Alle Artikel mit dem Schlagwort: Implantat

Auch die US-Weltraumbehörde NASA hat Exoskelette entwickeln zu lassen, um zu testen, ob sich damit die Kraft von Astronauten verstärken lässt. Foto: NASA

Jeder Dritte sieht Trend zum technologisch verbesserten Menschen positiv

Gehirnchips, Exoskelette und ID-Funk im Finger sind längst keine ferne Science Fiction mehr Ingolstadt, 18. März 2021. Funksender im Finger, Exoskelette oder Computerchips im Gehirn sind längst keine weit entfernten Zukunftsszenarien wie in TV-Serien à la „Years and Years“ oder „Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann“ mehr: Bauhandwerker experimentieren bereits mit kraftverstärkenden Außenskeletten für schwere Schleppereien. Die Firma „Neuralink“ von Tesla-Gründer Elon Musk hat Schweinen erste Gehirn-Schaltkreise eingesetzt und wird dies über kurz oder lang wohl auch mit Menschen tun. Zudem häufen sich die Berichte über Technologie-Firmen, in denen sich die Mitarbeiter freiwillig Identifikations-Sender unter die Haut einpflanzen lassen, damit sie keine Schlüssel oder Schlüsselkarten mehr an der Betriebspforte zücken müssen. Derweil steigt auch die Akzeptanz für „augmentierte“, also technologisch aufgewertete Menschen, wie eine Umfrage der russischen Sicherheits-Softwareschmiede „Kaspersky“ ergeben hat: Ein Drittel der Deutschen sehen demnach diese technologische Entwicklung eher optimistisch. Und jeder Zweite könnte sich auch romatische Verabredungen mit augmentierten Personen vorstellen, teilte die deutsche Kaspersky-Niederlassung in Ingolstadt mit.

Ingenieurin Philippa Ruth Christine Böhnke zeigt Proben aus ihrem neuartigen Knochenersatz-Material im Technikum für Bio- und Medizintextilien des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden. Foto: ITM

Bruchfeste Kunstknochen aus dem 3D-Drucker

Ingenieurin der TU Dresden bekommt Kreativitätspreis des Deutschen Textilmaschinenbaus Dresden, 3. Dezember 2020. Damit 3D-Drucker künftig für jeden Patienten individuelle und sehr stabile Ersatz-Knochen erzeugen können, hat die Dresdner Ingenieurin Philippa Ruth Christine Böhnke ein neuartiges Verbundmaterial entwickelt. Damit lassen sich mit additiven Maschinen maßgeschneiderte Implantate produzieren, die ähnlich biegsam und bruchfest wie echte Knochen sind. Dafür bekam die Nachwuchwissenschaftlerin nun den mit 3000 Euro dotierten „VDMA-Kreativitätspreis des Deutschen Textilmaschinenbaus 2020“. Das hat das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden mitgeteilt, an dem die Ingenieurin ihre Forschungen vorangetrieben hat.

Werden Menschen mit Chipimplantaten das Ziel von Biohacking? Abb.: Kaspersky

Jeder Sechste will durch Chip im Hirn schlauer werden

Kaspersky-Umfrage: Fast die Hälfte findet Cyborg-Technologien für Schüler akzeptabel Ingolstadt, 6. November 2020. Mit einem Computerchip im Gehirn die eigene Intelligenz erhöhen, ins Internet gehen und mit anderen „verbesserten“ Menschen sprachlos kommunizieren? Für 16 Prozent aller Deutschen klingt das nach einer guten Idee, hat eine Umfrage des russischen Sicherheitssoftware-Unternehmens „Kaspersky“ ergeben.

Herzklappen und andere Herz-Kreislauf-Implantate werden in Dresden gewebt. Abb.: ITM/TU Dresden

Textilforscher der TU Dresden weben künstliche Herzklappen

Maßgeschneiderte Prothesen für jeden einzelnen Patienten möglich Dresden, 12. Oktober 2020. Damit künstliche Herzen künftig länger halten, ohne dass sich der Patient lebenslang mit Medikamenten vollstopfen muss, haben Textilforscher der TU Dresden neuartige Herzklappen gewebt. Diese Prothesen können genau auf die anatomische Form des jeweiligen Patienten zugeschnitten werden und sind sogar relativ preisgünstig herstellbar. Die deutsche „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen“ (AiF) hat dafür nun die beiden Wissenschaftler Ronny Brünler und Phillip Schegner vom Dresdner „Institut für Textilmaschinen und textile Hochleistungswerkstofftechnik“ (ITM) für den diesjährigen Otto von Guericke-Preis nominiert. Das haben die AiF und das ITM mitgeteilt.

Angehende Chirurugen können dank dem TU-Projekt "HIPS" künftig einen der kompliziertesten Schritte bei einer Hüft-OP üben. Foto: HIPS

Chirurgen üben Hüft-OP in virtuellen Welten

Fräs-Simulation ist fertig, TU Chemnitz und ihre Partner wollen die “Virtuelle Realität” nun um weitere OP-Schritte erweitern Chemnitz, 26. Juli 2019. Chirurgen können künftig Hüftgelenk-OPs vorab mit Datenbrillen und Robotern in einer „Virtuellen Realität“ (VR) simulieren, damit die Prothese später beim Patienten besser sitzt. Für einen besonders kritischen Schritt der Prothesen-Implantation haben Ingenieure aus Sachsen, Bremen und Bayern nun einen ersten Simulations-Abschnitt fertiggestellt. Darin können die Mediziner üben, die Hüftpfanne (Acetabulums) passend zum Implantat hochpräzise auszufräsen. Das geht aus einer Mitteilung der TU Chemnitz hervor, die beim Verbundprojekt „Hüft-Implantat-Pfannenfräs-Simulator“ (Hips) die Federführung übernommen hatte.

So etwa stellen sich die Forscher die neuen Gehirn-Maschine-Schnittstellen vor. Sie sollen aus Sensoren und Reglern bestehen. Grafik: Dr. Ivan Minev

Hirnimplantate für Epileptiker

1,5 Millionen Euro für Dresdner Forschungen an neuen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine Dresden, 31. Juli 2018. Um Epileptikern und anderen Nervenkranken das Leben leichter zu machen, will der Dresdner Biotechnologe Dr. Ivan Minev mit seinem Team Gehirn-neuartige Implantate entwickeln. Für sein Projekt „Integrierte Implantattechnologie für multimodale Hirnschnittstellen (Integra-Brain)” hat ihm der Europäische Forschungsrat (ERC) nun ein Startstipendium über 1,5 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre bewilligt. Das teilte das „Biotechnologische Zentrum“ (Biotec) der TU Dresden mit, an dem Iwan Minev als Bioelektronik-Forschungsgruppenleiter tätig ist

Modulares Hüftimplantat: Implantat-Schaft und -Hals können durch eine Art Baukastensystem und eine spezielle Schraubverbindung zwischen beiden Bestandteilen deutlich besser auf den Patienten angepasst werden. Abb.: Fraunhofer IWU

Anpassbares Hüftgelenk ausgezeichnet

Sächsisches Konsortium will für weniger Schmerzen durch Implantate sorgen Chemnitz/Leipzig, 9. Juni 2018. Eine neue Generation künstlicher Hüftgelenke soll dafür sorgen, dass Patienten weniger Probleme und Schmerzen mit Implantaten haben. Auch sollen die Gelenke billiger produzierbar und anpassbar sein. Für diesen Ansatz hat Bundes-Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nun das Konsortium „Kunstgelenk – Netzwerk Endoprothetik“ unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz und des Universitätsklinikums Leipzig ausgezeichnet. Der Minister würdigte das Konsortium als Netzwrek-Projekt des Jahres 2018 im „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM).

Die neuen intelligenten Fraunhofer-Implantate sollen ihre Form selbstständig im Patienteninnern nachjustieren - und Arthrose-Patienten viel schmerzen erleichtern. Foto: Fraunhofer IWU

Fraunhofer arbeitet an intelligenter Hüftprothese

Formgedächtnis-Legierung justiert lockere Implantate im Körper selbst nach Dresden/Chemnitz, 31. August 2017. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden, Chemnitz und von weiteren Standorten wollen neuartige intelligente Hüftgelenk-Prothesen entwickeln. Diese Implantate werden selbst ausmessen, wenn sie locker zu werden drohen und sich dann im Körper des Patienten nachjustieren. Möglich machen sollen dies Formgedächtnislegierungen des Chemnitzer Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) sowie spezielle Sensoren, Funksender und spezielle Bestrahlungstechnologien aus Dresden. Damit würden aufwendige und schmerzhafte Nach-Operationen für viele Arthrose-Patienten wegfallen.

Da hat Sean (Callan McAuliffe, links) ein ernstes Problem: Kollaborateur Smythe (Ben Kingsley) hat ihn zu einem tödlichen Hirn-Tiefen-Scan verurteilt. Abb.: Koch Media

Robot Overlords: Wilder Traum von der Weltherrschaft der Roboter

Britischer Science Fiction verpasst allen Menschen Implantate und Hausarrest Roboter haben in einem 11-Tage-Krieg die Erde erobert und die ganze Menschheit unter Hausarrest gestellt. Wer draußen umhergeistert, verrät sich durch sein elektronisches Nacken-Implantat und wird abgemurkst – wobei menschliche Kollaborateure wie Robin Smythe (Ben Kingsley, „Ghandi“, „Hugo Cabret“, „Enders Game“) da fleißig mithelfen. Vier Kinder allerdings bekommen durch Zufall heraus, wie sich die Implantate deaktivieren lassen und stolpern bald mitten in eine Widerstandsbewegung gegen die „Robot Overlords“, die robotischen Herrscher.

DVD „Total Recall“: Neuverfilmung mit viel Action und wenig Tiefgang

Douglas Quaid (Colin Farrell) sollte mit seinem Los eigentlich zufrieden sein: Er hat eine hübsche Frau (Kate Beckinsale) und einen festen Job in einer Roboterfabrik. Jeden Tag durchquert er mit seinen Schichtkollegen den Erdkern durch den gigantischen Fahrstuhl „The Fall“, um von den „Kolonien“ in die Förderation der Reichen des Planeten zu gelangen. Aber ihn plagen üble Träume und die Vorstellung, er führe vielleicht das „falsche“ Leben. Eines Tages besucht er die Firma „Rekall“, die ihm einen Agentenabenteuer-Urlaub per Gedächtnisimplantat verspricht. Doch dann geht alles schief und aus dem Spiel wird tödlicher Ernst…

Dresdner entwickeln Warnchip für Gelenkprotesen und andere Implantate

Anvo, Fraunhofer und X-Fab kooperieren: Verschleißüberwacher im Körper hält sogar Gamma-Strahlen stand Dresden, 6. November 2012: Durch den demografischen Wandel steigt der Bedarf an künstlichen Hüftgelenken und anderen „Reparatur“-Implantaten für den Menschen. Und die sollen dann aber bitte schön auch lange halten, denn keiner will sich ständig auf den OP-Tisch legen. Helfen soll dabei ein elektronisches Verschleiß-Überwachungssystem, das das Dresdner “Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme” (IPMS) und die junge Chipdesign-Firma „Anvo-Systems Dresden“ entwickeln: Das „System on Chip“ (SoC) vereint Verschleißsensoren, Kontrollelektronik, „merkfähige“ Speicher und ein Funkmodul (RFID), die selbst die Gamma-Strahlung bei der Sterilisation vor der Operation wegstecken und jahrelang mit minimalen Stromverbrauch funktionieren. Hergestellt werden die Entwürfe von der Dresdner Chipfabrik von „X-Fab“.