Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ausgründung

Um Messgeräte und andere Experimentiertechnik - hier ein Labor-Netzteil im Linguawerk Dresden - für komplexe Messungen zu koppeln, schreiben viele Forscher immer wieder neue eigene Software-Lösungen. Foto: Heiko Weckbrodt

SweepMe! Dresden entwirft Software-Assi für Experimentatoren

Computerprogramm von Uni-Ausgründung unterstützt Forscher dabei, neue Ideen auszumessen Dresden, 27. November 2019. Mit „SweepMe!“ hat das Photonikinstitut der TU Dresden eine Firma ausgegründet, deren zentrales Produkt eine Messgeräte-Software ist – die das Unternehmen kostenlos verschenkt. „Unser Programm ist in der Grundversion gratis“, betätigte Mitgründer Axel Fischer. Erlöse erhoffen sich er und sein Mitstreiter Felix Kaschura von bezahlpflichtigen Extras, etwa Datenbank-Verbindungen oder Zusatzmodulen beispielsweise im Auftrag von Mikroelektronik-Firmen.

Prof. Karl Leo und Dr. Jan Blochwitz-Nimoth im "Dresden Integrated Center for Applied Physics and Photonic Material" (IAPP). Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Organikelektroniker schöpfen Hightech-Firmen in Serie

TU-Rektor: Gründungsfieber des Leo-Teams sollte Schule machen Dresden, 18. September 2019. Das Dresdner Zentrum für angewandte Physik und Photonik (IAPP) gehört zu den erfolgreichsten Instituten der TU Dresden – gemessen an Forschungsergebnissen, Ausgründen, Patenten und Preisen. „Das IAPP ist vorbildgebend“, belobigte Uni-Rektor Hans Müller-Steinhagen das Team rund um den Dresdner Organikelektronik-Papst Prof. Karl Leo während einer Feier am Dienstagabend zum 111. Jubiläum des Instituts. „Hier wird nicht nur Forschung im Elfenbeinturm betrieben, sondern auch immer gefragt: Was können wir aus unseren Erkenntnissen machen?“.

Sophia Witte und Francisco Arroyo (Mitte) sind die Geschäftsführer der neuen "TU Dresden Brauerei". Die Chemie-Professoren Jan J. Weigand (links) und Thomas Henle (rechts) sind die Mentoren der Gründung. Foto: Heiko Weckbrodt

TU-Chemiker gründen eine Brauerei in Dresden.

Phosphor-Pils & Co: Sächsisch-bajuwarische Connection will mit wissenschaftlich gebrautem Bier die Deutschen beglücken Dresden, 18.  Juni 2019. Weil den Chemikern der Technischen Universität Dresden ihr im Uni-Labor gebrautes Bier selbst so gut geschmeckt hat, wollen sie im Herbst 2019 eine eigene öffentliche Brauerei in der Dresdner Innenstadt eröffnen. „Die Firma ist schon gegründet, sie heißt ,TU Dresden Brauerei’“, informierte TUD-Rektor Hans Müller-Steinhagen auf DNN-Anfrage. „Im September oder Oktober wird der öffentliche Ausschank voraussichtlich mit vier eigenen Sorten beginnen. Die Kollegen wollen auch eine kleine Boutique-Brauerei in den Innenstadt einrichten.“

Am Rasterkraftmikroskop untersucht Biotechnologe Dr. Tobias Günther die Mikrostruktur von Kunststoffoberflächen. Foto: KfW/Toelle

Risikokapital für Helmholtz-Ausgründung Biconex Dresden

Ceterum investiert 1,5 Millionen Euro in Öko-Veredelungstechnologie Dresden-Rossendorf, 22. März 2016. Die junge Dresdner Hightech-Firma Biconex bekommt 1,5 Millionen Euro von der Beteiligungsgesellschaft „Ceterum-Holding“ aus Wernigerode, damit sie eine neue umweltverträgliche Veredelungs-Technologie für Kunststoff-Teile weiterentwickeln kann. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mitgeteilt, aus der sich Biconex ausgegründet hatte.

