Alle Artikel mit dem Schlagwort: ifo

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Forscher: Ostdeutschen geht es besser als sie sich fühlen

Realeinkommen sind seit dem Mauerfall auf 92 % des Westniveaus geklettert Dresden, 9. Oktober 2019. 30 Jahre nach der Wende in der DDR sind viele mit dem „Aufbau Ost“ unzufrieden. Doch in der Praxis geht es den Ostdeutschen besser als es die gefühlte Stimmung glauben mag: Die ostdeutsche Wirtschaftskraft liegt zwar zwar noch deutlich unter der in Süd- und Westdeutschland. Doch die Realeinkommen der Ostdeutschen selbst haben mittlerweile 92 Prozent des Westniveaus erreicht. Darauf haben Forscher des Ifo-Instituts Dresden in einem Aufsatz „Schlechter als erwartet, besser als gedacht: Die wirtschaftliche Situation in Ostdeutschland 30 Jahre nach dem Mauerfall“ hingewiesen.

Die ifo-Konjunkturprognose-für Ostdeutschland und Sachsen für 2019 und 2020 8Stand: Sommer 2019). Grafik: Ifo Dresden

Konjunkturdämpfer: Sachsens Industrie schrumpft

Ifo Dresden korrigiert Wachstumsprognose herunter Dresden, 27. Juni 2019. Die lange Wachstumsphase ist vorerst vorbei: Die strauchelnde Weltkonjunktur wirkt sich auch in Sachsen aus. Daher haben die Dresdner Ökonomen des Ifo-Instituts heute ihre Wachstumsprognosen deutlich heruntergeschraubt. Statt um 1,2 Prozent, wie noch vor einem halben Jahr erwartet, wird die Wirtschaft im Freistaat demnach im Jahr 2019 wahrscheinlich nur um 0,7 Prozent wachsen. Für die Industrie als Rückgrat der sächsischen Wirtschaft erwarten die Volkswirte sogar einen Rückgang um 1,2 Prozent. Erst 2020 sei wieder mit einer Erholung zu rechnen.

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo Dresden: Ostdeutschland braucht mehr außereuropäische Zuwanderung

Prognose: In einigen Regionen gibt es 2030 1/3 weniger Erwerbsfähige Dresden, 13. Juni 2019. Nur mit mehr außereuropäischen Zuwanderern wird die ostdeutsche Wirtschaft ihre Fachkräftelücke schließen können. Das hat Joachim Ragnitz, der Vizechef des Wirtschaftsforschungs-Instituts „Ifo Dresden“ eingeschätzt. „In einzelnen ostdeutschen Regionen wird die Zahl der Erwerbsfähigen bis 2030 um rund ein Drittel zurückgehen“, prognostizierte er.

Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW

Konjunktur in Sachsen kühlt ab

Ifo-Forscher korrigieren Wachstumsprognosen nach unten Dresden, 19. Dezember 2018. Die neuen Abgasprüf-Verfahren mit all ihren Auswirkungen auf die Autoindustrie, Handelsstreits, Brexit-Unsicherheiten und die abkühlende Konjunktur der Weltwirtschaft dämpfen auch das Wirtschaftswachstum in Sachsen und ganz Ostdeutschland: Die Dresdner Niederlassung des Wirtschaftsforschungs-Instituts „Ifo“ hat die Prognosen heute um 0,2 Prozentpunkte gegenüber früheren Ansagen herunterkorrigiert.

Seit der Wende verfallen ganze Betriebe in Ostdeutschland - hier ein Beispiel aus der Lausitz. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Chef: Ostdeutsche Länder brauchen mehr Spielraum

Wirtschaftsforscher feiern 25 Jahre Ifo in Dresden Dresden, 19. September 2018. Die deutschen Bundesländer sollten mehr Kompetenzen für eine eigene Wirtschafts- und Steuerpolitik bekommen, damit der Aufholprozess Ostdeutschlands endlich wieder an Schwung gewinnt. „Darüber hinaus sollten die Verbindungen zu den mittel- und osteuropäischen Nachbarstaaten ausgebaut werden.“ Das hat ifo-Präsident Clemens Fuest heute bei einer Festveranstaltung in Dresden gefordert, mit der das Wirtschaftsforschungsinstitut das 25. Jubiläum seiner Dresdner Niederlassung gefeiert hat.

