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DVD „Das Blut der Wikinger“: Beutezug durch die dunkle Zeit Englands

Hoffen auf fette Beute: mordlustige Wikinger. Foto: Sunfilm

Hoffen auf fette Beute: mordlustige Wikinger. Foto: Sunfilm

Mit „Blut der Wikinger“ nähert sich der Brite Chris Crow der dunklen Zeit zwischen Spätantike und frühem Mittelalter, aus der es nur wenig schriftliche Aufzeichnungen gibt, in der Europa nach dem Untergang des weströmischen Reiches von Beutezügen der Skandinavier und anderer Germanenstämme heimgesucht wurde. Eine Epoche, in der die Angelsachsen bereits Britannien besetzt, die Insel christianisiert war.

Wilinger scharf auf Super-Bibel

Herausgepickt hat sich Crow archetypisch einen Winkinger-Überfall auf ein Kloster der nordenglischen Insel Lindisfarne im Jahr 793: Dem Führer der Nordmannen ist es nicht genug, die Mönche zu massakrieren und deren Schätze zu erbeuten, der Kleinkönig ist auch ganz scharf auf die kunstvolle Bibel des Klosters, der magische Macht nachgesagt wird. Und so verfolgt ein kleiner Wikingertrupp die Mönche Herewald und Athelstan, die sich mit dem Buch aus dem Staub gemacht haben, verliert dabei einen Krieger nach dem anderen, während der junge Herewald selbst zum bewaffneten Streiter für das Christentum wächst…

Werbevideo (Sunfilm):

Kraftvolle Bilder, aber wenig glaubwürdig

Wenngleich „Das Blut der Wikinger“ streckenweise mit einer kraftvollen Bildsprache punktet, hat der blutige Nordmannen-Streifen doch einige Glaubwürdigkeitsprobleme: Warum sollte ein Kriegsfürst Männer und Beute für eine Bibel riskieren, die zu Hunderten in den angelsächsischen Landen erbeutbar waren? Wie kann ein völlig ungeübter Mönch auf Anhieb einen Langbogen spannen und damit sofort einen Hasen treffen? Welchen Superstahl haben diese Wikinger, dass ihre Schwerter nach langen Raubzügen immer noch schartenlos wie frisch aus der Schmiede glänzen?

Foto: Sunfilm

Foto: Sunfilm

Fazit:

Schade eigentlich: Thema und Optik hätten durchaus das Zeug für einen richtig guten „Dunkle Zeit“-Film hergegeben. Leider wurde der Plot wenig überzeugend in Szene gesetzt. Heiko Weckbrodt

„Das Blut der Winkinger“ (Sunfilm), UK 2012, Regie: Chris Crow, 90 Minuten, Boni: Making of (Englisch ohne Untertitel), FSK 16, DVD acht Euro, Bluray zehn Euro

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