Alle Artikel mit dem Schlagwort: Internet der Dinge

Fingerabdrucksensor im Internet der Dinge. Montage/Foto: Heiko Weckbrodt

Goodix China übernimmt Dresdner Tech-Firma „Commsolid“

Sensorkonzern ist scharf auf sächsisches Wissen um Stromspar-Netze im „Internet der Dinge“ Dresden/Shenzhen, 18. Dezember 2018. Der chinesische Sensorkonzern „Goodix“ aus Shenzhen hat die Dresdner Funktechnologie-Firma „Commsolid“ übernommen. Das hat der vormalige Eigentümer „Hightech-Gründerfonds“ (HTGF) aus Köln mitgeteilt, der sich im Gegenzug aus dem Unternehmen zurückzieht. Den Kaufpreis gaben die Beteiligten nicht bekannt. Die Chinesen, die als Marktführer für Fingerabdruck-Sensoren gelten, waren laut dem Fonds scharf auf die sächsischen Stromspar-Vernetzungslösungen für das „Internet der Dinge“ (IoT) und wollen nun in Dresden weiter investieren.

Für das Internet der Dinge werden Funktechnologien benötigt, die nur sehr wenig Strom verbrauchen. Abb.: Keysight

Internet der Dinge wächst schwächer als erwartet

IC Insights korrigiert Halbleiter-Umsatzprognose für 2020 auf 31 Mrd. $ herunter Scottsdale, 8. Juni 2017. Noch ist das vielzitierte „Internet der Dinge“ gar nicht richtig in Fahrt gekommen, da dämpfen sich schon die Umsatzerwartungen: Weltweit investieren Regierungen und Stadtverwaltungen doch nicht so viel in die Digitalisierung urbaner Infrastrukturen wie zunächst prognostiziert. Auch die Umsätze mit Computeruhren (Smart Watches), sensorgespickten Textilien und anderen vernetzten „Dingen“ hinken den Erwartungen hinterher. Daher haben nun die Analysten des Marktforschungsunternehmens „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona nun ihre Prognosen für die Halbleiter-Umsätze mit dem „Internet of Things“ (IoT) nach unten korrigiert.

Ex-Intel-Leute entwerfen Funkchips für Internet der Dinge

Nach Aus für Konzern-Entwicklungszentrum in Dresden: Ingenieure finden Geldgeber für ihre Techfirma-Gründung „CommSolid“ Dresden, 20. Juli 2016. Autos, die um die Ecken „schauen“, Drohnen, die die richtigen Empfänger für ihre Pakete selbst finden, Kühe mit Gesundheits-Überwachungs-Chips im Ohr oder verlorene Brillen, die ihren Aufenthaltsort von allein an ihren Besitzer melden – all dies und mehr soll das künftige „Internet der Dinge“ (englisch: „Internet of Things = IoT) möglich machen, in dem alles mit allem vernetzt sein wird. Mit dieser Vision vor Augen haben die Ingenieure des vor einem Jahr geschlossenen Intel-Entwicklungszentrums Dresden die Firma „CommSolid“ gegründet. Sie wollen dort innovative und energiesparende Mobilfunk-Chipkonzepte für das Internet der Dinge entwickeln.

Einen Einsatzzweck für ihren Grafikprozessor Tesla100 sieht Nvidia in der Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Foto: nvidia

Internet der Dinge braucht höhere Rechnerleistung

Nvida packt fast 4000 Rechner-Kerne in einen Prozessor Santa Clara, 10. April 2016. Der Trend, immer mehr Rechenkerne auf jeden Prozessorchip zu packen, setzt sich fort. So hat das kalifornische Grafikprozessor-Unternehmen Nvidia mit der “Pascal“-Porozessorarchitektur nun einen Tesla-100-Chip mit 3840 Rechnerkernen entwickelt. Solche Vielkern-Prozessoren eignen sich besonders, um aufwendige Berechnungen parallel abzuarbeiten – zum Beispiel in Verkehrssimulationen, für Künstliche Intelligenzien oder bei der Vernetzung vieler Geräte im „Internet der Dinge“.

Entsprechend ausgerüstete Leuchten können im "Smart Home" via Funk und Smartphone gesteuert werden, zum Beispiel in ihrer Helligkeit und Lichtfarbe. Deutsche Telekom

Telekom will Führungsrolle in Europa beim vernetzten Heim

QIVICON soll sich als Leit-Plattform für vernetzte Haushaltsgeräte etablieren Berlin, 4. April 2016. Die Deutsche Telekom will gemeinsam mit ihren Partnern ihre Plattform „Qivicon“ als führende Lösung für das vernetzte Heim („Smart Home“) in Europa etablieren. „Mit den üblichen Insellösungen werden wir den direkten Wettstreit um den Wachstumsmarkt Smart Home mit den internationalen Anbietern verlieren“, schätzte Telekom-Vorstand Niek Jan van Damme bei einem Branchentreff in Berlin ein. „Deutschland und Europa müssen sich diesem Wettstreit stellen und für sich entscheiden.“

Reinraumbrücke bei Globalfoundries Dresden. Foto: Globalfoundries

Sparkurs bei Globalfoundries

Zu wenig Aufträge: Auch Dresdner Fabrik setzt Rotstift an Dresden, 16. September 2015. Wegen schwacher Auftragslage aus der Halbleiter-Branche zieht Globalfoundries die Kostenbremse – sowohl in Amerika wie auch am deutschen Standort in Dresden. In den USA hat der Chip-Auftragsfertiger (Foundry) nun ein Abfindungsprogramm gestartet, damit Mitarbeiter freiwillig das Unternehmen verlassen und um so Personal einzusparen. Auch im Chipwerk Dresden ist ein Sparprogramm in Kraft getreten, darunter Dienstreise-Beschränkungen, auch sollen Material- und andere Einkaufskosten eingedampft werden. Ein Abfindungs- oder anderes Personalabbau-Programm wie in den USA gebe es in Dresden aber nicht, betonte der Dresdner Globalfoundries-Sprecher Jens Drews auf Oiger-Anfrage. Es bleibe abzuwarten, die bisher beschlossenen Maßnahmen ausreichen, um die Sparvorgaben der Konzernleitung erfüllen.

Sigmar Gabriel. Foto: Bundesregierung/Bergmann

IFA startet mit Fokus auf Digitalisierung im Alltag

Berlin, 3. September 2015. Die Digitalisierung der Alltagswelt, das „Internet der Dinge, die Vernetzung von Haushaltsgeräten und Heimelektronik sowie Datenbrillen sind einige der Trendthemen, der sich die „Internationale Funkausstellung“ (IFA) ab heute in Berlin widmet. Bis zum 9. September 2015 wollen über 1600 Aussteller aus der Elektronik-, Konsumgüter- und Unterhaltungsbranche ihre neuesten Produkte und Technologien vorführen.

Da freut sich das LG-Werbemädchen: Der Fernseher ist vollgestopft mit Apps. Ob der Endkonsument das auch so sieht, bleibt abzuwarten. Abb.: LG

Internet der Dinge: Geräte ohne Netzanschluss werden Ladenhüter

Berlin, 2. September 2015. Das „Internet der Dinge“, in dem sich Heimelektronik, Haushaltsgeräte, Smartphones und andere Geräte und Maschinen vernetzen, gewinnt immer mehr an Bedeutung, hat der deutsche Digitalverband „Bitkom“ in Berlin eingeschätzt. Dieser Trend sei vor allem in der Unterhaltungselektronik zu beobachten: Fernseher, Smartphones und Tablets werden in immer mehr Haushalten so per Funk vernetzt, dass zum Beispiel Videos und Musik in allen Zimmern einer Wohnung empfangen werden können.

Weil viele Autohersteller ihre Fahrzeuge mit immer mehr Kameras spicken - hier BMW-Testfahrer Dr. Nico Kämpchen beim Forschungsprojekt "Hochautomatisiertes Fahren" auf der Autobahn - steigt die Nachfrage für hochintegrierte Bild-Sensoren. Foto: BMW

Mehr Maschinen mit Augen: Bildsensor-Markt wächst

IC Insights erwartet 2015 für Sensorindustrie Rekordumsatz von 10 Milliarden Euro Scottsdale, 12. August 2015: Weil Konstrukteure weltweit den Autos, Spielzeugen, Maschinen und andere Geräten immer mehr künstliche Augen verpassen wollen, macht die Bildsensor-Industrie inzwischen wieder gute Geschäfte: In diesem Jahr werden die globalen Umsätze mit elektronischen Bildsensoren (CMOS image sensors) um 15 Prozent auf einen neuen Rekordwert von über zehn Milliarden Dollar (9,1 Mrd. €) steigen, prognostiziert das Marktforschungs-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona. Bis zum Jahr 2019 werde dieser Markt um weitere 50 % auf dann rund 15 Milliarden Dollar (13,6 Mrd. €) zulegen.

