Alle Artikel mit dem Schlagwort: Genom

Beispiel für eine auf Basis von Materialsimulationen designte Struktur. Foto: H. Eckert für die TU Dresden

Uni Dresden richtet Sommerschule für Material-Genomik aus

Designer-Werkstoffe der Zukunft kommen aus dem Computer statt aus der Alchemisten-Küche Dresden, 17. August 2020. Statt mit Metallen und Keramiken wie die Alchemisten nur herumzuprobieren, wollen heutige Materialforscher innovative Hightech-Werkstoffe ähnlich wie die Erbgutdaten des Menschen analysieren: Computer sollen in Zukunft durch Simulationen Designer-Materialien mit genau der gewünschten Härte, Biegsamkeit, Leitfähigkeit, Magnetkraft oder Hitze-Beständigkeit entwerfen. Und sie sollen gleich auch noch das Herstellungs-Rezept dafür liefern. Dieser Ansatz nennt sich „Materials Genome Engineering“ und ist das Leitthema einer internationalen Sommerschule, die heute an der TU Dresden begonnen hat.

Beim Richtfest schwangen den Hammer (v.r.n.l.:): Dekan Prof. Heinz Reichmann, Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums; Architekt Christian-Strauss und Prof. Michael Albrecht. Sie stehen unter Beobachtung der künftigen Nutzer, Prof. Evelin Schröck (links) und Prof. Gustavo Baretton (rechts). Foto: Uniklinikum Dresden / Thomas Albrecht

Molekulare Waffen gegen Krebs

Uniklinik Dresden baut für 12,7 Millionen Euro ein neues Labor für Genanalysen von Krebspatienten Dresden, 27. Mai 2019. Um Krebspatienten künftig mit Genanalysen und einer individuellen Therapie helfen zu können, baut das Dresdner Uniklinikum derzeit ein 12,7 Millionen Euro teures „Molekularbiologisches Forschungslabor“ (MFL). Der Viergeschosser soll rund 1500 Quadratmeter Laborflächen umfassen und Ende 2020 bezugsbereit sein. Das geht aus einer Mitteilung des Uniklinikums zum Richtfest hervor.

vSpix's Scheibenflügel-Fledermaus (Thyroptera tricolor). Foto: Sébastien Puechmaille

Dresdner Gen-Forscher planen Erbgut-Arche für die Nachwelt

Neues VGP-Programm soll Genome aller 66 000 Wirbeltierarten der Erde entschlüsseln Dresden/New York/ Hinxton. Forscher aus Dresden, New York und dem englischen Hinxton haben ein neues ehrgeiziges Genetik-Forschungsprogramm gestartet. Beteiligt sind Experten aus aller Welt, darunter Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), von der Rockefeller University in den USA und vom „Wellcome Sanger Institute“ in Großbritannien. Im „Vertebrate Genomes Project“ (VGP, deutsch: Wirbeltier-Genomprojekt) wollen sie gemeinsam „qualitativ hochwertige, nahezu fehlerfreie und vollständige Genome aller 66 000 Wirbeltierarten der Erde erstellen“. Diese Erbgut-Informationen möchten sie dann in einer digitalen Bibliothek, einer sogenannten „Genom-Arche“, für die Nachwelt speichern.

Eugene Myers. Abb.: MPI-CBG

„Das wird richtig cool“ – Starforscher Gene Myers über das Dresdner Systembiologie-Zentrum

Dresden, 28. August 2014: Der US-Bioinformatiker Eugen Myers leitet das neue Zentrum für Systembiologie der Max-Planck-Gesellschaft in Dresden-Johannstadt. Oiger-Redakteur Heiko Weckbrodt hat den 60-jährigen Professor und Genetik-Star über den Sinn und Zweck des Ganzen befragt. Mir ist natürlich klar: Ein Forscher sucht immer nach Antworten. Aber wozu ist das Zentrum unterm Strich eigentlich nütze? Myers: Wenn wir hier biologische Zusammenhänge erkennen, kann das letztlich zu einer neuen Medizin, zu neuen Therapien führen – und das betrifft uns alle. Auch sollte man nicht vergessen, dass hier hochkarätige Jobs entstehen, internationale Top-Forscher nach Dresden kommen. Und ich halte es für denkbar, dass aus deren Forschungen auch Firmenausgründungen entstehen, wenn ich da zum Beispiel an unsere Mikroskop-Entwicklungen denke.