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„PhotoDirector 6“ getestet: Leicht bedienbare Fotobearbeitung

Stört der Nebenbuhler auf dem Urlaubsfoto: Weg mit ihm... Abb.: Cyberlink

Stört der Nebenbuhler auf dem Urlaubsfoto: Weg mit ihm… Abb.: Cyberlink

Cyberlink wildert in Photoshop-Revieren

Wem Bildbearbeitungs-Klassiker wie „Photoshop“ zu aufwendig sind, die selbstgeschossenen Lichtbilder aber als dringend nachbesserungswürdig gelten, kann als Alternative auch mal „PhotoDirector“ anschauen. Das mag nicht soviele Feineinstellungen wie der große Konkurrent bieten, offeriert aber doch mehr Bearbeitungsmöglichkeiten, als man auf den ersten Blick sieht, ist auf eine einfache Benutzerführung fokussiert. Und da Cyberlink eine 30-Tage-Testversion auf seiner Internetseite bereit hält, kann man erst mal ausprobieren, ob man mit dieser Software besser klarkommt, bevor man Geld dafür ausgibt.

Was PhotoDirector kann - Werbevideo von Cyberlink:

Funktions-Pakete für Anfänger und Fortgeschrittene getrennt ansteuerbar

Gemessen daran, dass die taiwanesische Softwareschmiede „Cyberlink“ eigentlich eher für DVD- und Bluray-Abspielprogramme („PowerDVD“) und Videobearbeitungs-Software („PowerDirector“) bekannt ist, zeigt sich die jüngst vorgestellte 6er-Version ihres Fotobearbeiters schon ziemlich ausgefeilt. Hat man einmal seine Fotos in die Programm-Bibliothek geladen, sollten Anfänger im Reiter „Anpassung“ eher die „Vorgaben“ ansteuern: Dort gibt es eine ganze Kollektion vorgefertigter Effekte, um zum Beispiel Landschaften farbenprächtiger, Porträtaufnahmen brillanter oder Schnappschüsse surreal erscheinen zu lassen.

Fettpolster weg, Zähne weißer…

Alternativ kann der Einsteiger gleich zu „Bearbeiten“ springen: Dort findet er oder einfach Werkzeuge, bei dem sich zwar Journalisten die Haare sträuben mögen, weil sie teils nahe an Foto-Fälschungen herangehen, die aber eben einfach zu bedienen sind. Da kann man zum Beispiel die Zähne der lieben Freundin weißer machen, ihren Hautton „verbessern“, die Fettpölsterchen reduzieren, Gesichter austauschen, Pickel oder gleich ganze Personen im Hintergrund wegretouchieren und dergleichen mehr.

Unter den manuellen Optionen kann man mit dem "PhotDirector" oz. B. die Farbtemperatur im Zwei-Fenster-Modus ändern. Ist natürlich nur unter künstlerischen Gesichtspunkten akzeptabel,, da eigentlich eine Verfälschung. Abb.: BSF/hw

Unter den manuellen Optionen kann man mit dem „PhotDirector“ oz. B. die Farbtemperatur im Zwei-Fenster-Modus ändern. Ist natürlich nur unter künstlerischen Gesichtspunkten akzeptabel,, da eigentlich eine Verfälschung. Abb.: BSF/hw

Feintuning findet sich unter „Manuell“

Wer etwas tiefer graben möchte, für den ist der Reiter „Manuell“ unter „Anpassung“ interessanter, wo fiele Funktionen versteckt sind, die man sonst nur von Photoshop und dessen Klonen kennt. Da gibt es beispielsweise Regler für Farbtemperatur, Belichtung, Kontrast, Lichterverteilung und dergleichen mehr.

Hilfreiches Zwei-Fenster-Prinzip

Besonders interessant in all diesen Modi ist das einschaltbare Zwei-Fenster-Prinzip: Das linke Fenster zeigt das Original, das rechte in Echtzeit die Veränderungen, die der Nutzer gerade einstellt. Auch gibt es Module, die mehrere Fotos zu Panoramen oder Diashows zusammensetzen. Und was keine Selbstverständlichkeit bei anderen Genre-Vertretern ist: Das Programm unterstützt auch Rohbilder (RAW-Formate) der gängigsten Kamera-Marken.

Foto: Cyberlink

Foto: Cyberlink

Fazit: Kann nicht alles, aber man kommt weit damit

Der „PhotoDirector“ kann zwar bei weitem nicht soviel wie die nahezu unvermeidliche Referenz „Photoshop“, aber mit den eingebauten Funktionen kommt man schon ziemlich weit. Zudem ist das Cyberlink-Programm für Einsteiger viel leichter zu bedienen. Autor: Heiko Weckbrodt

„PhotoDirector 6“ (Cyberlink), Fotobearbeitung, je nach Version 54 bis 120 Euro

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