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Roboterkonferenz in Dresden

Cobotics alias Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) im VW-Labor: Der Prototyp ist zwar starr und nicht mobil, zeigt aber, wie die gefahrlose Zusammenarbeit von menschlichen Arbeitern und Robotern funktionieren könnte. Foto: VolkswagenCobotics alias Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) im VW-Labor: Der Prototyp ist zwar starr und nicht mobil, zeigt aber, wie die gefahrlose Zusammenarbeit von menschlichen Arbeitern und Robotern funktionieren könnte. Foto: Volkswagen

Cobotics alias Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) im VW-Labor: Der Prototyp ist zwar starr und nicht mobil, zeigt aber, wie die gefahrlose Zusammenarbeit von menschlichen Arbeitern und Robotern funktionieren könnte. Foto: Volkswagen

Wenn der Kollege stählern ist, muss er per KI Empathie lernen

Dresden, 4. Oktober 2018. Neueste Robotik-Trends im Autobau wollen Ingenieure, Forscher und Anwender auf einer Konferenz am 14. und 15. November 2018 im Hotel „Hilton“ in Dresden diskutieren. Schwerpunkte werden beispielsweise die wachsende direkte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine (Kobotik), „Künstliche Intelligenz“ (KI) im Produktionsprozess und neue Schweißroboter sein.

Schwerlast-Handlanger für den Menschen

Experten von Google, IBM, Fraunhofer und der Uni Stuttgart beispielsweise wollen während der Konferenz „Roboter im Automobilbau“ skizzieren, wie Roboter „Künstliche Intelligenz“ (KI) erlangen können, um effektiver gemeinsam mit menschlichen Kollegen Autos zu montieren. Eine Option dabei ist, den Robotern die richtig schweren Lasten aufzubuckeln, während sich der Mensch auf die Feinarbeit konzentriert. Dafür brauchen solche Roboter aber viele Sensoren und ein gewisses Maß an Intelligenz, damit sie menschliche Kollegen dabei nicht verletzen, wenn sie beispielsweise mit einem Riesenblech herumhantieren.

Produktionsprobleme in Datenfluten erkennen

Produktivitätsfortschritte erhoffen sich die Autobauer und Robotiker auch von selbstlernenden Computern („Machine Learning“) und von der komplexen Auswertung großer Datenmengen („Big Data“). Diese Datenfluten entstehen fast zwangsläufig in hochautomatisierten und mit sehr vielen Sensoren ausgestatteten Fabriken. Richtig analysiert, könnten in diesem Datenrauschen zum Beispiel Produktionsstörungen, die sich im Stillen anbahnen, bereits vorab erkennt werden.

120 Teilnehmer erwartet

Ingenieure und Manager führender deutscher Autokonzerne wollen zudem über die Robotik-Praxis und –Pläne bei VW, Audi, Daimler und BMW berichten. Veranstalter der Konferenz ist die Veranstaltungstochter des Süddeutschen Verlages. Organisator Andras Hetenyi rechnet mit etwa 120 Teilnehmern. Das Veranstaltungs-Unternehmen richte die Tagung erstmals in Dresden aus. Für die sächsische Landeshauptstadt habe man sich insbesondere wegen der Aktivitäten der VW-Manufaktur Dresden entschieden.

Autor: Heiko Weckbrodt