Alle Artikel mit dem Schlagwort: Robotron

Robotron-Geschäftsführer Ulf Heinemann. Foto: Heiko Weckbrodt Foto: Heiko Weckbrodt

Robotron durchleuchtet Datenfluten der Industrie 4.0

Weltweiter Trend zu hochautomatischen Fabriken lässt Dresdner Software-Konzern wachsen Dresden, 27. Juli 2018. Robotron spezialisiert sich nun stärker auf die Analyse großer Datenfluten („Big Data“), die in den hochautomatisierten Fabriken der „Industrie 4.0“ entstehen. „Aus diesem Industriesektor kommt für uns derzeit das größte Wachstum“, sagte Ulf Heinemann, einer der Geschäftsführer des Dresdner Datenbank-Konzerns. Dieses Geschäftsfeld werde Robotron ausbauen.

Der Hauptsitz von Robotron RDS in Dresden-Gittersee. Abb.: hw

Robotron plant Campus für intelligente Energiesysteme in Dresden

Dresden, 23. Juli 2018. Die Dresdner Softwareschmiede Robotron nimmt am Freitag ihren neuen Bürokomplex im Gewerbegebiet Coschütz/Gittersee in Betrieb. Der rund fünf Millionen euro Neubau soll Platz für über 100 zusätzliche Arbeitsplätze bieten. Dank der guten Auftragslage wachse Robotron stetig, hatte Geschäftsführer Ulf Heinemann im Vorfeld betont. Wachstumstreiber seien vor allem Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Elektromobilität, Gateway-Administration, Smart Energy und die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung, erklärte Heinemann.

Der Quadcopter RC Video One hat, wie es der Name schon sagt, 4 Rotoren, eine Kamera an der Nase und blinkernde Farb-LEDs - ein Hingucker. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Die Inventur übernimmt die Drohne

Robotron und BMW bringen schwebenden Lageristen bei, Ersatzteile zu unterscheiden Dresden, 26. April 2018. Lager-Inventuren erledigen in Zukunft autonome Drohnen, die dank künstlicher Intelligenz (KI) selbstständig Ersatzteile und andere Gegenstände erkennen, wenn sie durch die Regalreihen schweben. Eine entsprechende Technologie haben nun die Dresdner Softwareschmiede Robotron und der Münchner Autokonzern BMW entwickelt. Das hat Uwe Wieland angekündigt, der bei Robotron den Geschäftsbereich „Industrie“ leitet.

Das Robo-Gate. Foto: Robotron

Robotron Dresden entwickelt wieder Hardware

Nachfolger des Computerkombinats macht heute Fabriken „Industrie 4.0“-tauglich Dresden/Hannover/Beierfeld, 22. April 2018. Robotron bietet erstmals seit der Wende vor 28 Jahren wieder Hardware an. Allerdings verkauft der Namens-Nachfolger des DDR-Computerkombinats keine Großrechner oder PCs. Vielmehr offeriert das Dresdner Unternehmen nun kleine Elektronikboxen, die alte Maschinen und Roboter „Industrie 4.0“-tauglich machen. „Diese ,Robo-Gates’ haben wir gemeinsam mit Turck Duotec aus dem Erzgebirge entwickelt“, berichtet Uwe Wieland, der bei Robotron für die Industriekunden zuständig ist. „Ein ganz und gar sächsisches Produkt also.“ Vorführen wollen es die Dresdner ab Montag auf der Hannovermesse 2018.

So etwa stellen sich die Kreativwirtschaftler eine Zukunft der Robotron-Kantine Dresden als Open Future Lab vor. Der Umbau würde allerdings (mindestens) 14,5 Millionen Euro kosten. Visualisierung: wir-gestalten-dresden.de

4 Zukunftsoptionen für Robotron-Kantine Dresden

Kreativwirtschaftler stellen ihr „Open Future Lab“-Konzept vor Dresden, 4. Februar 2018. Die Kantine des früheren DDR-Computerkombinats Robotron in der Dresdner Innenstadt soll für 14,5 Millionen Euro zum „Open Future Lab“ umgebaut werden. Einen entsprechenden – allerdings unfinanzierten – Vorschlag wollen Vertreter des „Branchenverbands der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft“ morgen im Kraftwerk Mitte vorstellen. Die Kantine soll demnach Veranstaltungssäle, Labore und Ausstellungsräume bekommen, in denen sich Forscher, Künstler, Jungunternehmer und Dresdner Bürger austauschen können.

Xenon-Geschäftsführer Dr. Hartmut Freitag hat sein technologisches Rüstzeug an der TU Dresden erworben - und profitiert bis heute von dieser Ausbildung. Foto: Heiko Weckbrodt

„Wir fühlten uns wie das A-Team“

Hartmut Freitag war Offizier, Tänzer, Konstrukteur – heute ist er einer der Chefs im Dresdner Vorzeige-Unternehmen Xenon Dresden, 18. Januar 2018. „Xenon Automatisierungstechnik“ gilt in Dresden als Vorzeige-Beispiel für eine sehr erfolgreiche Unternehmensgründung der Nachwende-Zeit – und weit über Sachsen hinaus als ein Vorreiter der „Industrie 4.0“. 1990 von den Ingenieuren Dr. Eberhard Reißmann und Dr. Hartmut Freitag gegründet, gehört das Sondermaschinenbau-Unternehmen heute zu den Top-Adressen für Fabrik-Automatisierung. Was als kleine Kellerfirma begann, ist inzwischen ein mittelständisches Unternehmen mit 55 Millionen Euro Jahresumsatz und rund 300 Mitarbeitern in Deutschland, China und Mexiko. Eng verwoben sind die Geschichte und Geschicke des Unternehmens mit der Dresdner Uni und dem DDR-Computerkombinat Robotron – auch durch viele persönliche Bande.

Die Robotron-Kantine in Dresden. Foto: Marco Dziallas, ostmodern.org

Ostmodern: Robotron-Kantine soll an DDR-Computerkombinat erinnern

Initiative schlägt Umbau zur „Kulturkantine“ Dresden vor Dresden, 31. Januar 2017. An das Dresdner Hauptquartier des DDR-Computerkombinats Robotron soll in Zukunft wenigstens noch ein kleiner baulicher Rest erinnern. Das haben die Initiativen „Ostmodern“ und „Industrie.Kultur.Ost“ gefordert. Sie warnen davor, das Kombinatsgelände – wie bisher schon teilweise geschehen – vollständig zu Gunsten eines neuen Wohngebiets in der Innenstadt abzureißen. Vielmehr sollte wenigstens die ganz im Stil der Ostmoderne gestaltete Robotron-Betriebskantine erhalten werden. Als „Kulturkantine“ könnte dieses Baudenkmal beispielsweise ein Retro-Café, eine Dauerausstellung über die Mikroelektronik in Sachsen und eine Fotografie-Schau beherbergen, schlagen die Initiatoren vor.

Coool-Case-Fabrik in Dresden. Foto: Coool Case

CooolCase Dresden startet nach Pleite neu

Durch Paket-Butler und andere neue Aufträge sieht Chef Michel wieder Morgenröte für Gehäusebau-Firma Dresden, 29. Juli 2016. Mit einem mechanischen „Paket-Butler“, der Pakete vom Boten automatisch an der Wohnungstür entgegen nimmt, und anderen Auftragskonstruktionen für Technologiefirmen will Geschäftsführer Christian Michel das angeschlagene Dresdner Gehäusebau-Unternehmen „CooolCase“ nun doch noch aus der Pleite führen: „Unsere alten Kunden haben uns die Treue gehalten, wir haben neue Aufträge gewinnen können und dies gibt CooolCase eine Zukunft“, sagte er. Allerdings ist seit der Insolvenz Mitte September 2015 fast jeder zweite Job flöten gegangen: Statt mit 120 startet der Betrieb nun mit nur noch 65 Mitarbeitern neu.

Die etagengroßen Bleiglasfenster am Robotron-Komplex ließen sich laut Investor nur segmentweise bergen. Foto: Immovation

Robotron-Fenster in Teilen geborgen

Komplettausbau am alten Kombinatsgebäude ist indes gescheitert Dresden, 27. April 2016. Viel Anfassbares wird von Robotron am Ende wohl nicht übrig bleiben, aber zumindest ein kleines Stück „DDR-Kunst am Bau“ ist als Erinnerung an das DDR-Computerkombinat nun geborgen: Das Immobilien-Unternehmens Immovation AG lässt derzeit einen Riegel des früheren Robotron-Hauptsitzes im Dresdner Zentrum abreißen und hat dabei Teile der Buntglasfenster aus DDR-Zeiten bergen lassen. Das teilten der Investor und die Stadtverwaltung heute mit.

Immovation-Vorstand Lars Bergmann. Foto: Immovation AG

Investor will Robotron-Glasmosaike nun doch retten

Immovation AG will versuchen, Relikte vom DDR-Computerkombinat zu bergen Dresden, 2. März 2016. Das „Netzwerk Ostmodern“ hat im Kampf um erhaltenswerte DDR-Alltagszeugnisse einen Etappensieg errungen: Das Kassler Immobilienunternehmen „Immovation AG“ will nun doch noch versuchen, einen Teil der Dresdner Robotron-Glasmosaike zu bergen, bevor die Zentrale des früheren DDR-Computerkombinats abgerissen wird. Immovation-Vorstand Lars Bergmann reagierte damit auf einen Appell der Initiative „Netzwerk Ostmodern“, die sich für besondere Zeugnisse der ostdeutschen Architektur einsetzt.

Der Robotron-Komplex in Dresden. Foto: Immovation AG

Denkmalschutz sieht keine Chance für Robotron-Glasmosaike

Zentrale des früheren DDR-Computerkombinats wird schrittweise abgerissen – nur einige künstlerische Elemente kommen ins Lapidarium Dresden, 2. März 2016. Die Bleiglasfenster der Künstler Günter Gera und Gerhard Papstein im Robotron-Komplex Dresden können „aus technischen Gründen“ nicht vor den abrückenden Abriss- und Scherenbaggern gerettet werden. Dies hat das Dresdner Denkmalschutzamt auf Oiger-Anfrage eingeschätzt. Die Behörde reagierte damit auf Appelle der Initiative „Netzwerk Ostmodern“. Die hatte – wie wir gestern berichtet hatten – gefordert, die Buntglasfenster und andere Relikte aus den Gebäuden des früheren DDR-Computerkombinats Robotron zu retten, bevor der Kassler Investor „Immovation AG“ beginnt, die ersten Gebäuderiegel zugunsten künftiger Wohnbauten abzureißen.

Der Robotron-Komplex in Dresden. Foto: Immovation AG

Ostmodern: Robotron-Glaskunst droht Zerstörung

Netzwerk appelliert an Investor, bei Abriss im Dresdner Zentrum Bleiglasfenster zu retten Dresden, 1. März 2016. Das Dresdner Netzwerk „Ostmodern“ hat vor einer Zerstörung wertvoller Baukunst in der ehemaligen DDR-Computerschmiede Robotron gewarnt. Das Netzwerk hat heute an den Kasseler Investor „Immovation AG“ appelliert, insbesondere die farbig-abstrakten Bleiglasfenster zu retten, die im Atrium des Robotron-Komplexes an der St.-Petersburger Straße verbaut sind. Dort nämlich werden voraussichtlich in den nächsten Tagen die Hydraulik-Scheren-Bagger anrücken, um das Gebäude abzureißen. Dann drohen auch die Buntglas-Fenster zu Bruch zu gehen.

Xenon-Monteur Andreas Donath prüft einen Roboter für eine Widerstands-Schweißanlage. Foto: Heiko Weckbrodt

Automatisierungs-Trend beschert Xenon Dresden Auftragsschub

Ein Fünftel mehr Umsatz für Sondermaschinenbauer Dresden, 19. Februar 2015. Das wachsende Interesse deutscher Automobil-Zulieferer, Chipwerke und anderer technologie-orientierten Industrien, ihre Fabriken stärker zu automatisieren, sorgt beim Dresdner Sondermaschinenbauer „Xenon“ für kräftiges Wachstum. Das Unternehmen hat proppenvolle Auftragsbücher, im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 19 Prozent auf 25 Millionen Euro. Für dieses Jahr rechnet Geschäftsführer Hartmut Freitag, der das Unternehmen gemeinsam mit Tobias Reißmann leitet, mit weiteren Nachfrageschüben – vor allem aus dem Automobilsektor.

Gemeinsam mit Partnern wie Bosch und AE sorgt die Dresdner firma "Coool Case" dafür, dass stromlose Gegenden zum Beispiel in Afrika mit autarken Solarkraftwerken mit Energiespeichern ausgerüstet werden können. Montage: hw, Fotos: AE, ProfessorX, Wikipedia, Lizenz: Public Domain

Ökostrom-Inseln für Afrikas Dörfer

Dresdner „Coool Case“ sorgt mit für autarke Solarkraftwerke in netzlosen Regionen Dresden, 20. November 2014: Wer hätte das gedacht? Das DDR-Computerkombinat „Robotron“ ist längst untergegangen – und doch helfen Robotroner jetzt afrikanischen Dörfern, endlich Strom zu bekommen und damit Licht, Computer, Fernsehen und andere „Segnungen“ westlicher Zivilisation. Das Dresdner Unternehmen „Coool Case“ nämlich ist ursprünglich aus einer PC-Fabrik des ostdeutschen Computerriesen hervorgegangen, viele alte Robotroner arbeiten immer noch dort und sie liefern jetzt Spezialschränke für Energiespeicher und Wechselrichter, die inzwischen in südlichen Entwicklungsländern eingesetzt werden, um Dörfer weitab von jedem öffentlichen Stromnetz mit dezentralen Sonnenstrom-Kraftwerken zu elektrifizieren. Und während andere deutsche Unternehmen und Investoren seit der Solarkrise alles, was mit „Erneuerbaren Energien“ zu tun hat, scheuen wie der Teufel das Weihwasser, wächst „Coool Case“ mit eben solchen Produkten.

Leider eine kleine Minderheit in der Begabtenförderung am SRZ: Informatik-Mädchen. Foto SRZ

IF SRZ Dresden = 30 THEN Feier

Schülerrechenzentrum hat in 30 Jahren zahlreichen Talenten die Informatikkarrieren geebnet Dresden, 16. Oktober 2014: „Input $A. IF $A = „Universe Question“ THEN PRINT 42”… Mit einfachen BASIC-Routinen wie diesen haben Generationen Dresdner Schüler das Programmieren gelernt, oft noch an Robotron-Heimcomputern, später an PCs. Die Besten von ihnen kamen ins Schülerrechenzentrum (SRZ) – und dessen Team hat heute mit rund 200 „Ehemaligen“ das 30. Jubiläum dieser spezifisch Dresdnerischen Fördereinrichtung für begabte Jung-Programmierer gefeiert. Viele von ihnen sind heute anerkannte Informatik-Haie, IT-Berater oder haben ähnliche Laufbahnen im „Silicon Saxony“ eingeschlagen.