Biegsame Polymerelektronik mit besonders agilen Ladungsträgern vom cfaed Dresden. Foto: hw

Wird Kunststoffelektronik zur Schlüsseltechnologie für Internet der Dinge?

Internationale Experten diskutierten zur „Plastics Electronics“-Konferenz im Oktober in Dresden neue Trends Dresden, 12. August 2015. Die Vernetzung von „intelligenten“ Textilien, Uhren, Fitness-Armbändern, aber auch von Haushaltsgeräten und Autos künftig zum „Internet der Dinge“ (Internet of Things = IoT) zu vernetzen, wird Kunststoff-Elektronik in nächster Zeit eine wachsende Rolle spielen. Und die wird nicht mehr in klassischen Chipfabrik-Verfahren hergestellt, sondern zunehmend durch industrielle 3D-Drucker produziert. Mit diesen Leitthesen werden sich jedenfalls internationale Experten auf der „Plastics Electronics“-Konferenz im Oktober 2015 in Dresden auseinandersetzen.

Die Roségold-Ausführung der "Apple Watch". Foto: Apple

Starkes Marktwachstum im Internet der Dinge

IC Insights rechnet mit 62 Milliarden $ Umsatz (+29 %) Scottsdale, 16. Juli 2015. Das „Internet der Dinge“ (IoT), in dem Autos, Computertelefone, intelligente Textilien, Roboter und viele andere Geräte massenhaft verbunden werden, gewinnt an wirtschaftlicher Bedeutung: In diesem Jahr werden die Umsätze in diesem Sektor um 29 % auf 62,4 Milliarden Dollar (56,8 Milliarden Euro) wachsen, prognostiziert das US-Marktforschungsunternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona. Vor allem die Vorstellung von Apples Computeruhr (Smartwatch) habe den Markt beflügelt.

Vor allem die modernen 300-mm-Fabriken von TSMC sind stark ausgelastet. Foto: TSMC

Chip-Foundry-Markt wächst um 16 %

Globalfoundries rutscht zurück auf Platz 3 Stamford, 19. April 2015: Der Foundry-Trend in der Halbleiterindustrie hat sich im vergangenen Jahr fortgesetzt: Die Umsätze der Auftragsfertiger (Foundries) legten weltweit um 16,1 Prozent auf 46,9 Milliarden Dollar (43,4 Milliarden Euro) zu, hat das US-Marktforschungs-Unternehmen „Gartner“ aus Stamford ausgerechnet. Zum Vergleich: Klammert man die Foundries aus, betrug das Wachstum im weltweiten Halbleitermarkt im Jahr 2014 nur 7,9 Prozent (insgesamt 340,3 Milliarden Dollar bzw. 314,7 Mrd. €).

Deutsche Technologiefirmen arbeiten an der hocheffizienten, stark vernetzten Fabrik der Zukunft. Spezialelektronik aus Sachsen soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Fotomontage: AG Silicon Germany

Software-Cluster Dresden sieht für sich großes Potenzial im „Internet der Dinge“

Wirtschaftsförderer: Einzigartige Konzentration von Fabriken, Forschung und Software-Spezialisten Dresden, 18. März 2015: Unternehmer und Wirtschaftsförderer rechnen sich gute Chancen für den Software-Standort Dresden aus, bei den großen industrienahen Trendthemen „Internet der Dinge“* und „Industrie 4.0“** ganz vorne mitzumischen. „In Europa gibt es keine Region, in der man Chipkonzerne, Forschungseinrichtungen und hochspezialisierte Zulieferer in einer so hohen räumlichen Dichte zu Software- und IT-Unternehmen vorfindet“, schätzte Kompetenzfeldmanager Michael Kaiser von der städtischen Wirtschaftsförderung ein. „Aufgrund der geballten Konzentration von Unternehmen und Forschungsinstitutionen verfügen Dresdner IT-Firmen über exzellente Kompetenzen und eine gute Ausgangslage, den Weltmarkt mit Lösungen für Industrie 4.0, Cybersecurity und Internet of Things zu versorgen.“