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Indisch-sächsische Kooperation bei Nanotech in Medizin

Sudha Murty. Foto: Infosys Foundation

Sudha Murty. Foto: Infosys Foundation

Stiftungschefin Murty aus Indien viel Potenzial in der Kooperation zwischen Bangalore und Dresden

Dresden, 17. April 2021. Ingenieurinnen und Forscher aus Dresden und Bangalore wollen ihre Zusammenarbeit in der Bio- und Nanotechnologie, in der Informatiker-Ausbildung, in der Robotik und in den Informationstechnologien (IT) vertiefen. Schon heute gebe es eine „tiefe wissenschaftliche Kollaboration zwischen dem „Indian Institute of Science“ (IISc) in Bangalore und der TU Dresden sowie weiteren Partnerinstitutionen“, betonte die indische Milliardärin und Philantropin Sudha Murty von der „Infosys Foundation“ bei einer Online-Vorlesung an der TU Dresden.

„Passage to India“ fördert Akademiker-Austausch mit Indien

In den Fokus rücke dabei mehr und mehr der Einsatz von Nanotechnologie in den Lebenswissenschaften. „Das ist ein extrem multidisziplinäres und stark wachsendes Forschungsgebiet“, auf dem Inder wie Deutsche von sich gegenseitig ergänzenden Expertisen profitieren könnten, sagte Murty. Viel verspreche sie sich aber auch vom Programm „New Passage to India“, das die Indienkompetenz deutscher Nachwuchswissenschaftler fördern soll. Ein besonderes Anliegen sei es ihr dabei, Frauen auf allen Ebenen an dieser wissenschaftlichen Zusammenarbeit zu beteiligen, betonte die frühere Automobil-Ingenieurin.

Sudha Murty gilt in Indien als Beispiel für viele Frauen

In ihrem Referat fokussierte sich Murty unter anderem auf die Frage, was Frauen in Wirtschaft und Wissenschaft erreichen und welche Ressourcen weibliche Fach- und Führungskräfte freisetzen können. Sudha Murty selbst gilt in Indien und darüber hinaus als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Karriere in einstigen Männerdomänen: Geboren 1950 in Shiggaon, studierte sie Ingenieurwissenschaften und Informatik und wurde als erste weibliche Ingenieurin beim größten indischen Automobilhersteller Tata angestellt. Sie machte Karriere in der Wirtschaft, betätigte sich aber auch karitativ und als Autorin. Sie ist Vorsitzende in der Stiftung von „Infosys Technologies“, einem der größten indischen Software-Unternehmen. Die Stiftung unterstützt arme Kinder und Familien vor allem auf dem Lande.

Inder stellen zweitgrößte ausländische Studentengruppe

Murtys Online-Vortrag an der TU Dresden hatten unter anderem der „Deutsche Akademische Austauschdienst“ (DAAD) und die „Indian Association Dresden“ organisiert. Laut deren Angaben stellt Indien inzwischen die zweitgrößte ausländische Studentengruppe in Deutschland nach China. Im vergangenen Jahr stieg ihre Zahl um ein Fünftel. Allein in Dresden leben rund 3000 Inderinnen und Inder, schätzte Dr. Avinash Chekuru von der „Indian Association Dresden“. Viele davon studieren an der TU Dresden, andere sind als Wissenschaftler tätig, wieder andere arbeiten in Dresdner Elektronikbetrieben, Softwareschmieden und anderen Unternehmen der Informationstechnologien (IT).

Um die virtuelle Konferenz zwischen Indien und Dresden zu organisieren, hatten zahlreiche Freiwillige geholfen. Dazu gehören:

Sneha Prabhakara Shastry, Shruthi Mudiyunur Narahari, Krishna Gupta, Reshma Syed, Dharshan Barkur, Himanshu P. Patel, Shubhada Sunil Shetti, Priyanka Patil, Naresh Kumar Surepelly, Sidhanth Pethe Maharaj, Sailaza Surepally, Naga Sai Theja Malipeddi, Pruthvi Raj Venkatesha, Dilip Kumar Erappa, Ankita Jha, Sahil Sharma, Kishor Patil, Avaneesh Aravind Hangalur, Prajakta vasant Tale, Harishita Jain, Sanket Zarkar, Abhishek Shivapuram.

Weitere Unterstützer:

Dr. Katja Lasch, Director, DAAD Delhi / Southeast Asia.
Prof. Hans-George Braun, TU Dresden,
Prof. Ambarish Ghosh, Indian Institute of Science, Bangalore.
Dr. Manjula Mundakana, Scientific Officer, the German Consulate General in Bangalore,
Dr. Balasubramanian Ramani, Koordinator for die Zusammenarbeit mit Südasien in der Leibniz-Universität Hannover.
Karin Essig vom DAAD, Bonn
Dr. Avinash Chekuru, Präsident des Vereins „Indian Association Dresden“

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