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Smartphone-Boom: Weniger telefonieren, mehr surfen

Im OLED-Smartphone "Galaxy Note" hat Samsung bereits Novaled-Technologien eingebaut. Abb.: Samsung

Abb.: Samsung

Berlin, 29. Oktober 2012: Innerhalb des Mobiltelekommunikations-Marktes tut sich mehr und mehr eine Schere auf: Während die Anbieter über sinkende Umsätze mit dem Sprach-Geschäft – also sprich: der klassischen Handy-Telefonie – klagen, wachsen die mobilen Datendienste stark. So haben sich die Umsätze mit Datendiensten auf Computertelefonen (Smartphones) seit 2005 auf nun 8,5 Milliarden Euro mehr als verdoppelt, allein 2012 liegt die Wachstumsrate bei 13 Prozent. Dagegen sinkt in diesem Jahr der Umsatz mit Sprachdiensten um vier Prozent auf 12,8 Milliarden Euro – im Jahr 2005 waren es noch 19,1 Milliarden Euro. Das teilte der deutsche Hightech-Branchenverband „Bitkom“ in Berlin mit.

„Ein Ende des Booms bei den mobilen Datendiensten ist nicht abzusehen, wir erwarten einen weiteren Schub durch den Ausbau des neuen Standards LTE“, schätzte der Verband ein. Als Gründe sieht der „Bitkom“ einerseits die starke Verbreitung von Smartphones, deren Konzept eine Daten-Verbindung nahezu unabdingbar macht. Inzwischen sind rund 70 Prozent aller in Deutschland verkauften Mobiltelefone „Smartphones“.

Andererseits haben der harte Wettbewerb zwischen den Mobilfunkanbietern und die regulierenden staatlichen Eingriffe – die zum Beispiel die Preise für Auslands-Telefonie limitierten – die Preise im Sprachdienst-Markt gesenkt, was dort zu sinkenden Umsätzen führte. Heiko Weckbrodt

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