Alle Artikel mit dem Schlagwort: Diagnose

Prof. Jürgen Czarske baut an der TU Dresden eine Laserinstallation auf. Für seine wegweisenden Laserinstrumente hat er nun einen Preis der internationalen Elektroingenieur-Organisation IEEE bekommen. Foto: TUD/Professur Mess- und Sensorsystemtechnik

Dresdner Lasertechniker ausgezeichnet

IEEE ehrt TU-Professor Czarske als Pionier der Laserinstrumente Dresden/New York, 19. August 2020. Der Dresdner Lasermesstechnik-Pionier Prof. Jürgen Czarske hat eine hohe Auszeichnung von der internationalen Elektroingenieurs-Gilde „IEEE“ aus New York bekommen: Der Verband hat den Professur für Mess- und Sensorsystemtechnik an der TU Dresden mit dem „Laser Instrumentation Award“ ausgezeichnet. Das hat die Uni heute mitgeteilt.

Speziell designte Antikörper sollen dem Immunsystem im Kampf gegen Krebs und Corona auf die Sprünge helfen. Die Vision: Die künstlich hergestellten Proteine docken an die Oberfläche von Immunzellen an. Das andere Ende des Antikörpers bindet an die Krebs- oder Coronazellen und lenkt so die bis dahin untätigen Abwehrkräfte zum Tumor. Visualisierung: HZDR / Sahneweiß / Kjpargeter, Freepik

Helmholtz Dresden will Corona mit Krebs-Suchzellen zerstören

Sachsen gibt zwei Millionen Euro für Forschungsprojekt, das in der ersten Stufe bessere und sichere Corona-Testgeräte ermöglichen soll. Dresden-Rossendorf, 31. Juli 2020. Ursprünglich hatten die Forscher um Prof. Michael Bachmann vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) winzig kleinen Suchsysteme entwickelt, um Tumorzellen aufzuspüren und wie mit einer Nanobombe zu zerstören. Nun wollen sie diese Technologie auch gegen das neue Corona-Virus aus China einsetzen. Dieses Forschungsprojekt „Immuntheranostik zur Therapie, Bildgebung und Schnelldiagnostik von Viruserkrankungen: Covid-19“ soll sofort starten. Der Freistaat Sachsen schießt zwei Millionen Euro zu.

Foto eines piezoelektrischen Einkristallwafers mit Schallelektronik-Strukturen (SAW) aus einer hauchdünnen metallischen Schicht. Diese erscheinen als helle, goldglänzende Gebiete. Die für die SAW-Erzeugung verwendeten aktiven Bereiche sind dabei aber so fein, dass man sie nur mit dem Mikroskop erkennen kann. Foto: IFW Dresden

Schallchips für den Kampf gegen Krebs

Dresdner Physiker arbeiten in einem neuen SAW-Labor an Alternativen zur klassischen Mikroelektronik. Dresden, 2. Juli 2020. Während die Mikroelektronik-Industrie ihre Fortschritte jahrelang noch in Gigahertz und Transistor-Dichte gemessen hat, bauten Dresdner Spezialisten in aller Ruhe eine ganz andere, eine exotische, aber lukrative Chiptechnologie auf: Mit akustischen Oberflächenwellen, englisch „Surface Acoustic Waves“ (SAW) genannt, konstruierten sie Filter-Chips für Farbfernseher und Handys, die keine Stromzufuhr brauchen. Diese Entwicklung setzte zu DDR-Zeiten ein und sorgt bis heute in Dresden für Jobs, Reputation und Forschungskraft. Was nur wenige wissen: In vielen Smartphones bekannter internationaler Marken, die wir mit uns herumtragen, steckt SAW-Technik aus Dresden. „Aber diese Filtertechnik für Handys ist erst der Anfang“, ist Dr. Siegfried Menzel vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden überzeugt. „Wir sehen da noch viele andere Anwendungen.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Hagen Schmidt hat er deshalb nun am IFW ein Kompetenzzentrum „SAWLab Saxony“ gegründet, das Schallelektronik einer neuen Generation entwickelt. 

Hochautomatisiert füllen Mensch und Roboter gemeinsam Radiopharmaka in der Rotop Radiopharmacy in Dresden-Rossendorf ab. Foto: Rotop

Rotop stellt neue Diagnose-Arznei gegen Parkinson in Dresden her

Neun Millionen Euro in neue Produktionsstätte investiert Dresden, 30. Juni 2020. Ein neues radioaktives Iod-Medikament soll künftig die Diagnose der Schüttelkrankheit “Morbus Parkinson” verbessern und beschleunigen. Die Firma „Rotop“ hat neun Millionen Euro in eine neue Produktionsanlage in Dresden-Rossendorf investiert. Deren neugegründete Tochter „Rotop Radiopharmacy GmbH“ stellt nun das Iod-123-Radiopharmakon dort her. Das geht aus einer Unternehmens-Mitteilung hervor.

