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Mehr Kooperation vom Werkstoff zum Produkt notwendig

Projektleiter Prof. Christoph Leyens vom Fraunhofer-IWS Dresden mit einer "Smart Box", also einem industriellen 3D-Drucker für Metall-Werkstücke. Foto: Heiko Weckbrodt

Prof. Christoph Leyens an einem industriellen 3D-Drucker für Metall-Werkstücke. Foto: Heiko Weckbrodt

Werkstoffwissenschaftler, Produkt- und Verfahrensingenieure sollen enger zusammenarbeiten, fordert Prof. Leyens von der TU Dresden

Dresden, 2. Dezember 2018. Materialwissenschaftler, Designer und Verfahrensingenieure müssen in Zukunft enger bei der Entwicklung neuer Hightech-Produkte zusammenarbeiten. Das hat Prof. Christoph Leyens vom Institut für Werkstoffwissenschaft der Technischen Universität Dresden (TUD) im Vorfeld des 7. Dresdner Werkstoffsymposium (6. und 7. Dezember 2018) eingeschätzt. Dies sei mit Blick auf „kleinere Prozessfenster und komplexere Werkstoffe“ geboten.

„Technischer Fortschritt ohne neue Werkstoffe undenkbar“

Solch interdisziplinäre Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette gilt als Schlüssel, um die Potenziale neuer Designerwerkstoffe künftig. besser auszuschöpfen. „Technischer Fortschritt ist ohne neue Werkstoffe undenkbar“, betonte Prof. Leyens. „Als Verbraucher sehen wir oftmals nur das Produkt, also zum Beispiel ein hochfunktionales Smartphone, ein leichtes Sportgerät oder ein bequemes Verkehrsmittel. Die Werkstoffe bleiben meist im Verborgenen.“

Neben seiner universitären Tätigkeit leitet Christoph Leyens in Personalunion auch das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden. Er gilt als Experte für industriellen 3D-Druck, auch „additive Verfahren“ genannt.

Lange Tradition

Die Dresdner Werkstoff- und Materialwissenschaft hat lange Traditionen und hat auch international beachtete Forschungserfolge erzielt. Mit ihrem Förderantrag für ein neues Exzellenzzentrum für Materiomik Dresden (DCM) waren die TUD-Werkstoffexperten allerdings im Herbst 2018 gescheitert.

Über das Dresdner Werkstoffsymposium

Austragungsort des „Dresdner Werkstoffsymposiums“ ist in diesem Jahr das Hotel Bellevie Dresden. Experten aus Sachsen und dem ganzen deutschsprachigen Raum wollen dort beispielsweise über den Konnex von Industrie 4.0 und der Genese neuer Werkstoff, über neue Materialien für Hochenergie-Batterien, additive Fertigung und Werkstoffe in der Halbleitertechnik sprechen. Mehr Infos gibt es hier im Netz.

Autor: hw