NewsWirtschaftzAufi

BMW baut Autofabrik Leipzig für 300 Millionen Euro aus

Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW
Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW

Kapazität soll auf 350.000 Autos pro Jahr steigen

Leipzig/München, 23. Mai 2018. Die Bayrischen Motorenwerke (BMW) investieren bis 2020 rund 300 Millionen Euro in ihre Autofabrik in Leipzig. Die Produktionskapazität soll dadurch um 100.000 auf dann rund 350.000 Autos pro Jahr steigen. Das hat BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse heute angekündigt. „Wir haben großes Vertrauen in das Können und in die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in unserem Leipziger Werk“, betonte er.

MP Kretschmer: Werkserweiterung stärkt Industrieland Sachsen

„Die Werkserweiterung ist ein deutliches Zeichen, das Sachsen als Industrieland weiter stärkt und gute Arbeitsplätze für die Leipziger Region sichert“, kommentierte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Entscheidung der Bayern. „Ich freue mich, dass BMW Leipzig die Treue hält und hier weiter kräftig investiert.“

Seit 2005 rund 3 Mrd. € in Leipzig investiert

BMW hatte 2005 die Serienproduktion im Leipziger Werk gestartet. Seitdem hat der Autokonzern rund drei Milliarden Euro in den Standort investiert und zirka 2,3 Millionen Fahrzeuge in Leipzig bauen lassen. Derzeit beschäftigt BMW laut eigenen Angaben rund 5300 Mitarbeiter in der sächsischen Messestadt.

BMW fährt auch Elektroauto-Produktion hoch

Seit 2013 fertigt die Fabrik auch elektrische und hybride BMWs der i-Reihe: den i3 und den Sportwagen i8. Wegen der wachsenden Nachfrage für die „Elektrischen“ will die Werkleitung deren Produktion bereits im Herbst 2018 von jetzt 130 auf dann 200 Autos pro Tag hochfahren.

Mehr Roboter und H2-Transporter geplant

Mit den neuen Investitionen wollen die BMW-Manager vor allem die Lackiererei erweitern, knapp 500 zusätzliche Industrieroboter für den Karosseriebau anschaffen, neue Montageanlagen installieren, die Mensch-Roboter-Kooperation („Cobotics“) verstärken, wasserstoff-betankte Transporter kaufen und andere Aufrüstungen finanzieren.

Autor: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger