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Mondnazi-Simulation „Iron Sky – Invasion“: Die Reichsflugscheiben greifen wieder an

Okay. das sieht gar nicht gut aus: Die Mondnazis haben ihre Weltraumzeppeline im erdorbit in Stellung gebracht. Abb.: BSF

Okay. das sieht gar nicht gut aus: Die Mondnazis haben ihre Weltraumzeppeline im erdorbit in Stellung gebracht. Abb.: BSF

Wer geglaubt hat, der Angriff der Mond-Nazis sei im April durch das US-Kriegsraumschiff „G. W. Bush“ abgeschmettert worden, hat sich gründlich geschnitten: Die Reichsflugscheiben rasen wieder gen Erde und setzen in der Weltraum-Simulation „Iron Sky – Invasion“ die bizarre Story der finnischen Nazi-Groteske „Iron Sky“ fort. Mit an Bord sind unter anderen die süße Fascho-Erdexpertin Renate Richter (Julia Dietze) und die beliebt-unfähige US-Präsidentin, die so verdächtig der Tea-Party-Anführerin Sarah Palin ähnelt. Und da macht es doch gleich doppelt so viel Spaß, als Erdverteidiger mit Lasern und Raketenwerfern in Kosmo-Zeppeline und „Walküre“-Ufos bei Wagner-Musik reinzuholzen.

Klar: Die Faschos kommen natürlich in Frieden
"Erdexpertin" Richter als Missions-Geberin. Abb.: BSF

„Erdexpertin“ Richter (Julia Dietze) als Missions-Geberin. Abb.: BSF

Wer den Film nicht kennt, hier die Story in Kürze: 1945 haben sich ein paar Nazis in Reichsflugscheiben (alias fliegende Untertassen) zur Rückseite des Mondes abgesetzt, dort eine Basis aufgebaut und über 70 Jahre lang aufgerüstet. Als die ultrakonservative US-Präsidentin des Jahres 2018 jedoch aus PR-Gründen einen Schwarzen zum Mond schickt und der die Nazi-Basis entdeckt, setzen die Übermenschen zum Gegenschlag gen Erde an, nachdem sie mit einem eroberten iPad ihre Vergeltungswaffe „Götterdämmerung“ endlich zum Fliegen gebracht haben. Motto: „We come in Peace!“.

Die nun veröffentlichte PC-Spiel „Iron Sky – Invasion“ von „Reality Pump“ steht in der Tradition solcher Weltraum-Shooter-Klassiker wie „Wing Commander“, ist aber simpel genug in der Bedienung, dass auch Genre-Einstieger Spaß haben. Freilich gibt es die üblichen Optionen, nach und nach auf schnellere Gleiter umzusteigen, die eigenen Schilde und Waffensysteme zu verbessern und andere Aufrüstungen zu kaufen – indem man Nazi-Weltraumtrümmer aufsammelt und sie dann der Internationalen Raumstation ISS verkauft.

Rette den Bollywood-Satelliten!
Eine "Rheingold"-Reichsflugscheibe. Abb.: Topware

Eine „Rheingold“-Reichsflugscheibe. Abb.: Topware

Was aber den besonderen Charme des Spiels ausmacht, sind die schon aus dem Film bekannte Steampunk-Optik der Mondnazi-Raumschiffe und die Auftritte der Filmprotagonisten, die uns schon mal höchst abartige Aufträge erteilen wie (mitten im Krieg wohlgemerkt) den Angriff der V-Ufos gegen einen indischen TV-Satelliten abzuwehren – weil die Inder ihren neuesten Bollywood-Schinken unbedingt angucken wollen.

Fazit:

Ein turbulentes und oft auch bizarres Spaßspiel, in dem es vor allem um eines geht: Zerlasert die Mondnazi-Schweine! Heiko Weckbrodt

Iron Sky – Invasion“ (Reality Pump Studios/Topware), Weltraum-Aktions-Simulation mit Steampunk-Elementen für PC, PS3 und X-Box, USK 12
 

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