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46 Millionen Euro für neues KI-Rechenzentrum Leipzig

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz
Künstliche Intelligenz (KI) gilt als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Uni finanziert Projekt mit Kohleausstiegs-Geld

Leipzig, 26. September 2021. Das neue wissenschaftliche Rechenzentrum für „Künstliche Intelligenz“ (KI), das Sachsen an der Uni Leipzig einrichten möchte, wird 46 Millionen Euro kosten. Das hat die Universität Leipzig mitgeteilt. Das Bundesforschungsministerium und das sächsische Wissenschaftsministerium wollen die Kosten demnach zu wesentlichen Teilen aus Fördertöpfen decken, die für den Braunkohle-Ausstieg gedacht sind.

Fokusthemen KI-Erforschung, Wirtschaftstransfer und Weiterbildung

Das KI-Rechenzentrum Leipzig (KIRZL) soll 2026 betriebsbereit sein und sich vor allem auf drei Themen fokussieren:

  1. Methodenentwicklung zur KI-Erforschung
  2. Nutzung von KI-Methoden in anwendungsorientierten Kooperationsprojekten von Wirtschaft und Wissenschaft
  3. Aus- und Weiterbildung von Informationstechnologie-Fachkräften und KI-Experten

Das KIRZL soll auch genug Rechenleistung für die Datenanalyse in der Spitzenforschung bereitstellen, für Projekte über Biodiversität und Klimaforschung. Insgesamt soll das Zentrum mindestens 1000 Quadratmeter für Computertechnik haben und für drei Megawatt Leistungsaufnahme ausgelegt sein.

Da sich im Leipziger Umland auch Braunkohle-Tagebaue befanden und befinden, will die Uni für dieses Projekt Kohleausstiegsgelder nutzen. Begründung: Das KI-Zentrum werde das mitteldeutsche Revier „zu einem führenden Innovationshub, attraktiven Wirtschaftsstandort und Vorreiter der Digitalisierung“ transformieren.

Autor: hw

Quelle: Uni Leipzig

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger