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Rekordquartal für Chip-Auftragsfertiger TSMC

Abb.: TSMC

Abb.: TSMC

Hsinchu, 18. Juli 2013: Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC scheffelt ordentlich Kohle – und erntet damit die Früchte seines forcierten Investitionskurses: Im zweiten Quartal 2013 setzte der taiwanesische Konzern mit Hauptsitz in Hsinchu insgesamt 155,9 Milliarden Taiwan-Dollar (3,97 Milliarden Euro) um, 21,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen heute mitteilte. In der Gewinnmarge kann sich die Foundry inzwischen mit Branchengrößen wie Apple oder Intel messen: 51,8 Milliarden Taiwan-Dollar (1,3 Milliarden Euro, plus 23,8 %) entsprechen einer Profitabilität von 33 Prozent.

Modernisierungskurs zahlt sich für Taiwanesen aus

TSMC-Finanzchefin Lora Ho

TSMC-Finanzchefin Lora Ho

„Dank der Nachfrage für unsere fortgeschrittenen Technologien haben wir in Umsatz und Gewinn ein Rekordquartal erreicht“, kommentierte TSMC-Finanzchefin Lora Ho die Ergebnisse. Dahinter stecken die milliardenschweren Sonderaufwendungen, die die Taiwanesen in den vergangenen Monaten in die Umrüstung ihrer Fabriken auf feinere Chipstrukturen (u. a. 28-Nanometer-Technologie) umgeleitet hatten. Dank der hohen Gewinnspannen kann TSMC diesen Kurs nun wohl fortsetzen.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Ho mit einem weiteren Umsatzwachstum, allerdings in abgeschwächter Form, da viele Kunden nun erst einmal daran gehen dürften, ihre Lager zu leeren.

TSMC ist die größte Chip-Foundry weltweit und zählt Branchengrößen wie Nvidia, AMD und Apple zu seinen Kunden. Auf Platz 2 folgt international Globalfoundries – die Amerikaner, die Werke in Dresden, Singapur und New York betreiben, veröffentlichen allerdings nur selten Geschäftsergebnisse. Heiko Weckbrodt

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