Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ausstellung

In fernöstliche Welten versetzt den Besucher dieses Stimmungsbild. Foto: Peter Weckbrodt

Vom ungeliebten Langweiler zur Trendblume

Oigers Wochenendtipp: Hortensienpracht und Nonsensmaschine im Schloss Zuschendorf Zuschendorf, 22. Juli 2016. Der Hochsommer zeigt sich von seiner besten Seite, und auch die Hortensien zeigen sich jetzt von ihrer schönsten Seite. Aber Alles, was wir gemeinhin unter deren Blüte verstehen, wird in unserem Bewusstsein gnadenlos in den Bereich des Unscheinbaren verdammt, wenn wir erst dem nahen Landschloss Zuschendorf in Pirna bei Dresden unseren Besuch abgestattet haben.

Mit "City Trees", die feinstaub aus der Stadtluft filtern, und anderen Erfindungen aus Dresden präsentiert sich der Institutsverbund "Dresden Concept" bis Anfang Oktober in einer Freiluft-Ausstellung auf dem Neumarkt in Dresden neben der Frauenkirche. Foto: Heiko Weckbrodt

Saubere Luft und Kohlebeton für den Wundermolch

Institutsverbund „Dresden Concept“ zeigt seine besten Forschungsprojekte neben der Frauenkirche Dresden, 1. Juli 2016. Auf dem Neumarkt reinigt ab sofort eine neue künstliche Lunge die Luft im Stadtzentrum von Feinstaub und anderem Dreck. Denn die TU Dresden und 21 außeruniversitäre Institute und Einrichtungen des Forscherverbunds „Dresden Concept“ eröffnen am Montag ihre bisher größte Wissenschafts-Leistungsschau neben der Frauenkirche. „Wir wollen hier zeigen, woran wir forschen und dass Forschung für die Menschen da ist“, betonte TU-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen. Und um diese Superausstellung so richtig „öko“ einzurahmen, hat die Dresdner Hochschul-Ausgründung „Green City Solutions“ ringsum acht „City Trees“ aufgestellt: Das sind großflächig mit Moos und Filterpflanzen umwachsene Stellwände, von denen jede die Luftreinigungskraft von 275 natürlichen Bäumen haben soll.

Die Schecks der Forum Außenhandelsgesellschaft mbR der DDR, auch eine Form von Privatgeld, sie waren heißbegehrt. Denn sie entsprachen 1 zu 1 der harten D-Mark, m,it ihnen konnten DDR-B+ürger im Intershop Westprodukte kaufen. Aber nur wenige hatten sie - und noch weniger sahen jemals einen 500-Mark-forumscheck. Foto: Peter Weckbrodt

Hat Geld Zukunft?

Sonderausstellung in Chemnitz beleuchtet Penunze von allen Seiten Chemnitz, 29. Juni 2016. Zu mehr Geld kann Ihnen die aktuelle Sonderausstellung „Geld“ des „Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz“ (smac) vermutlich auch nicht verhelfen. Aber Sie vermittelt Ihnen auf jeden Fall zu deutlich mehr Wissen übers Geld. Daher kann der Besuch dieser hochinteressanten Exposition unbedingt empfohlen werden.

Mit "Schneeschmelze" (2015) stapft Jochen Fiedler in den Spuren Theodor Rosenhauers.Foto: Peter Weckbrodt

Vom Polenztal zum Mont Ventoux

Wochenend-Tipp: Jochen Fiedler zeigt Landschaftsbilder im Schloss Zuschendorf Pirna, 24. Juni 2016. Wer richtig schöne Bilder mag, nicht die Konflikte sucht und auch nicht das Abstrakte, der sollte nicht versäumen, Jochen Fiedlers Sonderausstellung „Landschaft und Garten“ im Landschloss Pirna-Zuschendorf zu besuchen. Bis zum 3. Juli ist die in der langen Tradition sächsischer Landschaftsmalerei stehende Präsentation von insgesamt 79 Werken des 1962 in Dresden Geborenen zu sehen.

Cornelia Schleime (Berlin): Lis V, 1998, Acryl, Schellack, Asphaltlack unf Leinen. Repro: Heiko Weckbrodt

Wohin mit der Schönheit?

Akademie-Jubiläumsschau in Dresden fragt nach Rolle der Kunst in der Gesellschaft Dresden, 17. Juni 2016. Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft? Und was kann Kunst in diesem Prozess bewirken? Diese Fragen stellt einer Sonderausstellung „Wohin mit der Kunst?“, die ab dem 18. Juni 2016 in der „Städtische Galerie Dresden“ an der Wilsdruffer Straße zu sehen ist.

So zeigte sich der Plauensche Grund Im vorigen Jahrhundert als ein Gemenge verbliebener landschaftlicher Reize und aufkommender, Alles verdüstender Industrialisierung. Repro: Peter Weckbrodt

Dampf, Koks und ein Baron

Schloss Burgk widmet dem Erfolgs-Unternehmer und Freiherrn Dathe von Burgk eine Sonderschau Freital, 16. Mai 2016. Nicht nur die Freitaler, auch die Dresdner gehen mit dem Namen Burgk recht vertraut um. Sie kennen ihn in Verbindung mit dem reizvoll gelegenen Schloss Burgk. Neuerdings weckt zudem der rührige Windbergbahnverein den Bahnhof Freital-Burgk aus seinem Dornröschenschlaf und die Burgker Straße passieren täglich Hunderte Autos. Wer aber Burgk ist oder genauer gesagt war, das ist selbst für Einheimische doch ein ziemliches Geheimnis, welches jetzt von den Städtischen Sammlungen Freital auf Schloss Burgk in einer Sonderausstellung seit dem 8. Mai bis zum 31. Juli 2016 gelüftet wird.

Otto Dix: Selbstbildnis als Mars. Repro: Peter Weckbrodt

Kriegsgott Dix im Steinkohle-Revier

Oigers Wochenend-Tipp 2./3. April 2016: Künstlerische Schatzsuche in Freital Freital/Dresden, 2. April 2016. Was sind die Dresdner – und dies zweifellos völlig zu Recht – doch stolz auf ihre Staatlichen Kunstsammlungen. Da wird leicht überheblich, weil wenig sachkundig geschlussfolgert, dass im benachbarten Freital bestenfalls noch ein Rest einstiger Steinkohle zu entdecken sei, aber sicher nichts von Bedeutung in Sachen Kunst. Weit gefehlt und höchste Zeit zur Korrektur! Der Oiger wollte es genau wissen, war vor Ort und wurde fündig: Bis zum Sonntag präsentiert die Städtische Kunstsammlung Freital in einer Sonderausstellung Werke der bildenden Kunst, die bisher ihr Dasein im Depot fristen mussten. Nicht Mangel an künstlerischer Qualität, sondern an Ausstellungsfläche dürfte hierfür die Ursache sein.

Ein Nachbau von Da Vincis Kampf-Panzer mit 18 Kanonen und Pedalantrieb. Foto: Heiko Weckbrodt

Da Vinci: Mit Anfang 20 ein Superstar

Neue Doppelausstellung in der Zeitenströmung Dresden über Universalgenie Da Vinci und über das Bernsteinzimmer Dresden, 1. April 2016. Nach dem alten Ägypten rückt die “Zeitenströmung” im Dresdner Norden nun in einer Doppelausstellung die Renaissance und den Barock in den Fokus: In den alten Industriehallen öffnet morgen einerseits die Sonderschau „Da Vinci – seine Bilder, sein Leben, seine Maschinen“, die sich auch für Kinder interessant ist, da sie dort an zahlreichen Da-Vinci-Nachbauten auch herumkurbeln, ziehen und herumprobieren dürfen und sollen. Gleich nebenan lockt derweil die “Faszination & Mythos Bernsteinzimmer”. Beide Ausstellungen sind bis Ende Juli geöffnet. Die Veranstalter rechnen mit 70.000 bis 80.000 Besuchern.

Koloriertes Porträt des Orang-Utans Max aus dem Jahr 1895. Als Vorlagen für die Abbildung nutzte der Zeichner Adolphe Philippe Millot Beobachtungen an den lebenden Tieren, Fotografien der toten Körper und Moulagen. Foto: Universitätsbibliothek Leipzig

Unheimliche Nähe: Menschenaffen & Menschen

Neue Ausstellung in Leipzig Leipzig, 31. März 2016. In der neuen Ausstellung „Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation“ gehen die Universitätsbibliothek und der Zoo Leipzig der Frage nach, wie die Europäer der Neuzeit Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans und andere Menschenaffen gesehen haben: Als Verwandte? Als Tiere? Als Launen der Natur?

Phillip Toledano: aus der Serie „Days With My Father“, 2006-2009

Flüchtiges Glück

Der New Yorker Künstler Phillip Toledano hat unser Streben nach Leben, Schönheit und Erfüllung in Fotos konzentriert – und stellt seine Lichtbilder nun im Hygienemuseum in Dresden aus Dresden, 23. März 2016. Was tun, wenn der über 90 Jahre alte, demenzkranke Vater immer wieder fragt, wo seine Frau sei – obwohl die vor Jahren gestorben ist? Nach dem 30. Mal erfindet der Sohn eine Geschichte, erzählt, Mutter sei nur kurz einkaufen. Wie die eigene Schwester wiederfinden, die mit neun Jahren in einem Feuer umgekommen ist? Der Bruder sammelt alle Spielzeuge, Stifte, Puppen ein, die er von Claudia noch finden kann, inszeniert sie wie kleine Juwelen und fotografiert sie. Es sind immer wieder die ganz tiefen Verlustängste und Lebensfreuden, denen der New Yorker Fotograf Phillip Toledano (47) in seinen Lichtbildern nachspürt – sensibel und mit einem sicheren Gefühl für Inszenierungen, die dem Fotografierten gerecht werden. Zu sehen ist seine Sonderausstellung „Von der Flüchtigkeit des Glücks“ ab morgen im Deutschen Hygienemuseum Dresden.

Die Wölfe sind zurück: Der Anführer-Wolf vor der Frauenkirche in Dresden hat die krallenbewehrte Pfote zum Hitler-Gruß erhoben. Foto: Peter Weckbrodt

Hass-Wölfe belagern Neumarkt in Dresden

Künstler Opolka warnt mit den Skulpturen aus Bronze und Eisen vor Fremdenfeindlichkeit und Pegida Dresden, 16. März 2016. Wölfe springlauern auf dem Neumarkt in Dresden: Als Mahnung gegen Fremdenfeindlichkeit und Pegida hat der Künstler und Taschenlampenfabrikant Rainer Opolka eiserne und bronzene Wolfsskulpturen in der Stadtmitte unweit der Frauenkirche aufgestellt. „Die Wölfe stehen symbolisch für Hasser, Brandsatz-Werfer, Neo-Nazis, wütende Pegidisten und AFDler, die auf Flüchtlinge schießen wollen“, erklärte Opolka.

In eine geradezu antike Welt taucht der Besucher ein. Foto: Peter Weckbrodt

Blütenrausch, morbider Charme und exotischer Reiz

Oigers Wochenendtipp: Im Dresdner Palais im Großen Garten hat Deutschlands wichtigste Frühlingsblumenschau begonnen Dresden, 26. Februar 2016. Wenn der Winter in seinen letzten Zuckungen liegt und der Frühling sich mit Vogelgesang, Krokus-, Winterling- und Märzenbecherblüten ankündigt, dann versetzt ein inszenierter Blütenrausch im Palais im Großen Garten die Dresdner und ihre Gäste in geradezu fassungsloses Staunen. Und nun ist es wieder soweit: Unter dem Titel „Weltkulturen im Blütenrausch“ lädt hier bis zum 6. März die Frühlingsblumenschau 2016 zum Schauen, Riechen und Bewundern ein.

