Alle Artikel mit dem Schlagwort: Cluster

Erste Ausführung eines multimodalen eGloves: Maßgeschneidertes Musikinstrument mit integrierter Sensorik zur Gestenerkennung und drahtlos angekoppeltem Tonwiedergabesystem sowie integrierter Leuchtfunktion für visuelles Feed-Back. Foto: ITM/TU Dresden

Datenhandschuh lässt Maschinen singen

Neues Exzellenzentrum CeTI Dresden erforscht neue Interaktionswege zwischen Mensch und Computer Dresden, 14. Oktober 2018. Textilforscher vom neuen Exzellenzzentrum „Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop” (CeTI) an der TU Dresden haben einen interaktiven Datenhandschuh („eGlove“) vorgestellt, der gestengesteuerte Musikkompositionen ermöglichen soll. In diesen haben die Textilexperten Sensoren und Funkmodule integriert, die Handbewegungen erkennen und drahtlos an ein Tonsystem übertragen. Die eingebetteten Leuchten sollen all dies zusätzlich visualisieren.

Die TU Dresden hat einen Großteil ihrer Forschungen an der Elektronik der Zukunft im Exzellenz-Cluster cfaed konzentriert. Die Forscher dort hoffen, dass es auch in der nöchsten Vergaberunde Exzellenz-Millionen für ihre Arbeit gibt. Foto: Jürgen Lösel, TU Dresden

Dresdner ringen um Zukunft für Zukunftselektronik-Zentrum cfaed

Team um Prof. Fettweis schwärmt nun aus, um neue Geldquellen nach dem gescheiterten Exzellenz-Antrag zu finden Dresden, 1. Oktober 2018. Das „Zentrum für fortgeschrittene Elektronik Dresden“ (cfaed) soll als Knotenpunkt für die Nanoelektronik-Vorlaufforschung an der TU Dresden erhalten bleiben – obwohl die Einrichtung keine Exzellenzfördergelder mehr bekommt. Darauf hat sich die cfaed-Leitung um Prof. Gerhard Fettweis nun festgelegt – und sucht nun nach neuen Geldquellen für das Forschungszentrum.

Gedruckte organische Leiterbahnen, die sich an bleibige Oberflächenkurven anpassen. Foto: Fabian Kayatz, Fraunhofer IVV

Werbeposter wird zum Energiesammler

Japaner und Sachsen arbeiten gemeinsam an druckbaren Werbe-Solarzellen und organischer 3D-Elektronik Tokio/Dresden, 12. Februar 2017. Ingenieure aus Japan und Sachsen entwickeln gemeinsam hauchdünne organische Solarzellen und Bildschirme, die sich direkt auf Werbeposter, Kartons und Papier drucken lassen. Außerdem arbeiten sie zusammen an dreidimensionaler (3D) organischer Elektronik, die sich auf runde und andere beliebig geformte Objekte aufbringen lässt. Derzeit tauschen sich Vertreter aus Sachsen und Nippon in Tokio über die Chancen und den stand dieser und weiterer Projekte aus, teilte das Technologienetzwerk „Organic Electronics Saxony“ aus Dresden mit. Beteiligt sind über 30 Partner.

Foto: NXP

Dresden verliert Semicon an München

Halbleiterverband SEMI will Großmesse ab 2017 mit Productronica und Electronica kombinieren Dresden/Grenoble/München, 25. Oktober 2016. Der Mikroelektronik-Standort Dresden hat heute einen neuen Rückschlag einstecken müssen: Die sächsische Landeshauptstadt verliert auf absehbare Zeit die führende europäische Halbleiter-Messe an München: Die Semicon Europa wird ab 2017 für mindestens fünf Jahre zusammen mit den Fachmessen Productronica und Electronica in München stattfinden. Das hat heute der Veranstalter, der Branchenverband SEMI Europe, im französischen Grenoble bekanntgegeben.