Prof. Panu Poutvaara leitet im Ifo-Institut das Zentrum für Internationalen Institutionenvergleich und Migrationsforschung. Foto. Ifo

Ifo: Einwanderung nutzt meisten Industrieländern

München, 2. September 2018. Die meisten Industrieländer haben von den Einwanderungströmen der vergangenen Jahre eher profitiert. Zu dieser Einschätzung sind Panu Poutvaara und weitere Wirtschaftsforscher vom Ifo-Institut in München gekommen. Dabei stützen sie sich auf einen Vergleich der Einwanderungseffekte für 19 europäische Länder und die USA, wobei sie besonders Wirkungen auf den Arbeitsmarkt, Lohnniveau und Sozialleistungen berücksichtigt haben.

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

25 Jahre Ifo Dresden: Forscher beleuchten Ungleichheit

Tagung über Disparitäten – und deren Herausforderungen für die Wirtschafts- und Sozialpolitik Dresden, 7. August 2018. In öffentlichen Debatten ist oft die Rede von einer aufklaffenden Schere zwischen Superreichen und ganz armen Menschen. Aber wie ungleich ist der Wohlstand in Deutschland tatsächlich verteilt? Wie stark gefährden Ungleichheiten, auch Disparitäten genannt, den sozialen Frieden im Land? Wie weit sind Deutschland Ost und West noch voneinander entfernt? Diese und weitere Fragen wollen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler aus ganz Deutschland am 19. September während der Tagung „Disparitäten: Herausforderungen für die Wirtschafts- und Sozialpolitik“ in der Dresdner Dreikönigskirche diskutieren. Damit feiern die Teilnehmer zugleich ein Jubiläum: Vor 25 Jahren hatte das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut „Ifo“ in Dresden seine Niederlassung gegründet.

Sechs vietnamesische künftige Berufsschullehrer haben am 8. Juli 2016 ihre Prüferzertifikate von der IHK Dresden bekommen. Foto: Sven Ellger

Lehrer sollen sich bei Finnen eine Scheibe abschneiden

Ifo-Studie: Schüler sind so gut wie ihre Pädagogen München, 2. Juli 2018. Wenn Deutschland und andere Staaten bei den Pisa-Schultest besser abschneiden wollen, müssen sie zu allererst das Qualifikationsniveau der Lehrer weiter heben. Darauf weist eine Studie des Wirtschaftsforschungs-Instituts „Ifo“ aus München hin. „Die großen internationalen Leistungsunterschiede bei Schülern, wie sie etwa in den PISA-Studien beobachtet werden, entstehen auch durch Unterschiede in den Kompetenzen der Lehrer“, schätzte ifo-Wissenschaftler Marc Piopiunik ein.

Braunkohle-Kraftwerk von Vattenfall Boxberg in der Oberlausitz. Der schwedische Konzern hat bereits angekündigt, sich aus der ostdeutschenBraunkohle zurückziehen zu wollen. Foto: Vattenfall

Ifo-Forscher halten nichts vor Sonderwirtschaftszone in der Lausitz

Ökonomen: Besser eigenen Stärken stärken als Briefkasten-Firmen anzulocken Dresden, 21. Juni 2018. Eine Sonderwirtschaftszone, wie sie jüngst in der Debatte um den Braunkohleausstieg für die Lausitz vorgeschlagen wurde, würde der Region wahrscheinlich kaum helfen. Das haben Ifo-Präsident Prof. Clemens Fuest und Prof. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institutsteil Dresden eingeschätzt. „Auf die Lausitz kommt ein Schock zu“, sagte Fuest bei einem Besuch in Dresden. „Aber eine Sonderwirtschaftszone mit niedrigen Steuersätzen würde wahrscheinlich vor allem dazu führen, dass sich viele Briefkastenfirmen in der Lausitz ansiedeln würden.“

ifo-Präsident Clemens Fuest. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Chef: Deutschland braucht Steuersenkung à la Trump

Unternehmenssteuern sollen um 5 Punkte auf 25 % fallen Dresden, 21. Juni 2018. Damit Deutschland nicht an Wettbewerbsfähigkeit einbüßt, sollte die Bundesregierung zügig die Unternehmenssteuern senken – ähnlich, wie es die USA und andere Länder kürzlich getan oder angekündigt haben. Das hat Clemens Fuest, der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo bei einem Besuch in der Dresdner Ifo-Niederlassung vorgeschlagen. „Deutschland muss sich nicht an die Spitze dieser Entwicklung stellen, kann sich aber andererseits aus dem internationalen Standortwettbewerb nicht völlig herausnehmen“, zeigte er sich überzeugt.

