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Jobtickets für kleine Tech-Firmen in Dresden

Der erste Abschnitt der Universellen Werke Dresden ist saniert und als Technologiezentrum nutzbar. Foto: Heiko Weckbrodt
Das neue Leichtbaufirmenzentrum der Stadt: die Universellen Werke sind eines der vier Technologiezentren in Dresden, die auch kleinen Firmen Jobtickets anbieten. Foto: Heiko Weckbrodt

Auch Start-Ups in Technologiezentren können ihren Mitarbeitern nun Bus und bahn schmackhaft machen

Dresden, 20. Oktober 2019. Selbst noch sehr kleine und junge Unternehmen, die in den städtischen Technologiezentren in Dresden residieren, können ab sofort ihren Mitarbeitern Job-Tickets anbieten. Das hat der Betreiber, die Technologiezentrum Dresden (TZD) GmbH, nun mitgeteilt.

Um 40 % billigere Monatskarten

Normalerweise bieten die Verkehrsbetriebe in Dresden nur Unternehmen und Behörden ab 30 Mitarbeitern solche Verträge an. Das Job-Ticket ist de facto eine verbilligte Monatskarte, mit der die Inhaber über 40 Prozent Rabatt gegenüber den normalen Monatskarten-Preisen bekommen. Der niedrigere Preis setzt sich aus einem Mengenrabatt des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) und einer Subvention von zehn Euro pro Mitarbeiter durch den Arbeitgeber zusammen. Die Jobtickets sind nicht zuletzt auch ein wichtiger Baustein im Dresdner Luftreinhalteplan, mit dem das Rathaus für saubere Stadtluft sorgen will.

Bertram Dressel, Foto: TZD
Bertram Dressel, Foto: TZD

TZD-Chef: Gut für Mitarbeiter-Bildung

Für die Unternehmen wiederum ist das Job-Ticket in Zeiten eines wachsenden Fachkräftemangels eine Chance, Hochqualifizierte zu binden. „Diese Maßnahme kann deutschlandweit eine Vorbildwirkung für andere Innovations-, Technologie- und Gründerzentren haben und soll ein sinnvoller Schritt zur aktiven Mitarbeiterbindung und für mehr Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft sein“, betonte TZD-Chef Bertram Dressel, der zugleich Präsident des Bundesverbands Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren (BVIZ) ist. Wenn auch kleine Start-Ups, die sich zum Beispiel gerade erst aus der Uni ausgegründet haben, solch ein Job-Ticket anbieten könnten, sei das ein echter Mehrwert für Firma wie Beschäftigten. Dies sei, so Dressel, „eine Möglichkeit, ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Zuschuss zukommen zu lassen und damit einen aktiven Beitrag zu den Themen Mitarbeiterzufriedenheit, Nachhaltigkeit und Umwelt zu leisten“.

4 städtische Technologiezentren

Dresden betreibt vier städtische Technologiezentren: Neben dem eher universell ausgelegten, ersten Technologiezentrum an der Gostritzer Straße gibt es noch das Bioz für Biotech-Firmen am Tatzberg, das Nanelektronikzentrum in Dresden-Klotzsche und die Universellen Werke für Leichtbau-Firmen.

Autor: hw

Quelle: TZD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger