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Jörg Dittrich aus Dresden wird Deutschlands oberster Handwerker

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Deutscher Handwerkstag wählt Dachdecker aus Sachsen an seine Spitze

Dresden/Augsburg, 8. Dezember 2022. Der Dachdecker-Meister Jörg Dittrich aus Dresden wird 2023 der oberste Handwerker von Deutschland: Der Deutsche Handwerkstag hat den 53-jährigen Sachsen heute in Augsburg zum Präsidenten des „Zentralverbandes des Deutschen Handwerks“ (ZDH) gewählt. Das haben der ZDH, die Handwerkskammer (HWK) Dresden und das sächsische Wirtschaftsministerium in Dresden mitgeteilt.

„Steuern auf einen Eisberg zu“

„Die Handwerksbetriebe und ihre Beschäftigten stehen vor großen Herausforderungen“, betonte Dittrich nach der Kür. In den vergangenen Wochen hatte er als Präsident der HWK Dresden immer wieder auf die auch für das Handwerk giftige Melange aus Energiekrise, steigenden Rohstoffpreisen, allgemeiner hoher Inflation in Deutschland, Auftragsrückgängen im Baugewerbe, steigenden Löhnen und weiteren Problemen hingewiesen. „Wir steuern auf einen Eisberg zu und müssen jetzt den Kurs wechseln“, hatte er erst Ende November erklärt und staatliche Hilfe eingefordert.

Minister Dulig: Dietrich ist hart, aber fair

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) beglückwünschte den neuen Chefhandwerker: „Mit Jörg Dittrich steht zum ersten Mal ein Ostdeutscher an der Spitze des Zentralverbandes“, hob Dulig hervor. „Ich habe ihn bei allen Herausforderungen, die wir in Sachsen zu bewältigen hatten, stets als einen harten, aber sehr fairen und verlässlichen Verhandlungspartner kennengelernt.“

Dietrich selbst ist Chef des Familienbetriebes „Claus Dittrich GmbH & Co. KG“ in Dresden. Er beschäftigt 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gewerken Dachdeckerei, Dachklempnerei, Zimmerei und Trockenbau. Der Dresdner ist verheiratet, Vater von sechs Kindern und parteilos.

Als ZDH-Präsident hat er nun die Interessen von rund einer Million deutschen Handwerksbetrieben mit insgesamt über 5,6 Millionen Beschäftigten zu vertreten. Er folgt in diesem Amt dem langjährigen Präsidenten Hans Peter Wollseifer.

Autor: hw

Quellen: ZDH, HWK DD, SMWA