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Babyduft-Studie in Dresden

Dass Babys an ihren Köpfchen besonders gut riechen, ist eine Beobachtung vieler Eltern. Dresdner Forscherinnen untersuchen jetzt, ob es dafür auch wissenschaftliche Belege gibt. Im Bild ist die Wissenschaftlerin selbst mit ihrer Tochter Enna Ruth, damals einen Monat alt. Foto: Hochschulmedizin/Laura Schäfer
Dass Babys an ihren Köpfchen besonders gut riechen, ist eine Beobachtung vieler Eltern. Dresdner Forscherinnen untersuchen jetzt, ob es dafür auch wissenschaftliche Belege gibt. Im Bild ist die Wissenschaftlerin selbst mit ihrer Tochter Enna Ruth zu sehen, die damals einen Monat alt war. Foto: Hochschulmedizin/Laura Schäfer

Was macht Säuglinge so anziehend? Psychologen suchen 30 Mütter für Riechexperimente

Dresden, 27. Juli 2020. Oft genug kann man das im Alltag beobachten: Frauen scharen sich entzückt um ein Baby, riechen daran und werden davon fast euphorisch. In welchem Maße sind aber Mütter imstande, den Geruch ihres Säuglings unter vielen anderen Kindern zu identifizieren? Welche Rolle spielt der Babyduft, um die Bindung zwischen Mutter und Kind zu stärken? Und gibt es neben dem Kopf weitere Köperstellen am Säugling, die Mütter besonders gut riechen können? Diese und weitere Fragen wollen Mediziner von der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik im Universitätsklinikum Dresden in einer neuen Babyduft-Studie klären, für die sie nun 30 Mütter mit Babys suchen.

Wie sehr stärkt Duft die Mutter-Kind-Bindung?

Die Kinder sollen höchstens ein Jahr alt sein. Denn: „Auch Babys verändern im Laufe der Zeit ihren Körpergeruch“, erklärte Psychologin Laura Schäfer, die die Studie betreut. „In den ersten Lebensmonaten dient er offenbar vor allem dazu, die Bindung zur Mutter zu intensivieren.“

Studienteilnehmerinnen sollen Strampler und Mützen ihrer Kinder erriechen

Zur Studie gehört eine Experimentalnacht bei den Familien daheim. Dafür bekommen die Mütter dann vorab geruchsneutralisierende Spezialwaschmittel für Bettwäsche und Schlafsack. Außerdem erhalten sie einen Strampler mit Mützchen für das Kind und ein T-Shirt für die Mutter. Nach dem Tragen geben die Mütter die Sachen in der Klinik ab, wo sie eingefroren werden. Einige Wochen später folgt dann ein Experiment, bei dem die Frauen die Kleidungsstücke ihres Babys unter den Sachen anderer Kinder erriechen sollen. Außerdem sollen sie dann angeben, ob sie Unterschiede zwischen verschiedenen Körperstellen riechen.

Kontakt per E-Mail: riechstudie@uniklinikum-dresden.de

Autor: Oiger

Quelle: Medizinische Fakultät „Carl Gustav Carus“ der TU Dresden

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger