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Rache-Thriller „No Mercy“: Koreanische Kampfgrazie sieht rot

Inae (Si-young Lee) kann es nicht leiden, wenn ihre Schwester entführt und zur Sexsklavin gemacht wird. Szenenfoto aus "No Mercy": Busch Media
Inae (Si-young Lee) kann es nicht leiden, wenn ihre Schwester entführt und zur Sexsklavin gemacht wird. Szenenfoto aus „No Mercy“: Busch Media

Schwester räumt mit Hammer, Faust und Elektroschocker im Heimkino auf

Wer wissen will, wie Rache in Korea serviert wird, mag sich „No Mercy“ zu Gemüte führen: Der Revenge-Thriller aus Fernost zeigt eine schlagfertige Schwester, die in der Gangsterszene mit Hammer, Faust und Elektroschocker ziemlich gründlich aufräumt. Erschienen ist das Gemetzel nun in Deutschland fürs Heimkino.

Die Story: Behinderte zur Sexsklavin gemacht, Schwester dreht durch

Leibwächterin Inae (Si-young Lee) ist stinksauer: Klassenpseudokameraden haben ihre kleine Schwester Eunhye nach der Schule an Sexgangster verschachert. Die folgenden anderthalb Stunden knöpft sich die kampfsportliche Grazie einen Entführer nach anderen vor, bis halb Korea am Boden stöhnt und blutet. Schließlich wird Inae klar, dass sie sich zu guter Letzt einen ziemlich einflussreichen und ziemlich gefährlichen Politiker noch zur Brust nehmen muss, um die behinderte Eunhye aus der Sexslaverei zu befreien.

Werbevideo
(Busch Media):

Volle Klischee-Ladung

Wie bei solcherart Rache-Thrillern üblich, hält sich Regisseur Lim Kyoung-Tack nicht groß mit einer schlüssigen Story und hehrer Schauspielkunst auf: „No Mercy“ strotzt nur so vor Sex-und-Gewalt-Stereotypen, eingebettet in eine klischeebeladene Story und übersteuertem Sound. Dabei springt er zwischen den Zeitachsen hin und her wie auf der Flucht.

Action-Soll erfüllt

Wer all das aushalten kann, wird mit rasanten Autoverfolgungsjagden, exzessiven Massenschlägereien, einer aufregend kämpfenden Heroine und allem Pipapo belohnt, das das Genre zu bieten hat. Angesichts der hier ausgelebten Gewaltphantasien ist „No Mercy“ nur für Volljährige freigegeben. Als Boni enthält die DVD noch ein paar Trailer, die in eine ähnliche Kerbe hauen.

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Abb.: Busch Media
Abb.: Busch Media

Kurzüberblick:

  • Titel: „No Mercy“
  • Genre: Rache-Thriller
  • Regie: Lim Kyoung-Tack
  • Darsteller: Si-young Lee, in-ho Choi, Jun-hyuk Lee, Se-wan Park u. a.
  • Laufzeit: 90 Minuten (DVD)
  • Produktionsland und -jahr: Südkorea 2018
  • Deutsche DVD-Veröffentlichung: Busch Media,16. August 2019
  • Preis (DVD): 13 Euro

Autor der Rezension: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger