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Sinn-Spezialuhren siedelt sich in Dresden an

Sinn-Spezialuhr aus U-Boot-Stahl. Foto: Sinn
Sinn-Spezialuhr aus U-Boot-Stahl. Foto: Sinn

Niederlassung für Service und Montage wegen Nähe zu Glashütte und Fachkräfte-Reservoir in Sachsen gegründet

Dresden/Frankfurt am Main/Glashütte, 24. Mai 2022. Der hessische Spezialuhren-Hersteller „Sinn“ richtet eine Dependance in Dresden ein. In der neuen Niederlassung an der Kleine Brüdergasse nahe der Frauenkirche kümmern sich zunächst vier Uhrmacher und Uhrmacherinnen um den Service und die Uhrenmontage. Diese Team soll noch wachsen, kündigte das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main nun an.

„Vom traditionellen Uhrmacherhandwerk geprägte Region“

Vor allem die Nähe zur Uhren-Hochburg Glashütte, die feinmechanischen Traditionen sowie die Spezialisten in der Region sprachen laut „Sinn“ für die Ansiedlung in Dresden: „Es handelt sich hier um eine vom traditionellen Uhrmacherhandwerk geprägte Region mit einem entsprechend hohen Anteil an qualifizierten Fachkräften“, schätzte das Unternehmen ein. Auch logistische Gründe sprachen für Dresden: Die „Sächsische Uhrentechnologie GmbH Glashütte“ (SUG) residiert nur rund 25 Kilometer von der neuen Sinn-Dependance entfernt. Und die SUG stellt bereits seit über 20 Jahren hochwertige Qualitäts-Gehäuse für die Sinn-Spezialuhren her.

Wirtschaftsförderung wuchert mit dem Fachkräfte-Pfund

„Einmal mehr siedelt sich ein gestandenes Unternehmen in Dresden an, weil unsere gut ausgebildeten Fachkräfte weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind“, begrüßte der Dresdner Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke die Hessen. „Mit ihnen wird Sinn Spezialuhren am Standort das nächste Kapitel erfolgreicher Firmengeschichte schreiben.“

Pilot gründete vor 60 Jahren Spezialuhren-Hersteller

Hintergrund: Der Pilot Helmut Sinn hatte 1961 in Frankfurt am Main die „Helmut Sinn Spezialuhren“ gegründet. 1994 übernahm der Ingenieur und Sinn-Mitarbeiter Lothar Schmidt dieses Unternehmen. Der Betrieb stellt sowohl mechanische wie auch Quartz-Armbanduhren her. Zum Produktportefeuille gehören Piloten-Chronographen, Taucher-, Rennsport- und Industrie-Spezialuhren. Dazu gehören beispielsweise Zeitmesser, die besonders gegen Druck, starke Magnetfelder, Staub, Wasserschäden und andere Umwelteinflüsse geschützt sind. Die Spezialgehäuse aus Edelstahl, Titan, Gold oder U-Boot-Stahl von SUG aus Glashütte gehören insofern zu den Schlüsselzulieferungen für die hessischen Uhrmacher. In Frankfurt am Main hat das Unternehmen rund 120 Beschäftigte.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Sinn-Spezialuhren. Wifö DD, SUG, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger