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VW liefert heute ersten ID3 aus

Vorserien-Modell aus der ID-Familie in der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Vorserien-Modell aus der ID-Familie in der Volkswagen-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Erster reiner Stromer wurde in Sachsen gebaut – und wird in Manufaktur Dresden an Kunden übergeben

Dresden, 9. September 2020. Volkswagen liefert heute seinen ersten Serienstromer aus, der von Anfang an als Elektroauto konstruiert wurde – anders als beispielsweise die E-Golfs, bei denen es sich um umkonstruierte Verbrenner handelt. Der erste ID3 wird in der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden an einen Kunden übergeben, kündigte der Autokonzern an.

Langer Weg: vom Phaeton zum Elektro-ID

Dabei handele es sich um ein in Sachsen gebautes Fahrzeug: VW hatte seine Fabrik in Zwickau als erstes Werk ganz auf die ID3-Produktion umgestellt und von dort kommt nun auch das erste verkaufte Serienfahrzeug. Weitere Werke werden in den nächsten Monaten schrittweise auch umgerüstet. Darunter ist auch die Manufaktur Dresden, die ursprünglich Phaeton-Oberklasseverbrenner hergestellt hatte, bis Ende 2020 noch E-Golfs montiert und dann ganz auf die ID3-Fertigung umgestellt wird. Die ersten kleineren Umbauarbeiten der „Schuppe“- so heißt das Fahrkarussell für die Automontage – haben in der Manufaktur bereits begonnen.

Auto wird nun wie bei Tesla „um die Batterie herum“ gebaut

Der ID3 ist das erste Serienmodell einer ganzen Familie von Elektroautos, für die VW einen neuartigen „Modularen E-Antriebs-Baukasten“ (MEB) entworfen hat. Diese Basiskonstruktion sieht Otto-Motoren, Vergaser oder Abgassysteme gar nicht mehr vor. Vielmehr wird hier das Auto – wie bei der Tesla-Konkurrenz – „um die Batterie herum“ gebaut. Dadurch werden höherer Reichweiten und eine neue Raumaufteilung im Autogastraum möglich. Neben dem Premierenfahrzeug ID3 fertigen Zwickau und andere Fabriken als nächstes auch einen elektrischen SUV-Kastenwagen des Typs ID4. Weitere Stromer aus dieser Reihe – darunter auch ein elektrischer Bully-Transporterbus – sollen ab 2022 folgen.

Der neue elektrische VW-Bus ID-Buzz. Foto: Volkswagen

Der geplante elektrische VW-Bus ID-Buzz. Foto: Volkswagen

Milliarden-Investitionen, um EU-Strafen zu entgehen

VW investiert seit geraumer Zeit Milliarden-Summen in die ID-Familie und ihre Produktionsstätten und knüpft große Hoffnungen daran: ID3 und Co. gelten der Führungsriege als wichtiger Baustein vom reinen Hersteller von Verbrenner-Autos hin zu einem Mobilitätsanbieter im weiteren Sinne des Wortes, der eben zum Beispiel elektrische und automatische Autos baut, dazu weiter Ottomotoren-Fahrzeuge, aber auch mehr Mobilitätsdienstleistungen verkauft. Außerdem hält die Konzernspitze um VW-Chef Herbert Diess die massive Ausweitung der E-Auto-Produktion für weitgehend alternativlos, um die immer strengere Abgas-Grenzen der EU für die gesamte VW-Flotte erfüllen zu können.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: VW

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