wird die Sonderausführung aber schwerlich etwas ändern: Wegen zu schwacher Stromer-Nachfrage will VW die Autoproduktion in Dresden ganz einstellen und von den Zwickauer Werken mehrere Modell-Aufträge ins Heimatbundesland Niedersachsen umlenken.

Autor: hw

Quellen: VW, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger