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Streit um Elektronikzentrum CNT: Sachsens Wissenschaftsministerin ist optimistisch

Sabine v. Schorlemer. Abb.: Land Sachsen

Sabine v. Schorlemer. Abb.: Land Sachsen

Dresden, 10. Oktober 2012: Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) ist nach direkten Gesprächen mit dem Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft in München mittlerweile optimistisch, dass der Kern des schließungsbedrohten Nanoelektronikzentrums „CNT“ in Dresden erhalten bleibt. „Wir sind zuversichtlich, dass sich die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Thema Nanotechnologie weiterhin in Dresden engagieren wird“, erklärte von Schorlemer. „Die Forschungskompetenz im Bereich Nanotechnologie muss am Standort erhalten bleiben, das ist unser Ziel. Für unsere Unternehmen der Halbleiterbranche, auch die kleinen und mittleren, ist dies wichtig, um die Innovationskraft am Mikroelektronikstandort zu stärken.”

Dass das CNT seinen Status als selbstständige Forschungseinrichtung verliert und an das Dresdner Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) angegliedert wird, gilt inzwischen als sehr wahrscheinlich. Noch strittig ist vor allem, ob das CNT im Infineon-Reinraum bleiben kann: Die dort installierte 300-Millimeter-Technik gilt als besonders modern und kann nach Expertenmeinung wohl nicht beliebig in einen anderen Reinraum – wie ihn zum Beispiel das IPMS hat – verlegt werden.

Das letzte Wort hat der Fraunhofer-Senat, der am 16. Oktober über die CNT-Auflösung berät. Von Schorlemer will ihren Staatssekretär Henry Hasenflug zu dieser Sitzung schicken, damit der dort die Trommel für die sächsischen Interessen rührt. hw

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