Die Skizze zeigt, wie die neue "Genius Cab"-Kabine in ein Baufahrzeug integriert werden kann. Abb.: Concept Cab Cluster

Cluster entwickelt Hightech-Maschinenkabine

Ausgezeichnet: TU Dresden entwickelt mit Industriepartnern die Fahrer-Kabine „Genius Cab“ für die Bau- und Agrarmaschinen der Zukunft Dresden, 23. Februar 2016. Radlader, Bagger und andere komplexe Bau- und Agrarfahrzeuge werden künftig für den Menschen intuitiver und bequemer bedienbar sein, sie können dadurch effektiver und unfallärmer arbeiten. Möglich machen soll dies ein Zusammenspiel aus ergonomischer Formgebung und modernen Technologien. Wie das in naher Zukunft aussehen kann, demonstriert das „Concept Cab Cluster“ aus 13 Partnern, darunter die Technische Universität Dresden (TUD) als führender Forschungspartner. Das Konsortium hat die Maschinenführer-Kabine „Genius Cab“ entwickelt, die neueste Technologie- und Designpfade zusammenführt.

"Cool Silicon"-Koordinator Prof. Thomas Mikolajick spiegelt sich in einem Chip-Wafer in der "CoolX"-Schau. Foto: Heiko Weckbrodt

Studie: Cluster-Förderung hat Innovationskraft im Mittelstand gestärkt

Berlin/Dresden, 15. September 2014: Die Spitzencluster-Förderung des Bundes hat zu spürbaren Hebelwirkungen vor allem für die Innovationskraft kleiner und mittelständischer Unternehmen geführt. Das geht aus einer Analyse des „Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung“ (RWI) für das Bundesforschungsministerium hervor. Demnach haben diese „kleinen“ Projektpartner für jeden Förder-Euro aus staatlichen Kassen ihre Entwicklungsausgaben um weitere 1,36 Euro aufgestockt.

Scheichs werben Dresdner Organik-Papst Leo ab

Professor gilt als Vater der sächsischen Organikelektronik Dresden, 6. August 2013: Dresden droht eine Koryphäe zu verlieren: Der Photonik-Professor Karl Leo, der als Vater der Dresdner Organikelektronik-Industrie gilt, will nach Arabien gehen. Der Professor habe „ein attraktives Stellenangebot der King Abdullah University of Science and Technology in Saudi-Arabien erhalten“, bestätigte die Technische Universität Dresden auf Oiger-Anfrage. Hintergrund dürften jüngere Wirtschaftspolitik der Scheichs sein, die für die “Zeit nach dem Öl” jetzt den Grundstein für eigene Hightech-Industrien legen wollen – und dabei nicht mit Geld sparen.

Mehr staatliche Hilfe für Organik-Technologiekern Dresden gefordert

Verband: Standort droht sonst Spitzenposition an Asien zu verlieren Dresden, 22. November 2012. Um eine politische – und letztlich finanzielle – Unterstützung des noch jungen Technologiekerns „Organische Elektronik“ in Dresden hat Dominik Gronarz geworben, der Chef des Verbandes „Organic Electronics Saxony“ (OES). Der Standort Dresden könne durchaus seine Technologieführerschaft in diesem Segment in den nächsten Jahren verlieren, wenn sich EU, Bund und Land nicht stärker engagieren, warnte er. „Die Konkurrenz in Fernost schläft nicht“, sagte Gronarz. „Dort werden teils erhebliche Summen in die organischen Technologien gesteckt.“ Nötig seien daher auch in Dresden Beihilfen und private Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe.

