Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rechenzentrum

Der neue Supercomputer der TU Dresden. Im hochabgesicherten Server-Raum ist noch viel Platz für Erweiterungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Rechenzentren sorgen für Wirtschaftswachstum

Analyse: Wo Computer vernetzt sind, da siedelt sich die Internetwirtschaft an Frankfurt am Main, 4. Oktober 2017. Supercomputer und vernetzte Rechenzentren kurbeln das Wirtschaftswachstum der jeweiligen Region an. Sie erhöhen die regionale Wettbewerbsfähigkeit und bilden einen fruchtbaren Nährboden für neue Unternehmen der Internetwirtschaft. Das geht aus einer Analyse des „Digital Hub FrankfurtRheinMain“ hervor.

IT-Eigenbetriebs-Chef Michael Breidung inspiziert das Rechenzentrum unterm Rathaus-Dach. Foto: hw/mb

Halbe Million Seelen unterm Rathausdach

Im neuen städtischen Rechenzentrum ist die ganze Dresdner Bürgerschaft vom Baby bis zum Greis abgespeichert Dresden, 8. Juli 2015. Es rauscht gewaltig unterm Dresdner Rathausdach. Ein Rauschen von einer halben Million Seelen. Oder. Um es etwas prosaischer zu sagen: In ihrem neuen Rechenzentrum bunkert die Verwaltung die Daten von allen Dresdnern – und ein bisschen mehr. „Hier sind Informationen über alle Bürger der Stadt drin“, sagt Rechenzentrum-Chef Jürgen Meier vom städtischen Eigenbetrieb für informationstechnologische (IT) Dienstleistungen. „Aber auch über Auswärtige, die in Dresden zum Beispiel einen Strafzettel bekommen haben.“ Einträge aus dem Einwohnermeldeamt sind da abgespeichert, wichtige Finanzdaten, Einträge vom Standesamt und vielen anderen Fachbehörden. Zudem werden die Kita-Platz-Vergabe und der städtische Internetauftritt von hier aus abgewickelt. Auch um den staatlich verordneten Schutz der Dresdner Jugend kümmern sich die Elekronenhirne unterm Dach: Sie überwachen beispielsweise, ob an den rund 7000 PCs, die in den Schulen der Stadt installiert sind, die Jugendschutz-Filter gegen schweinische Seiten im Netz brav funktionieren.

Ursprünglich woillte Prof. Christof Fetzer von der TU Dresden nur sein Haus effektiv heizen. Entstanden ist daraus ein innovatives Konzept, die Abwärme dezentraler Rechenzentren ökologischer zu nutzen. Foto: Cloud & Heat, Seedmatch

Berechnende Öfen

Dresdner „Cloud & Heat“ sammelt Geld vom Internetschwarm, um auch US-Eigenheime mit Computern zu beheizen Dresden, 15. Dezember 2014: Statt Rechenzentren aufwendig herunterzukühlen und die Abwärme unökologisch in die Luft zu pusten, heizt die junge Dresdner Firma „Cloud & Heat“ mit Hochleistungs-Computern ganze Häuser – und vernetzt sie zu virtuellen Rechenzentren. Weil das Konzept ankommt, möchten die Sachsen ihre „grünen“ Rechenwolken nun auch international anbieten, insbesondere in den USA. Das Anschubkapital für diese Expansion wollen sie teilweise online einsammeln – über die Dresdner Internetschwarm-Plattform „Seedmatch“. Mit dem Erlös könne das Unternehmen seine „vielen Ideen sehr schnell umsetzen“, betonte „Cloud&Heat-Gründer und -Chef René Marcel Schretzmann.

Die "iMed24"-Klinik auf dem Comarch-Campus in Krakau wurde als Prototyp für die Telemedizinklinik der Zukunft gebaut. Foto: Comarch

Comarch steigt in Telemedizin ein

Softwarefirma will Netzwerke für medizinische Hightech-Versorgung der Zukunft knüpfen Krakau/Dresden, 11. April 2014: Die Software-Firma „Comarch“ steigt in die Telemedizin ein – und wird damit auch zum Hardware-Hersteller. Das Unternehmen bietet nun zum Beispiel Hightech-Assistenzgeräte an, die insbesondere Senioren manchen Arztbesuch ersparen und die medizinische Versorgung auf dem Lande verbessern sollen. „Auch hier in Sachsen bemühen wir uns, solch ein Projekt aufzubauen und Referenzlösungen zu schaffen“, kündigte Manager Dariusz Biernacki von der Comarch-Deutschlandzentrale in Dresden an.

Lüfter-Gebrüll und Polarwind: Software-Firma Comarch nimmt Rechenzentrum in Dresden in Betrieb

Dresden, 26. April 2013: Die deutsche Tochter des polnischen Software-Unternehmens Comarch hat heute in Dresden ein Tier-3-Rechenzentrum in Dresden eröffnet. Inklusive des neuen Firmensitzes von Comarch Deutschland gleich nebenan investierte das Unternehmen zwölf Millionen Euro. Von Dresden aus will die Firma, die bisher vor allem Spezialprogramme für große Telekommunikationskonzerne wie Telekom und Vodafone entwickelte, nun den Mittelstand im deutschsprachigen Raum gewinnen: mit Buchhaltungs- und Finanz-Softwarepaketen aus der Rechnerwolke, der „Cloud“. Oiger-Redakteur Heiko Weckbrodt hat das Comarch-Rechenzentrum vorab besichtigt und sich mit Christoph Kurpinski unterhalten, dem Chef der „Comarch Software und Beratung AG“.

Neues Comarch-Rechenzentrum Dresden geht in die Cloud

Polnische Softwarefirma investiert 12 Millionen Euro Dresden, 13. April 2013: Die polnische Softwareschmiede „Comarch“ nimmt demnächst ein rund zwölf Millionen Euro teures Rechenzentrum in TU-Nähe offiziell in Betrieb. Gleich daneben ist an der Chemnitzer Straße der neue Sitz von Comarch Dresden in einem sanierten Altbau entstanden. Die Polen wollen von dort aus vor allem ihre Dienste in der „Cloud“ („Rechnerwolke) für den deutschsprachigen Raum ausbauen, sprich: Telekommunikationkonzernen und anderen Kunden internetgestützte Rechenkapazitäten, Speicherplatz für Kundendaten und Abrechnungs-Services anbieten.

Server heizen bald Dresdner Wohnungen

Dresden, 13. Januar 2013 (aktualisierte Fassung 16.1.13): Server-Computer wohltemperiert zu halten und ihre Verlustwärme abzuführen, gehört zu den größten Herausforderungen von Rechenzentren, in denen oft Hunderte oder gar Tausende von Prozessorkernen gekühlt werden müssen. Statt diese Wärme in die Luft zu blasen, will das Dresdner Unternehmen “AoTerra” diese Energie nun sinnvoll nutzen: Sie stellt zwölf ihrer Server in eine alte Sauerkrautfabrik an der Martin-Luther-Straße in der Dresdner Neustadt, die zu einem Wohnkomplex umgebaut wurde. Mit der Hitze will sie die Wohnungen und das Trinkwasser in dem Gebäude beheizen. Die Abwärme jedes Rechners soll ausriechen, um je eine Wohnung zum Nulltarif zu beheizen. Der sächsische Umweltminister Frank Kupfer (CDU) hat den Projektpartnern für das „innovative Heizsystem“ einen Fördergeldbescheid über 82.000 Euro übergeben. Laut Umweltministerium entfielen 2011 rund 1,8 Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauchs auf Rechenzentren. “Diese 9,7 Terrawattstunden entsprechen der Leistung von vier Kohlekraftwerken und dem Jahresstromverbrauch von rund 2,7 Millionen deutschen Haushalten”, teilte das Ministerium mit. hw

IBM will Hochspannungs-Rechenzentren solar antreiben

Bangalore, 9.11.2011: IBM probiert neue Wege aus, um Rechenzentren auch in Entwicklungszentren ohne stabiles Stromnetz betreiben zu können. Der US-Konzern hat nun im indischen Bangalore eine Solaranlage in Betrieb genommen, die Hochspannungs-Computer direkt mit Gleichstrom versorgt. Die Anlage liefere circa 50 Kilowattstunden Strom an bis zu 330 Tagen im Jahr bei durchschnittlich fünf Stunden Leistung am Tag – dies entspreche für den Anfang rund einem Fünftel des Gesamtbedarfs des Rechenzentrums. Indem man darauf verzichte, den von den Solarmodulen gelieferten Strom erst auf Wechselstrom zu richten und herunter zu transformieren, könne zudem der Energieverbrauch eines Rechenzentrums um rund zehn Prozent gesenkt werden.