Die Chemie-Cloud lässt’s knallen

TU-Ausgründung „ChemTics“ entwickelt internetbasiertes Chemie-Lernlabor Dresden, 17. September 2015. Vorsichtig packt Tobias Göcke ein Stickstoffmolekül mit dem Finger, schubst es hin und her, immer schneller. Er ist die Wärme, die Energie, die die Teilchen immer schnell schwingen lässt. Und siehe da: Der in diesem System so übermächtige 28-jährige Chemieingenieur in spe hat es geschafft: Ein Stickstoff-Atom hüpft auf die Sauerstoff-Teilchen zu. Und die setzen dessen Avancen keinen Widerstand mehr entgegen wie vorhin noch, als sie jeden atomaren Brautwerber abprallen ließen: Stickstoff und Sauerstoff vermählen sich, bilden ein Stickoxid, die endotherme Reaktion ist vollbracht, das Chemie-Computerspiel gewonnen. Was, so was geht nicht? Atome kann man mit dem Finger nicht anstupsen? Oh doch: In der Uni-Ausgründung „ChemTics“ ist alles möglich: Zusammen mit der Kartographie-Ingenieurin Jeannette Milius (28) und Kaufmann Ralph Scholze (42) hat Thomas Göcke ein virtuelles Chemielabor entwickelt, das all die komplizierten chemischen Reaktionen, mit denen sich Gymnasiasten tagtäglich herumquälen, multimedial verständlich machen soll. Das internet-basierte Experimentier- und Lernprogramm hilft den Schülern, die Geheimnisse der Chemie wahlweise in Texten, Videos und Spielen zu erkunden und in …

Faser-Leichtbau: Polymerinstitut IPF Dresden gründet Software-Firma

Dresden, 29. Juli 2013: Um den „Spritverbrauch“ von Flugzeugen und Autos zu senken, hat das Dresdner Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) ein Computerprogramm entwickelt, das Kohlenfasern so maßschneidert, dass extrem leichte und dennoch sehr feste Bauteile erzeugt werden können. Die Software stieß in der Industrie auf so starkes Interesse, dass das IPF dafür nun eigens eine Firma „Complex Fiber Structures GmbH“ (CFS) gegründet hat.

Gedränge um Dresdner Ionenkanone

International gefragt: Helmholtz-Tochter veredelt Chips und Prothesen Dresden, 24. Mai 2013: Mit seinen Ionenkanonen, die international ihresgleichen suchen, lockt ein junges Dresdner Helmholtz-Unternehmen Technologiekunden aus aller Welt an. Unter den 60 Klienten aus der Wirtschaft, die die „HZDR Innovation GmbH“ in den anderthalb Jahren sein ihrer Gründung gewonnen hat, sind führende Mikroelektronik-Konzerne aus Übersee, aber auch Maschinenbauer, Medizintechnik-Firmen und Turbinenexperten, wie Geschäftsführer Andreas Kolitsch sagt.

“Dresdner Modell”: Über 500 Hightech-Jobs durch TU-Ausgründungen

Dresden, 4. Oktober 2012: Durch Ausgründungen der TU sind in den vergangenen Jahren über 500 neue Arbeitsplätze in entstanden, vor allem in der Hightech-Branche. Inwieweit die Dresdner Uni-Wissenschaftler das wirtschaftliche Potenzial ihrer Erfindungen voll ausschöpfen, ist allerdings umstritten. Besonders gründungsfreudige Professoren wie Gerhard Fettweis meinen: Zieht man andere „Startup“-Wiegen wie das kalifornische „Silicon Valley“ zum Vergleich heran, haben sich die Dresdner Forscher in der Vergangenheit mit Ausgründungen oft noch zu schwer getan. „Aber das wandelt sich jetzt“, glaubt er.

Samsung spaltet Display-Sparte ab: weltgrößter Bildschirm-Hersteller entstanden

Seoul, 3.4.2012: Der südkoreanische Mischkonzern Samsung hat seine Bildschirm-Sparte ausgegliedert und damit über Nacht den größten Display-Hersteller der Welt geschaffen. Das neue Unternehmen “Samsung Display Co., Ltd.”, das heute das operative Geschäft aufnahm, hat rund 20.000 Mitarbeiter und fünf Fabriken. Die bisherige Samsung-Sparte “Samsung Electronics LCD Business” hatte im Jahr umgerechnet rund 15,2 Milliarden Euro Umsatz realisiert.