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In Sachsen soll ein „Hydrogen Valley“ wachsen

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt
Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger – zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

Akteure hoffen auf Millionen-Zuschüsse der EU

Dresden/Chemnitz, 24. Februar 2023. Um die Wasserstoffwirtschaft in Sachsen zu stärken, wollen sich deren Akteure um EU-Fördergeld für ein „Hydrogen Valley“ im Freistaat bewerben. Das geht aus einem Aufruf des Innovationsclusters „Wasserstoffland Sachsen“ sowie der Vereine „Energy Saxony“ und „Hzwo“ hervor. Sie wollen ein Konsortium schmieden, das dafür bis zu 20 Millionen Euro Förderung von der EU beantragen soll.

„Ein Hydrogen Valley“ ist eine Stadt, eine Region, eine Insel oder ein Industriecluster, in dem mehrere Wasserstoffanwendungen zu einem integrierten Wasserstoff-Ökosystem zusammengeführt werden, das eine beträchtliche Menge an Wasserstoff verbraucht und die Wirtschaftlichkeit des Projekts verbessert“, heißt es in dem Aufruf. „Es sollte idealerweise die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette abdecken: Produktion, Speicherung, Verteilung und Endverbrauch.“

Sachsen hat eine eigene Wasserstoffstrategie aufgelegt. Die zielt darauf, einen großen Teil der Wertschöpfungsketten für eine Wasserstoffwirtschaft aufzubauen. Dazu gehören Erzeuger, Verteiler und Verbraucher von Wasserstoff ebenso wie Hersteller von Brennstoffzellen, Elektrolyseuren und weitere Akteure. Legt man allein die im „Wasserstoffland Sachsen“ koordinierten Mitglieder zugrunde, so beschäftigen sich im Freistaat mindestens 90 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Wasserstofftechnologien.

Autor: hw

Quellen: Energy Saxony, Oiger Archiv

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Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger