Alle Artikel mit dem Schlagwort: Landwirtschaft

SIB-Chef Christian Müller (links)begutachtet mit Mike Denk und Eckart Fraustadt von der FF Agrarbau GmbH ein Muster des neuen säurefesten Betons. Foto: Meeco Communication

Sachsen entwickeln säurefesten Beton

„FF Agrarbau“ will damit Bauern gegen den Säurefraß in Siloanlagen helfen Dippoldiswalde/Weimar, 7. Mai 2019. Um den Säurefraß in Silokammern, Biogaserzeugern  und anderen landwirtschaftlichen Anlagen zu stoppen, hat ein die „FF Agrarbau“ aus Dippoldiswalde nahe Dresden einen säurefesten Polymer-Beton entwickeln. Das hat die Dresdner Sparkassen-Tochter „SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft“ (SIB) mitgeteilt. Die SIB hatte den Entwicklungsprozess als Anteilseigner finanziell unterstützt.

Feldschwarm: Kleine Elektro-Roboter statt riesiger Traktoren sollen künftig die Felder bestellen. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Feldschwarm rollt an

Sächsische Ingenieure wollen autonome Elektro-Roboter vernetzt zur Ernte schicken Dresden, 7. März 2019. Ingenieure der Technischen Universität Dresden (TUD), des Fraunhofer-Verkehrsinstituts IVI und weiterer Forschungspartner haben heute in Dresden dem sächsischen Agrarminister Thomas Schmidt (CDU) die ersten Komponenten eines „Feldschwarms“ vorgeführt. Dahinter steckt die Idee, vergleichsweise leichte, elektrisch angetriebene und schnell umrüstbare Agrarroboter per Funk zu koppeln und dann Tag und Nacht die Felder autonom bestellen zu lassen. Diese Schwärme sollen Boden und Umwelt weniger belasten als heutige Riesenmaschinen und Monokulturen.

Zwischen dem Gestern und dem Morgen: Schon zu DDR-Zeiten, als es noch das Fortschritt-Kombinat mit seinen Großfabriken für Mähdrescher, Traktoren und andere Landmaschinen gab, konzentrierte die TU Dresden ihre Agrartechnik-Experimente an der Südhöhe in Dresden. Im Vordergrund steht ein mit moderner Steuerungstechnik ausgerüsteter "New Holland"-Traktor, an dem die Ingenieure neue Bodenbearbeitungs- und Ernte-Anhänger ausprobiert. Foto: heiko Weckbrodt

Der Roboter erntet

IDTEchEx: Landwirtschaft ist still und leise zum Vorreiter für autonomes Fahren geworden Cambridge, 13. September 2017. Die Landwirtschaft könnte neben der Autoindustrie zum Vorreiter für automatisches und autonomes Fahren werden. Das hat das Marktforschungs-Unternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge in der Studie „Agricultural Robots and Drones 2017-2027: Technologies, Markets, Players“ prognostiziert.

Immer weniger Bauern in Sachsen

Kamenz, 4. September 2017. In der sächsischen Landwirtschaft arbeiten immer weniger Menschen. Zählte das Statistische Landesamt in Kamenz im Jahr 2010 noch 36.000 Beschäftigte im Agrarsektor des Freistaats, waren es zur jüngsten Zählung im Jahr 2016 nur noch 32.400 – also 10 % weniger. Davon waren mehr als die Hälfte (55 Prozent) ständige Arbeitskräfte, knapp ein Viertel Familienarbeitskräfte (24 Prozent) und 21 Prozent Saisonarbeitskräfte.

Wo ist Kuh 174?

In den 1980ern entwickelte Bernd Junghans für die DDR den Megabit-Chip – heute bringt der 74-jährige dem Internet der Dinge die Peilung bei Dresden, 29. Oktober 2015. Einen Namen hat Kuh 174 nicht. Sie steht in einem Stall irgendwo in Südamerika. Hier gibt es keinen Bauern mehr, der sich die Zeit nehmen würde, sie „Rosi“ oder „Conchita“ zu nennen. Denn die Anlage ist riesig. Rund 300 Tiere stehen in Reih und Glied und warten auf den Melker. Doch schon seit über einer Woche hat sich hier keine Menschenseele hin verirrt: Wie ihre Artgenossen bekommt Kuh 174 ihr Essen von einem Roboter. Die Automaten füttern die Tiere, melken sie, reinigen die Ställe. Wie ihre Nachbarn trägt „174“ ein elektronisches Halsband. Die Sensoren darin werten ihre Kaugeräusche aus, messen die Temperatur und werten andere Lebenszeichen aus. Solange nichts schiefgeht, kommt kein Mensch in den Stall. Hochautomatisierte Landwirtschaft 2.0 eben – was immer man davon unter ethischen Gesichtspunkten halten mag.

Auch Bauern gehen in die Cloud

eWolken wachen über Ernte Berlin, 19. Februar 2014: Internetgestützte Rechenzentren, die sogenannten „Clouds“, verändern die Wirtschaftswelt – selbst der Bauer von heute kommt um den Cloud-Trend nicht mehr herum. So hat der hessische Feldmaschinen-Verbund „MR Wetterau“ inzwischen seine Erntefahrzeuge mit Tablets aus, die per App und GPS fortlaufend den Erntefortschritt an eine elektronische Plattform melden. Über die App kann der Bauer seine Maschine wie mit einem Navi steuern, aber auch Dieselverbrauch und Erntemenge im Auge behalten, wie der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ aus Berlin berichtet.