Selbst im Sommer entsteht 99 % des Regens in unseren Breiten in Eiswolken - hier eine Archivaufnahme vom Elbufer in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutscher Aufschwung flaut ab

Ifo-Institut korrigiert Prognose für Wirtschaftswachstum deutlich herunter München, 19. Juni 2018. Die deutsche Wirtschaft wächst weiter, aber nicht mehr so stark wie erwartet. Das geht aus einer aktualisierten Prognose des Wirtschaftsforschungs-Instituts Ifo aus München hervor. Die Volkswirte erwarten demnach für 2018, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP = Summe aller erwirtschafteten Waren und Leistungen) nur um 1,8 Prozent wächst statt um 2,6 Prozent, wie noch im Frühjahr vorhergesagt. Für 2019 korrigierten die Ökonomen ihre BIP-Zuwachsprognosen von 2,1 auf ebenfalls 1,8 Prozent herunter.

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

United States of Europe oder zurück zur D-Mark?

Ifo-Umfrage: Deutsche Ökonomen sind gegen einen EU-Finanzminister München, 17. Mai 2018. Gegen einen EU-Finanzminister, wie ihn der französische Präsident Emmanuel Macron (En March) einführen will, haben sich deutsche Ökonomen ausgesprochen. Das teilte das Ifo-Institut aus München mit und berief sich dabei auf eine Umfrage unter 129 deutschen Volkswirten.

Susann Hirschberg und Marcel Kowallik bei der Entkontrolle am 5.000.000sten Volkswagen aus Sachsen im Werk Zwickau. Foto: Volkswagen

Aufschwung in Sachsen flaut ab

Sächsischer Rufschaden aber bisher „nur“ auf Tourismus spürbar durchgeschlagen Dresden, 21. Dezember 2016. Der fremdenfeindliche Schatten, der durch Pegida & Co. auf Sachsens Ruf in Deutschland gefallen ist, hat bislang die Investitionsbereitschaft externer Unternehmen nicht spürbar gedämpft. Das hat Prof. Joachim Ragnitz von der Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts auf Oiger-Anfrage eingeschätzt.

Die meisten ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmer können sich vorstellen, Flüchtlinge einzustellen. Viele sind sich jedoch unsicher, wie es um die fachlichen und Sprachkenntnisse der Einwanderer bestellt ist. Foto: Rittal GmbH

Ifo rechnen für 2017 mit mehr Arbeitslosigkeit

Grund: Die meisten Flüchtlinge haben vorerst kaum Chancen auf vernünftige Jobs Dresden, 15. Juli 2016. Der größte Teil der Flüchtlinge, die im vergangenen und in diesem Jahr nach Deutschland gekommen sind, wird nicht auf die Schnelle Jobs bekommen und in den Arbeitsmarkt integrierbar sein. Das hat Prof. Joachim Ragnitz vom Wirtschaftsforschungs-Institut „ifo“ in Dresden eingeschätzt. Eine ähnliche Prognose hatte erst kürzlich auch der Dresdner Arbeitsagentur-Chef Thomas Wünsche abgegeben.

Die Dresdner Niederlassung des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo hat sich auf die Analyse der ostdeutschen und sächsischen Wirtschaft spezialisiert. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Forscher kritisiert schlappe ostdeutsche Wirtschaftspolitik

Ragnitz: So einem „Weiter so“ wird nie was mit dem Westniveau Dresden, 28. Juni 2016. Die Wirtschaftsminister in den ostdeutschen Bundesländer müssen aufwachen und eine aktivere Politik betreiben, wenn sie jemals den Abstand zum Westen aufholen wollen. Darauf hat Prof. Joachim Ragnitz, der Dresdner Vize-Niederlassungschef des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo, am Dienstag hingewiesen, als er die aktuelle Konjunkturprognose für Ostdeutschland und Sachsen vorgestellte.