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Rechenzentrumspreis 2019 für „Cloud & Heat“ aus Dresden

In den Computer-Containern von "Cloud & Heat" Dresden sind CRechentechnik. Kühlung udn Überwachungssysteme schlüsselfertig vorbereitet. mit Foto: Cloud & Heat
In den Computer-Containern von „Cloud & Heat“ Dresden sind Rechentechnik, Kühlung und Überwachungssysteme schlüsselfertig vorbereitet. Foto: Cloud & Heat

Jury würdigt Software für Rechenlast-Verteilung

Dresden/Flörsheim am Main, 14. April 2019. Für Energiespar-Lösungen im Computersektor hat die „Cloud & Heat Technologies“ aus Dresden nun in Flörsheim am Main den „Deutschen Rechenzentrumspreis 2019“ in der Kategorie „Ressourceneffiziente Rechenzentren“ gewonnen. Das haben das Dresdner Unternehmen sowie der Preis-Ausrichter, die „dc-ce RZ-Beratung“ aus Frankfurt am Main, mitgeteilt.

Software teilt Standorten die Aufgaben nach Effizienz zu

Die Jury würdigte damit eine Software-Lösung von „Cloud & Heat“. Dieses Programm richtet sich vor allem an Betreiber, die mehrere gekoppelte („förderierte“) Rechenzentren betreiben statt nur eines. Die Software sorgt automatisch dafür, dass Rechenaufgaben und der damit verbundene Energieverbrauch möglichst optimal auf die verschiedenen Rechenzentren innerhalb des Verbundes verteilt werden. „Hiermit können Lasten innerhalb von Rechenzentren-Netzwerken voll automatisiert und intelligent verteilt und dort platziert werden, wo es aus energetischer Perspektive am sinnvollsten ist“, heißt es in der Beschreibung. „So findet erstmals eine standortübergreifende Energieoptimierung statt.“

„Rechenkapazität als Energieträger“

„Wir betrachten Rechenkapazität als Energieträger, der leichter und schneller über weite Strecken transportiert werden kann – viel leichter als zum Beispiel Strom oder Fernwärme“, erläuterte Infrastruktur-Architekt Matthias Goerens von „Cloud & Heat“ diesen Ansatz. Dadurch werde es für die Kunden leichter, zum Beispiel Stromüberangebote auszunutzen, die Solar- oder Windkraftwerke ins Netz einspeisen. Da die Dresdner zudem die Abwärme von Computern für Heizzwecke einsetzen, können sie die förderierten Rechenzentren auch zu „Virtuellen Kraftwerken“ zusammenschalten.

Rechenzentren im Container

Die Jury bedachte „Cloud & Heat“ zudem mit einen zweiten Preis in der Kategorie „Rechenzentrums-Klimatisierung und -Kühlung“. Damit würdigten die Preisrichter die neue Generation von Container-Rechenzentren namens „DCnextGen“, die die Dresdner entwickelt haben. Diese Rechenzentren sind in Standard-Containern vorinstalliert und können dadurch rasch in nahezu jede Ecke der Welt verschifft und dort aufgebaut werden.

Der Deutsche Rechenzentrumspreis

Den „Deutschen Rechenzentrumspreis“ hatte 2011 Ulrich Terrahe, der Chef des Beratungsunternehmens „dc-ce RZ-Beratung“, initiiert. Der Preis wird während des jährlichen Netzwerktreffens „Future Thinking“ vergeben und prämiert Lösungen, um den Energieverbrauch von Rechenzentren einzudämmen.

Cloud & Heat mit Wurzeln an der TU Dresden

„Cloud & Heat“ hat seine Wurzeln in der TU Dresden, wurde 2011 gegründet und hat inzwischen rund 80 Mitarbeiter. Das Hauptquartier und Entwicklungszentrum befindet sich in Dresden. Die Rechenzentrums-Container werden bei einem Auftragsfertiger in Tschechien gefertigt.

Autor: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger