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Jeder Sechste will durch Chip im Hirn schlauer werden

Werden Menschen mit Chipimplantaten das Ziel von Biohacking? Abb.: Kaspersky

Werden Menschen mit Chipimplantaten das Ziel von Biohacking? Abb.: Kaspersky

Kaspersky-Umfrage: Fast die Hälfte findet Cyborg-Technologien für Schüler akzeptabel

Ingolstadt, 6. November 2020. Mit einem Computerchip im Gehirn die eigene Intelligenz erhöhen, ins Internet gehen und mit anderen „verbesserten“ Menschen sprachlos kommunizieren? Für 16 Prozent aller Deutschen klingt das nach einer guten Idee, hat eine Umfrage des russischen Sicherheitssoftware-Unternehmens „Kaspersky“ ergeben.

Hälfte hofft auf bessere Gesundheit durch Aufrüstung

Zudem finden es 42 Prozent der Befragten akzeptabel, Kinder so technisch aufzurüsten, dass sie bessere schulische Leistungen erreichen. Viele versprechen sich durch technische Aufrüstungen am Körper auch mehr Gesundheit (47 Prozent), ein besseres Sehvermögen (34 Prozent), mehr Kraft (31 Prozent) sowie einen attraktiveren Körper (29 Prozent).

Auch Exoskelette und Datenbrillen zählen zur „Human Augmentation“

Dabei sind ins Gehirn eingepflanzte Chips nur ein möglicher Weg, Menschen technologisch aufzuwerten – englisch „Human Augmentation“ genannt. Im weiteren Sinne werden gelegentlich auch schon Datenbrillen zur „Human Augmentation“ gezählt. Dazu gehören aber auch Exoskelette, die Lahme wieder laufen lassen und Soldaten wie Bauarbeitern helfen sollen, enorme Lasten zu heben.

Die Deutschen sehen Chancen und Risiken durch Cyborg-Technologien am Menschen. Grafik: Kaspersky

Die Deutschen sehen Chancen und Risiken durch Cyborg-Technologien am Menschen. Grafik: Kaspersky

Augmentation könnte soziale Spaltung der Gesellschaft vertiefen

Allerdings sehen sowohl Experten wie auch Befragte brisante Risiken durch solche Cyborg-Technologien: 81 Prozent fürchten, dass sich solche „Verbesserungen“ in Zukunft nur Wohlhabende leisten können und damit ihren Abstand zu anderen Bevölkerungsschichten uneinholbar vergrößern. Zudem machen sich 87 Prozent der Befragten Sorgen, dass ihre Körper gehackt werden könnte, wenn erst mal ein Chip im Schädel steckt oder eine andere „Augmentation“ fest eingepflanzt ist.

„Erstaunliche Bandbreite potenzieller Cyber-Bedrohungen“

„Bei Kaspersky haben wir beispielsweise untersucht, wie im Gehirn implantierte Chips von Cyberkriminellen missbraucht werden können, um das Gedächtnis eines Individuums zu hacken und die dadurch gewonnenen Informationen maliziös zu nutzen“, berichtet Marco Preuss, der Leiter des Forschungs- und Analyseteams von Kaspersky in Europa. „Die Erweiterung der Kapazität des menschlichen Gehirns durch Augmentation eröffnet eine wirklich erstaunliche Bandbreite potenzieller Cyber-Bedrohungen.“

Autor: hw

Quelle: Kaspersky

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