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Mehr Wifi-Hotspots in Deutschland – doch Nachholbedarf bleibt hoch

Deutschland bleibt beim öffentlichen Gratis-WLANs ein Entwicklungsland, holt aber auf. Hier der Hinweis auf einen der vielen kostenlosen WiFi-Internetzugänge auf Kreta. Foto: Heiko Weckbrodt

Umfrage: Situation hat sich verbessert

Berlin, 11. Oktober 2019. Deutschland gilt zwar immer noch als Entwicklungsland in puncto WLAN und freies Internet. Aber die Verbesserungen sind inzwischen sichtbar: 84 Prozent der Nutzer von drahtlosen Internet-Zugängen („Hotspots“) finden: Die Verbreitung von öffentlichem und kostenlosem WLAN hat in Deutschland den vergangenen zwei Jahren zugenommen, für 43 Prozent hat sie sogar deutlich zugenommen. Auf entsprechende Umfrage-Ergebnisse hat heute der deutsche Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin hingewiesen.

Anderswo sind Gratis-Wifi-Netze längst Standard

Der Nachholbedarf bleibt indes hoch: In Spanien, Griechenland, Vietnam und vielen anderen europäischen und asiatischen Ländern sind kostenlose Internetzugänge per WLAN längst eine selbstverständliche Dienstleistung für Touristen. In Deutschland müssen Reisende dagegen vielerorts lange suchen, bis sie überhaupt einen Hotspot finden. Und die Einwahl ist trotz veränderter Betreiberhaftung immer noch kompliziert. So gab auch die Hälfte der befragten Nutzer an: Das Angebot an WLAN-Hotspots ist in Deutschland unzureichend. Gut ein Viertel (28 Prozent) findet die Nutzung von WLAN-Hotspots im Ausland einfacher und unkomplizierter, hieß es vom Bitkom.

Vielerorts werde die Bedeutung dieses Services aber noch unterschätzt: „Öffentlich zugängliches Internet macht viele Orte attraktiver“, betonte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Daher bieten in vielen anderen Ländern nicht nur Cafés und Restaurants Gratis-Hotspots für ihre Gäste an, sondern bieten vielerorts auch Kommunen, Museen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtung kostenlose WLANs für Bürger wie Auswärtige an.

Exportweltmeister Deutschland weit abgeschlagen

Die Wifi-Kultur ist traditionell in Großbritannien, Skandinavien und Fernost besonders hoch. Laut einer schon etwas älteren Vergleichsstatistik lag die WLAN-Sender-Dichte im Jahr 2011 in England bei 234 Hotspots pro 100.000 Einwohnern. In Japan waren es zum gleichen Zeitpunkt 98 Hotspots, Südkorea kam auf 88 und Schweden auf 84 Stationen. Deutschland lag in diesem Vergleich weit abgeschlagen im unteren Mittelfeld mit nur 18 Hotspots pro 100.000 Einwohnern.

Autor: hw

Quelle: Bitkom

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger