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Baustart für DLR-Softwareinstitut in Dresden

So etwa kann ein "Digitaler Zwilling" für ein Flugzeug im Supercomputer aussehen. Abb.: DLR, CC3-Lizenz

So etwa kann ein „Digitaler Zwilling“ für ein Flugzeug im Supercomputer aussehen. Abb.: DLR, CC3-Lizenz

Forschungseinrichtung bekommt nach Zwischenlösungen nun ein eigenes Domizil auf dem Uni-Campus

Dresden, 27. November 2021. Das DLR-Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung bekommt in Dresden einen Neubau. Baustart ist am 30. November 2021 neben der Informatik-Fakultät der TU Dresden. Das geht aus einer Ankündigung der sächsischen Landesregierung hervor.

Digitale Zwillinge für neue Flugzeuge

Das Institut entwickelt unter anderem „Digitale Zwillinge“ von Flugzeugen. Diese Computermodelle sollen unter anderem die Entwicklung und die Vorab-Tests neuer Maschinen beschleunigen. Die Forscher untersuchen beispielsweise, mit welchen Softwaremethoden aus großen Datenmengen die entscheidenden Informationen für solche Tests gesammelt werden können. Andere Abteilungen beschäftigen sich mit neuen Algorithmen für das Hochleistungsrechnen und mit Simulationsumgebungen für die Flugzeug-Entwicklung. Dabei arbeiten die Programmierer, Ingenieure und Wissenschaftler unter anderem mit der TU Dresden, den Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen (LRT) und weiteren Forschungseinrichtungen zusammen.

Erst an der Bebelstraße, aktuell noch in den Universellen Werken untergebracht

Zur Gründung im August 2017 war das DLR-Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung zunächst in einem Uni-Gebäude an der August-Bebel-Straße untergekommen. Anfang 2019 zog es in die Universellen Werke Dresden um. Nun bekommt das Institut ein eigenes Domizil auf dem Südcampus der TU, gleich neben dem Supercomputerkomplex der Uni, wo auch ein Teil der DLR-Rechentechnik untergebracht ist. Der Neubau soll für 90 Mitarbeiter ausgelegt und 2023 bezugsbereit sein.

Bis Ende 2020 hatte der Freistaat rund 17 Millionen Euro Anschubfinanzierung für das Institut ausgeteilt. Dieses Geld floss größtenteils in einen eigenen Supercomputer. Die jährlichen Kosten des Instituts finanzieren Bund und Land, wobei der Bund mit 90 Prozent den weit größeren Anteil übernimmt.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Sächsische Landesregierung, DLR, Oiger-Archiv