“Silicon Saxony”-Chef: Europas Chipwerke parieren durch Nachautomatisierung Asien-Konkurrenz

Dresden, 31. Oktober 2012: Um der erstarkenden Konkurrenz aus Fernost Paroli zu bieten, zeigen deutsche und europäische Halbleiter- und Elektronikunternehmen ein wachsendes Interesse, ihre älteren Fabriken nachträglich zu automatisieren. Das hat Heinz-Martin Esser eingeschätzt – er ist Chef der Dresdner Automatisierungsfirma „Ortner” und Präsident des sächsischen Hightech-Verbandes „Silicon Saxony“. Ansatz: Robotik steigert Ausbeute  und senkt Kosten von 200-mm-Fabs Dieser Trend sei nicht allein dem Wunsch geschuldet, Personalkosten zu senken, betont Esser. „Eine professionelle nachträgliche Automatisierung kann auch die Ausbeute in einer Chipfabrik steigern.” Denn Roboter, hochautomatische Transporter und ähnliche Systeme sind zwar nicht so flexibel wie ein menschlicher Mitarbeiter – aber sie lassen eben nicht mal aus Versehen einen Carrier (Transportbehälter) mit prozessierten Siliziumscheiben (Wafer) im Wert eines Eigenheims fallen.

Europas Mikroelektronik-Haupstädte schmieden Cluster-Allianz

Dresden, 24. September 2012: Europa führende Mikroelektronikstandorte Dresden, Grenoble, Leuven und Eindhoven wollen eine Cluster-Allianz „Silicon Europe“ schmieden, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Halbleiterbranche gegen die Konkurrenz in Amerika und Fernost zu stärken. In diesem Zuge wird auch das sächsische Elektronik-Forschungsprojekt „Cool Silicon“ europaweit ausgedehnt. Das kündigte Heinz Martin Esser, der Vorstand des sächsischen Hightech-Verbandes „Silicon Saxony“, an.

Ifo-Forscher: Cluster-Idee wird maßlos überschätzt

Dresden, 16.7.2012: Von Wirtschaftspolitikern werden sie gern und oft als Paradebeispiele vorgeführt, wie Vernetzung auch strukturschwache Regionen zu höherer wirtschaftlicher Schlagkraft führen können: „Cluster“, jene Netzwerke aus Firmen und Instituten, in denen Wirtschaft und Wissenschaft an gemeinsamen Projekten arbeiten. Ifo-Forscher Prof. Joachim Ragnitz hat indes nun davor gewarnt, zu hohe Erwartungen in das Konzept zu projizieren: „Die Cluster-Idee wird maßlos überschätzt“, meint der Vizechef der Dresdner Niederlassung des Wirtschaftsforschungs-Instituts „ifo“.

Dresdner Organikelektronik-Zentrum COMEDD wird selbstständige Fraunhofer-Einrichtung

Dresden, 2.7.2012: Das Dresdner Organikelektronik-Zentrum „COMEDD“ (Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden) macht sich selbstständig und ist ab sofort eine eigenständige Fraunhofer-Einrichtung. Das teilte heute Ines Schedwill vom „Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme“ (IPMS) mit, aus der das COMEDD ursprünglich als Technikum für „Organische Leuchtdioden“ (OLEDs) hervorgegangen war.

Cluster können Technologie-Konzerne nicht ersetzen

“Silicon Saxony”: Verbünde können dennoch “selbstverstärkende Wachstumseffekte” auslösen Dresden, 27.6.2012. Forschungs- und Firmenverbünde wie die Cluster „Cool Silicon“, „Silicon Saxony“ oder „Solar Valley“ in Mitteldeutschland werden die Schlagkraft großer Technologiekonzerne in den USA und Asien nicht erreichen. Dennoch können sie helfen, die Innovationsschwäche der kleinteiligen ostdeutschen Industrie zu überwinden und für „selbstverstärkende Wachstumseffekte“ sorgen. Das haben Forscher, Unternehmer und Politiker heute auf dem „Silicon Saxony“-Tag in Dresden eingeschätzt.

Exzellenzzuschlag: TU Dresden erhält 140 Millionen Euro

Dresden, 15.6.2012: Die TU Dresden hat es geschafft: Mit zwei Clusterprojekten für fortgeschrittene Nanoelektronik und für regenerative Therapien ist sie heute in den Kreis der deutschen „Exzellenzuniversitäten“ aufgenommen worden. Der Zuschlag durch die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ ist mit Zuwendungen in Höhe von 140 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren verbunden. Drei Viertel der Summe steuert der Bund bei, ein Viertel das Land Sachsen.