Das sieht für den Laien vielleicht nicht unbedingt wie eine Leber aus, liefert dem sachkundigen Mediziner aber wichtige Hiweise, ob sich das Organ bei einem Patienten krankhaft verändert hat: 3D-Modell einer Leber. Die Fetttröpfchen sind rot gekennzeichnet und das Gallenkanalnetzwerk grün. Abb.: Hernán Morales-Navarrete, Segovia-Miranda und andere/ MPICBG

3D-Modell für bessere Fettleber-Diagnose

Forscher aus Dresden wollen mit Computermodell Ärzten helfen, die Krankheit beizeiten zu erkennen. Dresden, 4. Dezember 2019. Mediziner und Informatiker aus Dresden haben gemeinsam dreidimensionale Computermodelle einer Fettleber entwickelt. Dieses Modell zeigt Ärzten verschiedene Phasen der Leberveränderung und soll ihnen bei der Diagnose der Krankheit. Dies haben die beteiligten Forschungseinrichtungen nun mitgeteilt: Das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden (MPI-CBG), das Universitätsklinikums Dresden (UKD) und das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden. Fettleber kann auch ganz ohne Alkohol entstehen Speziell konzentrierten sich die Wissenschaftler dabei auf die „nicht-alkoholische Fettlebererkrankung“ (NAFLD). Dabei sammelt sich Fett in der Leber, wenn der Insulin-Haushalt im Körper nicht mehr richtig funktioniert. Jeder vierte Mensch bekommt eher oder später solch ein Problem. In vielen Fällen verläuft das Krankheitsbild vergleichsweise harmlos. Aber NAFLD kann auch zur Leber-Zirrhose, Leberkrebs oder Leberversagen führen. Dann kann nur noch eine Transplantation helfen. Hochaufgelöste 3D-Simulationen unterstützen Diagnose Um solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen, haben Ärzte bisher Gewebeproben der „verdächtigen“ Leber entnommen und mit recht niedrig aufgelösten zweidimensionalen Bildern davon eine Analyse versucht. …

Conimon-Chef Dr. Jakob Krause demonstriert an einer Beispiel-Anlage in Dresden, wie die KI aus Dresden die Vibrationen rotierender Teile analysiert und dann warnt, welches Teil wann kaputt gehen kann. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner KI erkennt in der Glaskugel den Maschinentod

TU-Ausgründung „Conimon“ entwickelt Diagnose-System, das Zugausfälle und Maschinenschäden prognostizieren kann Dresden, 13. September 2018. Eine Uni-Ausgründung aus Dresden will die Züge der Deutschen Bahn pünktlicher machen und Millionen Euro Wartungskosten zu sparen. Die Firma „Conimon“ hat dafür eine spezielle Maschinen-Diagnosetechnologie entwickelt, wie sie auch in den hochautomatisierten und vernetzten Fabriken der „Industrie 4.0“ benötigt wird. Deren „Künstliche Intelligenz“ (KI) erkennt mittels Vibrationssensoren und anhand mathematischer Modelle, wenn welches Wälzlager oder anderes rotierendes Bauteil zu versagen droht, warnt vor einem nahenden Maschinentod und schlägt Reparaturen vor.

Der Biotech-Konzern Qiagen gründet in Dresden ein Joint Venture mit Biotype, das sich auf die Entwicklung von DNA-Analytikgeräten spezialisieren soll. Hier im Bild ist eine Labormitarbeiterin im Qiagen-Exzellenzzentrum für biologische Inhalte in Frederick, Maryland, zu sehen. Foto: Qiagen

Personalisierte Medizin im Trend

Wilhelm Zörgiebel dirigiert die Dresdner Molekulardiagnostik-Gruppe MDG – und sieht große Wachstumschancen in Sachsen Dresden, 6. Februar 2017. Personalisierte Medizin hat großes Wachstumspotenzial. Davon ist Wilhelm Zörgiebel überzeugt, der von Dresden-Hellerau aus die Biotechnologie-Firmengruppe „Molecular Diagnostics Group“ (MDG) leitet. „Darin liegt die Zukunft“, betont er: Setze man moderne Genetik- und Radiopharma-Diagnostik sowie die massenhafte Analyse von Therapie-Daten richtig ein, könne dies die Chancen deutlich verbessern, für jeden Kranken genau die richtigen Medikamente zu finden. Dies könne die Heilungs-Chancen der Patienten verbessern – und auch erhebliche gesellschaftliche Kosten für das Gesundheitssystem sparen.

Hat eigentlich Soziologie studiert, leitet jetzt aber ein Unternehmen voller Ingenieure: Geschäftsführerin Mandy Schipke erzählt auf der Messe "Karrierestart", wie das Dresdner Technologie-Startup "NOVUM" innerhalb eines Jahres nach der Gründung rentabel wurde. Foto: NOVUM

Lebensverlängernder Autopilot für Brennstoffzellen

Junges Unternehmen NOVUM aus Dresden entwickelt Diagnose-Wechselrichter, der drohende Ausfälle in Mini-Kraftwerken verhindern soll Dresden, 19. Januar 2016. Damit Brennstoffzellen länger funktionieren und auch im laufenden Betrieb preiswerter werden, hat das junge Ingenieurunternehmen „NOVUM engineerING“ aus Dresden einen neuartigen Diagnose-Wechselrichter entwickelt. Dieses Gerät könne die Lebensdauer solcher Mini-Kraftwerke erheblich verlängern, sagte NOVUM-Geschäftsführerin Mandy Schipke heute in Dresden. In 80 Prozent der Problemfälle sei der eingebaute „Autopilot“ imstande, sich anbahnenden Fehlfunktionen und Systemausfällen gegenzusteuern, bevor die ganze Brennstoffzelle kaputt gehe, betonte sie. Dadurch könne oftmals der teure Besuch von Servicetechnikern eingespart werden.

Die Partec-Diagnosegeräte aus Görlitz sind international gefragt. Hier ein batterie-betriebenes Fluorezenz-Mikroskop für die mobile Malaria-Diagnostik. Foto: Partec

Biotech wirkt in Sachsen wie Investitions-Magnet

Biosaxony-Vorstand Göhde: Sachsen sollte Biotechnologie weiter fördern Dresden/Görlitz, 10. Mai 2015. Für eine weitere Förderung der Biotechnologie-Branche in Sachsen hat sich Roland Göhde, der Mitgründer des Görlitzer Diagnostiktechnik-Unternehmens „Sysmex Partec“ und Vorstandsvorsitzende des Branchenverbandes „Biosaxony“, ausgesprochen. „Biotech wirkt wie ein Magnet für weitere Investitionen“, sagte er während einer Bilanz-Pressekonferenz der “Wirtschaftsförderung Sachsen” (WFS) in Dresden.

"Real-Time Deformability Cytometry" heißt das Analysegerät für die mechansiche Zellbegutachtung. Das Herzstück bildet diese nur einen Zentimeter lange Probenkammer, in der jede einzelne Zelle in einem nur wenige Mikrometer (tausendstel Millimeter) breiten Kanal verformt und vermessen wird. Foto: Sylvi Graupner, BIOTEC

Dresdner Forscher tasten kranke Zellen ab

Mechanische Zell-Analyse soll Entzündungen schneller erkennen Dresden, 6. Februar 2015: Um Entzündungen, Rheuma oder Leukämie schnell zu diagnostizieren, haben Dresdner Uni-Forscher ein neues Verfahren entwickelt, das Blutzellen gewissermaßen „abtastet“. könnten künftig die Genesungsfortschritte schon während der Behandlung gemessen werden, meint Dr. Oliver Otto vom Entwicklungs-Team am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC). Er will mit Kollegen nun die Biotech-Firma „ZellMechanik Dresden“ gründen, um dieses Verfahren zur Serienreife zu bringen.

Telekom-App „DSL Hilfe“ assistiert bei Start und Diagnose von Internet-Anschlüssen

Um ihren Kunden die Installation von Internet-Zugängen zu erleichtern und – zumindest einige – Probleme zu lösen, bietet die Telekom die kostenlose App (Miniprogramm) „DSL Hilfe“ für iPhones und Android-Smartphones an. In illustrierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen hilft die App beispielsweise, einen neuen Router anzuschließen und mit Telefon sowie Computer zu verkabeln.

Neues Radiopharmakon für Diagnose von Knochenkrebs

Dresden, 12.4.2012: Durch ein neues Diagnoseverfahren des „Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf“ (HZDR) können Metastasen bei Krebspatienten künftig zuverlässiger geortet werden. Die Forscher haben jetzt vom „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte“ die Zulassung für eine schwach radioaktive Natrium-Fluor-Verbindung erhalten, die es in Kombination mit Spezialkameras erlaubt, schädliches Wuchergewebe in Knochen sichtbar zu machen.