Fast vergessen: Der junge Krzysztof Kieślowski trat auch einmal als Schauspieler auf. Repro: Heiko Weckbrodt

Die Welt aus der Sicht von Krzysztof Kieślowski

Kraszewski-Museum Dresden würdigt den prägenden Regisseur aus Polen mit einer Sonderschau Dresden, 25. Februar 2016. Er gilt bis heute als einer der ganz großen, prägenden Regisseure des europäischen Kinos: Krzysztof Kieślowski (1941-1996) begann seine Karriere in Polen mit ungewöhnlich schlichten und doch sehr einprägsamen Dokumentarfilmen, bis er davon müde wurde und sich dem Spielfilm zuwandte. Mit seiner TV-Interpretation des biblischen „Dekalogs“ und den „Zwei Leben der Veronika“ erlange er Bekanntheit über Polen hinaus. Durch seine mit französischen Stars besetzte filmische Trikolore aus den „Drei Farben: Blau“, „Weiß“ und „Rot“ (u.a. mit Juliette Binoche, Julie Delpy und Jean-Louis Trintignant) kam er zu internationalem Ruhm, der ihn eher verstörte, als dass er ihn genoss. Durch diesen Rückzug aus der Öffentlichkeit habe ihn die Cineasten-Szene aber immer mehr zu einer Ikone stilisiert, der er gar nicht habe sein wollen, heißt es vom Kraszewski-Museum Dresden, das dem polnischen Star-Regisseur ab morgen Abend die Sonderausstellung „Die Welt aus Sicht von Krzysztof Kieślowski“ widmet.

Otto Dix: "Abschied von Hamburg", 1921, öl auf Leinwand, Repro: Peter Weckbrodt

Dix-Expresso in Chemnitz

Oigers Wochenendtipp: Museum Gunzenhauser zeigt Expressionisten in teils ungewohnten Facetten Chemnitz, 19. Februar 2016. Die Chemnitzer Kunstsammlungen profilieren sich sichtlich erfolgreich mit exorbitanten Ausstellungen moderner Malerei. Teil dieser Kunstsammlungen ist das Museum Gunzenhauser. Und dort können wir Erstaunliches entdecken, das wir für dieses Wochenende als Ausflugstipp empfehlen: ausdrucksstarke Bilder von Otto Dix (1891-1969), die den Maler nicht nur von seiner expressionistisch-düsteren Seite zeigen, sondern eher romantisch-wehmütig wirken.

Bis heute ein Rätsel: Erich Heckels "Junge in der Tram" von 1912 (Öl auf Leinwand). Repro: Peter Weckbrodt

Erich Heckel, der Knabe in der Tram und eine Badende

Oigers Wochenendtipp: Museum Gunzenhauser in Chemnitz zeigt 120 Werke des Brücke-Künstlers Chemnitz, 22. Januar 2016. Paul Wilhelms schöne Bilder in der Oberlößnitz haben unseren Appetit auf weiteren Kunstgenuss gemacht. Nachdem wir die Sonderausstellung mit über 500 Werken von Karl Schmidt-Rottluff (bis zum 10. April 2016) noch in bester Erinnerung haben, wollen wir uns die 120 Gemälde und Grafiken eines weiteren Brücke-Malers ansehen, des ebenfalls in Chemnitz geborenen Erich Heckel (1883 – 1970). Bis zum 17. April ist die neue Sonderausstellung im „Museum Gunzenhauser“ der Kunstsammlungen Chemnitz. Nachdem schon im Frühjahr 2015 Ernst Ludwig Kirchners Werke von den Kunstsammlungen gezeigt wurden, schließt sich nun der Kreis der drei bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus, die dessen Ruf in der Welt begründeten.